Geobranchen.de - Das Portal rund um GIS, GISnews, Geonews, Geoinformatik, Geographie, Geodaten, Geobusiness, Geowissenschaft, CAD - GEOnews

  1. Ausgezeichnet: KA-Mobil

    Karlsruhe erhielt am 22. Mai 2015 als kommunaler Innovationsträger von der Telematikgesellschaft Telematics Pro den Preis „Best Practice Urban Telematics“ für die App KA-Mobil. Übereicht hat den Preis der Oberbürgermeisters der Stadt Berlin Michael Müller.

    Wilfried Schreiber, Stadt Karlsruhe – Tiefbauamt (links im Bild), und Matthias Hormuth, Solution Director Logistics Concepts bei PTV, freuen sich über den Preis.
    Wilfried Schreiber, Stadt Karlsruhe – Tiefbauamt (links im Bild), und Matthias Hormuth, Solution Director Logistics Concepts bei PTV, freuen sich über den Preis.

    Für das dynamische Routing wird in Karlsruhe nach den Vorgaben der Stadt der PTV xRoute Server eingesetzt. Er berücksichtigt in Echtzeit alle Vollsperrungen aus Baustellen und die aktuelle Verkehrslage und leitet die Benutzer entsprechend um. Gerade diese Berücksichtigung der aktuellen Baustellen ist ein Alleinstellungsmerkmal der App. KA-Mobil war mit vier Schlüsselthemen erfolgreich: Die Jury hob die Adressierung der App an bestimmte Nutzer hervor mit dem Ziel, die Erreichbarkeit Karlsruhes während des Baus der Kombilösung zu unterstützen. Wichtig sei die Einarbeitung von Echtzeitdaten. Überzeugend zudem das Routing-Tool als ingenieurwissenschaftlicher Baustein.

    Weitere Informationen: http://compass.ptvgroup.com/tag/ka-mobil/

     

  2. agit_2015 SYMPOSIUM und EXPO
    Unter dem Motto „Geospatial Minds for Society“ trifft sich die Geoinformationsbranche vom 8. – 10. Juli 2015 in Salzburg zum AGIT Symposium.

    Mehr als 1.200 TeilnehmerInnen werden zu dieser Veranstaltung erwartet, die der Interfakultäre Fachbereich Geoinformatik (Z_GIS) bereits zum 27. Mal ausrichtet. WissenschaftlerInnen, AnwenderInnen und AnbieterInnen treffen sich auf der AGIT, um aktuelle Technologien und Lösungen der Geoinformatik für gesellschaftliche Fragestellungen zu diskutieren.

    Die AGIT zählt seit vielen Jahren zu den führenden Veranstaltungen der Geoinformationsbranche auf internationaler Ebene. Im Rahmen des Symposiums werden innovative Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Anwendungen für die Praxis miteinander verknüpft.

    Ziel der AGIT ist es, gemeinsam mit Hilfe der räumlichen Perspektive Lösungsansätze zu diskutieren und diese voranzutreiben. Der Einsatz von Geoinformatiksystemen im Natur- und Umweltschutz, im Katastrophenmanagement oder im humanitären Bereich wird dabei ebenso gezeigt und diskutiert wie Anwendungen aus den Bereichen Mobilität und Verkehr. Zur AGIT werden rund 1200 TeilnehmerInnen aus 45 Staaten erwartet. 60 AusstellerInnen präsentieren bei der AGIT Expo Anwendungsbeispiele aus der Praxis.

    Prominente Keynote Speaker
    Im Rahmen der AGIT sprechen internationale Keynote Speaker über neue Entwicklungen und Visionen, die räumliche Perspektive für gesellschaftliche Fragen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Zu den diesjährigen Sprechern zählen unter anderem Dr. Manfred Hauswirth, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin sowie Professor für Verteilte Offene Systeme an der Technischen Universität Berlin. Neben ihm ist Josh Lyons von Human Rights Watch auf der Bühne, der über den Einsatz von Geoinformatik im humanitären Bereich spricht.

    Eckdaten zur AGIT:
    Termin: AGIT: 08. – 10. Juli 2015
    Veranstaltungsort: Universität Salzburg, Naturwissenschaftliche Fakultät, Hellbrunnerstrasse 34, 5020 Salzburg
    Veranstalter: Interfakultärer Fachbereich Geoinformatik – Z_GIS, Universität Salzburg

    Weitere Informationen:/www.agit.at /

    Bild: agit
    Unter dem Motto „Geospatial Minds for Society“ trifft sich die Geoinformationsbranche vom 8. – 10. Juli 2015 in Salzburg zum AGIT Symposium
  3. HEIGHT TECH startet in BeNeLux durch
    Ernst Thijsen als Geschäftsführer für die neue Vertriebsregion verantwortlich

    HEIGHT TECH ist nun auch in den BeNeLux-Staaten aktiv: Seit dem 01.05. hat das Unternehmen der SPECTAIR GROUP für seine internationale Expansionspolitik einen Partner vor Ort.

    Für die neue Vertriebsregion ist die HEIGHT TECH BeNeLux B.V. mit Ernst Thijsen als Geschäftsführer verantwortlich. Durch die Zusammenarbeit können die Kunden in den Benelux-Staaten effektiver und schneller betreut werden. „Viele unserer Kunden aus diesen Ländern wünschten sich einen Servicepartner vor Ort – mit HEIGHT TECH BeNeLux B.V. haben wir optimal auf diese Anforderungen reagiert“, sagt Dirk Liebegall, Mitglied der Geschäftsführung bei der SPECTAIR GROUP.

    „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, HEIGHT TECH hat mich durch seine tollen Produkte auf Anhieb begeistert“, erzählt Ernst Thijsen.

    Für HEIGHT TECH sind die Benelux-Staaten besonders in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft und Energieanlageninspektion interessant. Das Unternehmen ist innerhalb der SPECTAIR GROUP für den Bau der Flugroboter und die Serienfertigung zuständig.

    Weitere Informationen:/heighttech.com/

    Freuen sich auf die Kooperation: Dirk Liebegall (5.v.l.) und Ernst Thijsen (6.v.l.).
    Freuen sich auf die Kooperation: Dirk Liebegall (5.v.l.) und Ernst Thijsen (6.v.l.).
  4. Etwas gewonnene Zeit – am 1. Juli 2015 gibt es eine Schaltsekunde

    Nun ist es wieder soweit: In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 2015 folgt auf 01:59:59 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit 01:59:60 Uhr und dann erst 02:00:00 Uhr.

    Unser Kalender und unsere Zeitrechnung basieren auf der Bewegung der Erde. Ein Umlauf um die Sonne ist ein Jahr, eine Umdrehung ein Tag. Ein Tag entspricht 86.400 Sekunden. Seit die Sekunde genau festgelegt wurde, ist allerdings die Erde langsamer geworden. Derzeit braucht sie im Mittel eine tausendstel Sekunde länger für eine Umdrehung – wie eine Uhr, die nachgeht. Die aus der Erddrehung bestimmte Weltzeit und die sehr genaue Atomzeit driften immer mehr auseinander, die "Uhr der Erde" bleibt hinter den Atomuhren zurück.

    Ursache für die Verlangsamung sind die Gezeiten, die durch den Mond hervorgerufen werden. Dadurch braucht die Erde ein wenig mehr als 24 Stunden, um sich einmal um sich selbst zu drehen.

    Wenn sich die Differenzen zwischen Atomzeit und Weltzeit zu einer Sekunde aufsummieren, wird eine Schaltsekunde eingefügt. Dies geschieht derart, dass am Nullmeridian die letzte Minute des betreffenden Tages eine Sekunde länger dauert; während der Sommerzeit ist das bei uns um zwei Uhr nachts. Wenn das nicht geschähe, würde in rund 1.500 Jahren die Sonne nicht mehr morgens, sondern erst mittags aufgehen.

    Ob Schaltsekunden nötig sind, bestimmt der „International Earth Rotation and Reference Systems Service“ (IERS), dessen Zentralbüro im Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) angesiedelt ist. Der IERS überwacht die Erdrotation – beispielsweise mit Radioteleskopen, die Signale von Radioquellen im Weltall (Quasaren) empfangen. Werden zwei weit voneinander entfernte Teleskope auf die gleiche Quelle im All gerichtet, können die Fachleute des IERS berechnen, wie schnell sich die Erde unter den Signalen weggedreht hat.

    Die Verlangsamung der Erdrotation erfolgt nicht gleichmäßig - Hoch- und Tiefdruckgebiete beim Wetter und andere Einflüsse machen die Erde zusätzlich schneller oder langsamer. Das führt dazu, dass die Schaltsekunden nicht langfristig vorhersagbar sind. Sie werden anhand der Beobachtungen des IERS in sehr unregelmäßigen Abständen eingeführt. In den neunziger Jahren beispielsweise gab es acht Schaltsekunden, während seit dem Jahr 2000 mit der diesjährigen gerade einmal vier zusätzliche Sekunden hinzugekommen sind.

    Hintergrundinformationen zum IERS
    Der „International Earth Rotation and Reference Systems Service“ (IERS) ist für die Koordination, Erzeugung und Bereitstellung globaler geodätischer Referenzsysteme zuständig. Dazu gehören das terrestrische Referenzsystem (ITRS/ITRF), das himmelsfeste Referenzsystem (ICRS/ICRF) sowie die Erdorientierungsparameter. Diese Produkte entstehen durch die Mitarbeit von zahlreichen weltweit verteilten Institutionen. Am BKG ist das Zentralbüro des IERS ansässig. Mehr Informationen zum IERS finden Sie unter http://www.iers.org.

    Hintergrundinformationen zum Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG):
    Als zentraler Dienstleister des Bundes und Kompetenzzentrum für Geoinformation und Geodäsie befasst sich das BKG mit der Beobachtung über die Datenhaltung bis hin zur Analyse, Kombination und Bereitstellung von Geodaten. Von der Arbeit des BKG, einer Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern (BMI), profitieren insbesondere Bundeseinrichtungen, die öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft – und fast jeder Bürger in Deutschland. Experten aus den verschiedensten Bereichen wie Verkehr, Katastrophenvorsorge, Innere Sicherheit, Energie und Umwelt verwenden Geodaten, Landkarten, Referenzsysteme und Informationsdienste des BKG für ihre Pläne und Untersuchungen. Das BKG unterhält ein Dienstleistungszentrum sowie geodätische Observatorien.

    Weitere Informationen:/www.bkg.bund.de/

  5. GAF AG ist “EARTH OBSERVATION COMPANY OF THE YEAR"

    Die GAF AG wurde mit dem „Achievement Award 2015“ als europäische Fernerkundungsfirma des Jahres für ihre bedeutenden Beiträge zur Entwicklung der Erdbeobachtung in Europa ausgezeichnet. Der Preis wurde nach einem zweistufigen Auswahlverfahren von der Europäischen Vereinigung der Fernerkundungs-Unternehmen (EARSC) zuerkannt.

    Der Preis spiegelt die Erfolgsbilanz der Firma in den letzten 30 Jahren wider, in denen sich die GAF AG (GAF) von einem Universitäts-Spin-Off zu einem der führenden europäischen Unternehmen für Geoinformation und Satellitenfernerkundung entwickelt hat. Heute beschäftigt die GAF mehr als 200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von fast 30 Millionen Euro. Die Erfolgsgeschichte umfasst mehr als 1000 Projekte in über 100 Ländern auf vier Kontinenten und manifestiert sich in einer stetigen Wachstumskurve und der kontinuierlichen Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.

    Darüber hinaus ist die GAF einer der erfahrensten Akteure in dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Als Geoinformationsdienstleister deckt die GAF alle thematischen Bereiche der operationellen Anwendung von Erdbeobachtung ab. Besondere Kompetenz konnte in den Bereichen Landüberwachung sowie Katastrophen- und Krisenmanagement erarbeitet werden, wo die GAF einen Rund-um-die-Uhr Bereitschaftsdienst unterhält.

    Die Auswahl des Preisträgers fand in einem Zweiphasen-Verfahren statt: EARSC-Mitglieder nominierten Kandidaten und trafen eine Vorauswahl. Die Endauswahl erfolgte dann durch eine unabhängige Jury, bestehend aus einem renommierten internationalen Expertenpanel. Der GAF wurde am 17. Juni 2015 die Auszeichnung durch den Vorsitzenden und dem Generalsekretär des EARSC auf dem jährlichen Verbandstreffen in Brüssel verliehen.

    /www.gaf.de/

    Bild: GAF AG
    Bild: GAF AG: Stefan Saradeth (COO) und Markus Probeck von der GAF AG wird die Auszeichnung von Han Wensink, EARSC Chairman (links) und dem EARSC-Generalsekretär Geoff Sawyer (rechts im Bild) überreicht.
  6. GEOSummit 2016 - Erfolgreicher Kickoff zum Event 2016

    Am 09. Juni 2015, exakt ein Jahr vor dem GEOSummit 2016, fand in Bern der offizielle Kickoff zum grössten Kongress mit Messe der Geobranche in der Schweiz statt. Interessierte Partner, Aussteller und Institutionen trafen sich im Hotel Bern zu einer Infoveranstaltung.

    Der Präsident der organisierenden Schweizerischen Organisation für Geoinformation (SOGI) Christoph Käser fasst den angestrebten Trend des GEOSummit 2016 mit drei Stichworten zusammen: “internationaler, innovativer, jünger“. Der OK Präsident Dani Laube betont, dass sich der GEOSummit vom „Klassentreffen der Vermesserinnen und Vermesser“ zum „Must- Event der GEO-Branche“ entwickelt hat. Dazu wird seitens OK bereits seit Monaten intensiv gearbeitet. Pol Budmiger erläuterte die Ziele des OK GEOSummit für den kommenden Anlass im 2016: „Wir wollen vielfältiger, jünger und wilder werden und dennoch das bewährte und beliebte Treffen der Fachleute beibehalten“. Im Rahmen des gemeinsamen Steh-Lunch bot sich für die Teilnehmer die Gelegenheit zum regen Austausch und zur Vernetzung.

    Ein kurzer Blick zurück auf den Event GEOSummit 2014 zeigt auf, dass die Teilnehmenden einen hohen Nutzen aus dem Besuch der Messe und den Begegnungen mit Fachleuten ziehen konnten. Die gewonnenen Erfahrungen fliessen direkt in die Konzeption und Planung des GEOSummit 2016 ein.

    Unter dem Motto „Lösungen für eine Welt im Wandel“ wird die Veranstaltung stärker als bisher die Interaktion zwischen der Geo-Branche und den Nutzern von Geo-Anwendungen fördern sowie als Inkubator für Geo-Innovation aktiv mitwirken. Die Strategie des GEOSummit setzt auf eine ausgewogene Mischung zwischen Bewährtem, wie dem Zusammenspiel zwischen Messe und Kongress oder der kontinuierlichen Kommunikation auch in den Jahren ohne Event und Neuerungen, wie bspw. der Einbettung der Dreiländertagung für Photogrammetrie und Fernerkundung. „Diese Tagung wird zum zweiten Mal überhaupt in der Schweiz und zwar gemeinsam mit dem GEOSummit in Bern stattfinden“ durfte François Gervaix, Präsident der SPGF stolz verkünden.

    Der GEOSummit 2016 setzt thematische Schwerpunkte bei „Raumentwicklung und Smart City“, dem Knowhow-Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft und will insgesamt aktiver werden in den Bereichen: Austausch, technische Innovationen, gesellschafts- und zukunftsrelevante Themen und neue GEO-Interessensgruppen.

    Die Workshops am Eröffnungstag des GEOSummit sind offen für Verbandspartner, Patronatspartner und Bildungsinstitute. Im Rahmen des Kongresses können neu Vortragsblöcke durch Partner gesponsert werden. Allgemein wird eine bessere Ausgewogenheit an Referaten aus der Privatwirtschaft, aus Forschung und Bildung und der öffentlichen Hand geben. Der Anteil „Innovation“ erhält ein starkes Gewicht bei der Auswahl der Referate.

    Der GEOSchool Day für Schülerinnen und Schüler hat sich als gewinnendes Element der Nachwuchsförderung im Rahmen des GEOSummit bewiesen und wird künftig auch zwischenjährlich stattfinden.

    Die SOGI, Schweizerische Organisation für Geoinformation ist Veranstalter des GEOSummit vom 07. bis 09. Juni 2016 in Bern./www.geosummit.ch/

  7. Milleniumsziele in Afrika: Rolle der Geowissenschaften
    Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher GeowissenschaftlerInnen an der Goethe-Universität

    2015 steht eine Bestandsaufnahme der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen an. Aus diesem Anlass diskutiert die Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler/-innen (AdG) auf Ihrer Jahrestagung an der Goethe-Universität, was bisher erreicht wurde und wie es weitergehen sollte.

    Besonders das 7. Entwicklungsziel zur „Ökologischen Nachhaltigkeit“ ist für die Geowissenschaften von großer Bedeutung. In der Keynote Lecture sprechen Franca Schwarz und Dirk Küster (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, BGR, Fachbereich Internationale Zusammenarbeit, Hannover) über die „Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele in geowissenschaftlichen Projekten in Afrika“.

    Wann? Fr./Sa., 26. und 27. Juni

    Wo? Campus Riedberg der Goethe-Universität, Geozentrum, Hörsaal GW 0.124.

    Die Frankfurter Afrikaforschung blickt auf eine fast 200-jährige Tradition zurück. Lange vor der Gründung der Goethe-Universität 1914 machten sich die Afrikaforscher Eduard Rüppell und Leo Frobenius im 19. und 20. Jahrhundert einen Namen. Die besondere Kompetenz der Frankfurter Afrikaforschung besteht darin, dass aus nahezu allen Fachbereichen Wissenschaftler sich mit der Erforschung Afrikas befassen und in zahlreichen Projekten und Sonderforschungsbereichen interdisziplinär zusammenarbeiten. 2003 wurde als Ausdruck dieser langen Tradition das Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) an der Goethe-Universität gegründet. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Physische Geographie richtet es die Tagung aus.

    Insgesamt 18 Vorträge in drei Themensitzungen sowie zahlreiche Posterpräsentationen stehen auf dem Programm. Eintritt für Tagesbesucher: 15 Euro. Informationen:/www.uni-frankfurt.de/56037228/AdG2015_2_Zirkular.pdf/

  8. Viele helle Flecken und ein pyramidenförmiger Berg auf Ceres

    Zurzeit kreist die Raumsonde Dawn in einem Beobachtungsorbit um Zwergplanet Ceres und blickt aus 4400 Kilometern Höhe auf seine Oberfläche: Aufnahmen mit der Kamera an Bord zeigen nun nicht nur weitere rätselhafte hellen Flecken, sondern auch einen pyramidenförmigen Berg, der in einem ebenen Gelände nach Schätzung der Wissenschaftler rund fünf Kilometer in die Höhe ragt.

    "Die doch beachtliche Anzahl an hellen Ablagerungen lassen vermuten, dass auf Ceres frisches Material an die Oberfläche gelangt. Auch der sehr steile Berg ist ein Beleg für besondere Aktivitäten in der Kruste", sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler der amerikanischen Dawn-Mission.

    Helle Flecken im Detail
    Schon bei der Annäherung an Ceres, den die Dawn-Sonde am 6. März 2015 erreichte, faszinierten rätselhafte helle Flecken die Planetenforscher. Die Spannung stieg mit jeder weiteren Aufnahme, die die Kamera zur Erde sendete. Eine Erklärung für diese stark reflektierenden Regionen auf der Oberfläche des Zwergplaneten konnte bisher noch nicht eindeutig gefunden werden - unter anderem Eis oder Salz könnten der Ursprung dieses Phänomens sein. Am 5. Juni 2015 erreichte Dawn den "Survey Orbit" in 4400 Kilometern Höhe und zumindest eines wird auf einer Aufnahme vom 9. Juni 2015 deutlich: Innerhalb eines Kraters mit etwa 90 Kilometern Durchmesser sind mindestens acht weitere helle Flecken zu erkennen. Sie befinden sich nahe eines besonders hellen Gebietes mit einem Durchmesser von rund neun Kilometern. Mit Spektralmessungen wollen die Wissenschaftler während der Mission herausfinden, aus welchem Material die hellen Flecken bestehen.

    Berg in Pyramiden-Form
    Neben den hellen Flecken zeigen die Kamerabilder aber auch erstmals deutlich einen steilen, pyramidenförmigen Berg, aufgenommen am 14. Juni 2015. Er ragt rund fünf Kilometer aus einem relativ flachen Gelände auf Ceres heraus. Auch zahlreiche Krater haben in ihrem Mittelpunkt einen Berg. Außerdem entdecken die Planetenforscher mehr und mehr Hinweise auf Aktivitäten an der Oberfläche des Zwergplaneten - dazu gehören fließförmige oder eingesunkene Strukturen sowie Hangrutschungen. Ceres scheint damit mehr Überbleibsel ehemaliger und vielleicht vor Kurzerm entstandene Aktivität zu zeigen als Vesta, der Asteroid, den die Dawn-Sonde von Juli 2011 bis August 2012 erkundete. "Ceres scheint durch viel komplexere geologische Prozesse geprägt worden zu sein als bisher vermutet", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann.

    Noch bis zum 30. Juni 2015 bleibt Dawn im Beobachtungsorbit und wird sich dann bis zum 4. August 2015 Ceres‘ Oberfläche bis auf 1450 Kilometer Entfernung nähern. Dann wird sich auch die Auflösung der Kamerabilder von bisher 410 Meter pro Bildpunkt auf 140 Meter pro Bildpunkt verbessern. Das DLR-Institut für Planetenforschung verfeinert mit diesen Daten das bereits erstellte dreidimensionale Höhenmodell des Zwergplaneten.

    Die Mission
    Die Mission DAWN wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

    Weitere Informationen:/www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13989/year-all/#/gallery/19789/

    Bild DLR: Blick auf Ceres` helle Flecken
    Bild DLR: Blick auf Ceres` helle Flecken
  9. 3. eXPO der ekom21: großes Interesse an den Lösungen der Softplan Informatik

    Die Softplan Informatik GmbH hat ihr Produktportfolio erweitert. Über den mobilen Bürger-Service AEM (Anregungs- und Ereignismanagement) können sich nun Außendienstmitarbeiter in das Fachsystem INGRADA web einloggen und Standorte und Meldungen direkt in das GIS übernehmen.

    Am 10. Juni präsentierte Softplan den Besuchern der eXPO im Congress Park Hanau Innovationen rund um das Geografische Informationssystem (GIS) INGRADA web. Die Vertreter aus Kommunalverwaltungen, Bundes- und Landesbehörden interessierten sich dabei insbesondere für die Neuerungen im Bereich mobiles GIS.

    Bislang stellt der IT-Dienstleister und Hersteller für Geografische Informationssysteme seinen Kunden zwei Anwendungen für mobile Geräte zur Verfügung. Die Tablet-Fähigkeit von INGRADA macht das gesamte GIS mobil verfügbar. Für das Arbeiten unterwegs wurde INGRADA um größere Bedienelemente und Touch-Funktionen erweitert.

    Seit 2013 bietet Softplan mit dem Anregungs- und Ereignismanagement AEM eine weitere mobile Anwendung. Die Smartphone-Applikation dient zur Weiterleitung von Mängeln und Anregungen an die Verwaltung. Die Bürger-App ist im iTunes-Store und bei Google Play kostenlos verfügbar.

    Neue Sachdaten-App
    Pünktlich zur eXPO wurde die Erweiterung des AEM freigegeben und kann nun auch von Mitarbeitern der Verwaltung im Rahmen von Kontrollgängen zu Standorterhebungen oder zur Zustandserfassung eingesetzt werden. Um in den Sachdaten-Modus zu wechseln, stellt der Außendienstmitarbeiter lediglich vorab über ein Login-Fenster eine Verbindung zum GIS-Projekt der Gemeinde her. Neu erzeugte Datensätze werden so direkt in das GIS übernommen. Da die App für den Einsatz auf mobilen Geräten entwickelt wurde, ist die Bedienung einfach: Der Nutzer wird Schritt für Schritt über sich ändernde Eingabemasken geführt.

    Benutzerdefinierte Datenmodelle
    Mit dem Applikationsdesigner präsentierte der Hersteller ein weiteres neues Feature für INGRADA. Der INGRADA web Applikationsdesigner ermöglicht es dem Anwender über einfache Drag- und Drop-Aktionen, eine eigene Anwendung - beispielsweise ein Baulückenkataster - mit beliebig vielen Datenmasken und Stammdaten anzulegen. Im Unterschied zu den bisherigen Möglichkeiten, eigene Datenmodelle zu erzeugen, ist der Applikationsdesigner hochflexibel und bietet zudem die Option, auch individuelle Kataloge bzw. Auswahlmenüs zur schnelleren Datenerfassung zu definieren. Ferner können unterschiedliche Objekte in einer einzigen Applikation beschrieben werden, die Zuordnung Fläche - Objekt erfolgt nunmehr mit nur einem Klick.

    Beitrags- und Gebührenermittlung
    Jörg Tieben unterstrich als Geschäftsführer der Softplan Informatik GmbH die Bedeutung des Geografischen Informationssystems bei der Berechnung von Beiträgen und Gebühren. „Insbesondere die Informationen aus den Bereichen Liegenschaften, Bauleitplanung, Infrastruktur und Topografie liefern wertvolle Informationen zu den baulichen Nutzungen, den Eigentümern sowie zu den Flurstücksbeziehungen und stellen somit eine unverzichtbare Datenbasis für eine sichere Beitrags- und Gebührenermittlung dar.“

    Ebenso wurden am Softplan-Stand die Möglichkeit zur Gebühren- und Beitragsermittlung einschließlich der Auswertung sowie der Erfassung und Fortschreibung von Sachdaten und Geometrien in INGRADA vorgestellt. Einen besonderen Fokus legten die Experten auf die Erstellung von Bescheiden sowie auf die Bildung von Jahresabschlüssen und das Verwalten von Historien. Die ermittelten Beiträge und Gebühren werden automatisiert zur Sollstellung an das Finanzverfahren der Kommune übertragen.

    Mit den Applikationen INGRADA Beitrag und Gesplittete Abwassergebühr wurden in verschiedenen Bundesländern bereits zahlreiche große und kleine Projekte erfolgreich umgesetzt. Hier kommt den Kommunen die gute Zusammenarbeit von Softplan mit dessen regionalen und überregionalen Partnern und der ekom21 zugute.

    3D-Anbindung für INGRADA web
    Auch Softplan-Partner GDS aus Borken zog mit seinem Portfolio aus mobilen Vermessungsangeboten (Schacht-, Innenraum- und Punktmessungen, Straßenbefahrungen, Flugzeug- und Drohnenbefliegungen) und 3D-Visualisierungen mit Anbindungsoption an INGRADA web Besucher an den Softplan-Stand. Der Geodienstleister konnte vor allem mit detailreichen Laserscans für Aufmerksamkeit sorgen. Ob Straßenszene oder komplett gescanntes Autohaus inklusive Interieur bestehend aus alten Luxuskarossen, die 3D-Aufnahmen beeindruckten durch ihre hohe Punktdichte und Genauigkeit.

    Mehr Komfort und Leistungsumfang mit INGRADA web 2014.1 Mit der neuen Desktop INGRADA Version 2014.1 können sich INGRADA-Nutzer künftig auf eine deutlich verbesserte Nutzung zahlreicher Funktionen wie zum Beispiel Messen, Bemaßen, Zeichnen und Konstruieren freuen. Das optimierte Menü erleichtert die Bedienung im Parallelbetrieb mit Applikationen und der Karte. Außerdem können WMS-Dienste noch besser und einfacher abgefragt werden. Zusätzliche Verbesserungen zur mobilen Nutzung der Geodaten und GIS-Funktionen erfolgten im Bereich der mobilen Ansichten von INGRADA web.

    GIS für Groß und Klein
    Die Nutzungsmöglichkeiten des GIS sowie die auch auf kleine Kommunen und Betriebe ausgelegten Lizenzstrukturen wurden den interessierten Besuchern von Softplan Vertriebsleiter Ingolf Weidl auf der eXPO vorgestellt. „Wir bieten mit unserem modularen Angebot von Kommunallizenzen auch kleinen Kommunen und Betrieben die Möglichkeit GIS und Geoinformationen zu erschwinglichen Preisen für die Optimierung von Verwaltungsabläufen einzusetzen“. Die ständig wachsende Kundenliste von Softplan bestätigt die Akzeptanz und vielseitige Einsatzmöglichkeit von INGRADA in Betrieben und Verwaltungen unterschiedlicher Größe, führte Weidl aus.

    Weitere Informationen:/www.ingrada.de/

    Softplan Stand auf der eXPO 2015 Quelle: ekom21
    Softplan Stand auf der eXPO 2015 Quelle: ekom21
  10. BARTHAUER und STEIN & PARTNER veröffentlichen Integrationsprodukt BaSYS-STATUS
    Zukunftsorientiertes Netzmanagement

    Die Barthauer Software GmbH und die Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH stellen eine gemeinsame Lösung für das datenbankgestützte, strategische Asset Management von Kanalnetzen vor.

    Versorgungs- und Entsorgungssysteme in Städten und Gemeinden sind die Lebensadern unserer Städte. Kommunen und Netzbetreiber haben zum einen die komplexe Aufgabe, diese Netze zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit und zur Wahrung einer intakten Umwelt, instand zu halten. Zum anderen verantworten sie den langfristigen Werterhalt des beträchtlichen, kommunalen Anlagevermögens, das diese Netze darstellen.

    Diese komplexen Aufgaben werden im Rahmen eines zukunftsorientierten Betriebs- und Instandhaltungsmanagements oder auch strategischen Asset Managements von Infrastrukturnetzen gelöst. Dazu stellen die Unternehmen BARTHAUER und STEIN & PARTNER eine gemeinsame Softwarelösung vor. Diese ermöglicht es Kommunen und Netzbetreibern, durch bessere Entscheidungsgrundlagen Einsparpotenziale zu erkennen und die zur Verfügung stehenden Mittel zur Realisierung optimal einzusetzen.

    Das gemeinsame Produkt BaSYS-STATUS wird die Bewertungsverfahren der STATUS-Technologie für das strategische Instandhaltungsmanagement innerhalb des BARTHAUER-Netzinformationssystems nutzbar machen. BaSYS-STATUS wird zunächst für den Bereich Entwässerungsnetze verfügbar sein. Entwicklungen für weitere Fachbereiche sind geplant.

    Weitere Informationen:/www.barthauer.de/

    Bild Barthauer: (V.l.) Dipl.-Ing. Jürgen Barthauer und Dr.-Ing. Robert Stein
    Bild Barthauer: (V.l.) Dipl.-Ing. Jürgen Barthauer und Dr.-Ing. Robert Stein