Schlusserklärung zum 5. Deutschen GeoFroum 2012

„Geoinformationen für den gesellschaftlichen Wandel – neue Wertschöpfung mit Sozial- und Wirtschaftsdaten“

SCHLUSSERKLÄRUNG

Berlin, 26. Juni 2012

Der DDGI hat in Zusammenarbeit mit dem Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) sein diesjähriges Geoforum dem hochaktuellen Anwendungsthema „Geoinformationen für den gesellschaftlichen Wandel – neue Wertschöpfung mit Sozial- und Wirtschaftsdaten“ gewidmet. Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutierten vom 25. bis 26. Juni 2012 in Berlin Situation und Nutzungsperspektiven der Geo-Referenzierung statistischer Daten in Deutschland im europäischen und internationalen Umfeld.

Die heutige Geoinformationstechnik kann für Gesellschaft und Bürger wertvolle Dienste leisten, aber es kommt auf eine gute Datengrundlage an. Die Teilnehmer begrüßen daher den Referentenentwurf der Bundesregierung  zu einem „Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften“ (EGovG) insbesondere in demjenigen Teil, der sich mit der Änderung der Statistikgesetzgebung befasst. Gemäß Artikel 10 sollen geografische Gitterzellen zur Verortung statistischer Informationen eingeführt werden. Die bisherige Referenzierung auf administrative Gebietseinheiten lässt keine Zeitreihenanalysen zu, da sich diese Einheiten laufend ändern, wie es in der Begründung zum Gesetzentwurf richtig heißt. Auch andere Vorschriften, die Geodaten betreffen, sollen verbessert werden; zum Beispiel wird die Bereitstellung von Satellitendaten bei Katastrophen beschleunigt.

Die Teilnehmer des Geoforums sind sich einig, dass die neuen Bestimmungen im EGovG in Deutschland große wirtschaftliche und wissenschaftliche Potenziale der Nutzung von Geoinformation für räumliche und sozio-ökonomische Analysen und Planungen freisetzen werden. Geo-Fachdaten gewinnen damit im Rahmen der Geoinformation weiter an Gewicht.

Wir begrüßen diese Reform nachdrücklich, weil Deutschland bei der Georeferenzierung statistischer Daten gegenüber den in dieser Hinsicht führenden EU-Ländern (Skandinavien, Niederlande, Österreich) Nachholbedarf hat. Der Wert von Geodaten für den Standort Deutschland ist von erheblicher wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Bedeutung und kommt der gesamten Gesellschaft zugute.

Hier finden Sie die Schlusserklärung als PDF-Download:
icon Schlusserklärung zum 5. Deutschen Geoforum 2012