EUROGI setzt sich für GMES als wichtigen Prüfstein für die europäische GDI ein

Das für die Verbindung zu den europäischen Institutionen zuständige EUROGI-Vorstandsmitglied, DDGI-Vizepräsident Steinborn, äußerte sich zufrieden über das EUROGI-Positionspapier zu GMES.

„Wir haben schon einige Positionspapiere von europäischen Verbänden sowie dem Parlament und dem Ausschuss der Regionen dazu gesehen, aber dieses ist das konkreteste", so Steinborn.

In dem drei-seitigen Papier wird GMES (Global Monitoring for Environment and Security) als wichtiges Testobjekt für die Ernsthaftigkeit Europas bezeichnet, auf dem mit INSPIRE eingeschlagenen Weg zu einer europäischen Geodateninfrastruktur voran zu kommen. Die EU-Kommission hatte im Juni 2011 eine erste mittelfristige Finanzplanung präsentiert, die zwar das Navigationssystem GALILEO, nicht aber das Erdbeobachtungssystem GMES enthält.

Wenn eine zentrale Weiterfinanzierung der operationellen Phase ab 2014 ausbliebe, gingen das Vertrauen der durch EUROGI vertretenen Nutzer und bisherige Investitionen der Diensteentwickler verloren. Operationalität braucht Kontinuität der Datenquelle, lückenlose regelmäßige Abdeckung und interoperable Bereitstellung. Alles dies ist mit Forschungsbudgets nicht zu leisten, so das Papier. Außerdem würde Europa unglaubwürdig, wenn es seine Klimaziele nicht mit eigenen Mitteln überwachen könnte.

Das Positionspapier wurde Kommissionspräsident Barroso und weiteren Kommissaren, die Nutzungsgebiete vertreten (wie Landwirtschaft, Umwelt, Verkehr, Regionalentwicklung, Statistik), am 15. September 2011 zugeleitet, sowie einigen besonders interessierten EU-Abgeordneten. Polnische Kollegen haben es der Regierung Polens überstellt, die derzeit die EU-Präsidentschaft inne hat.

In der EU-Kommission rechnet man inzwischen damit, dass die Entscheidung noch revidiert wird.

Das Positionspapier zum Download:
icon EUROGI_position_paper on GMES Funding in the Mid-term Financial Framework from 2014

Diese Pressemitteilung als PDF zum Download:
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