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  1. INTERGEO auf Wachstumskurs
    Ausstellungsfläche trotz Erweiterung fast ausgebucht

    Die INTERGEO setzt im Jahr 2015 am Standort Stuttgart neue Maßstäbe: Nach einem Besucherrekord im vergangenen Jahr in Berlin erklimmt die führende Plattform der Branche dieses Jahr einen weiteren Höhepunkt bei der Ausstellungsfläche. Um der Nachfrage von nationalen wie internationalen Ausstellern gerecht zu werden, wurden die Kapazitäten nochmals erweitert. Die Ausstellungsfläche liegt damit erstmals bei über 30.000 Quadratmetern.


    Bereits im ersten Quartal dieses Jahres war das bis dahin geplante Flächenkontingent (Hallen 4, 6 und 8) nahezu ausgebucht, sodass das Angebot um die Halle C2 erweitert wurde. „Im Vergleich zu den Vorjahren liegen wir schon jetzt bei einem Zuwachs von mehr als zehn Prozent, und weitere Anfragen, insbesondere aus dem Ausland, gehen bei uns ein“, so Projektleiter Daniel Katzer von der HINTE GmbH, die die INTERGEO für den DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. – organisiert.

    Der Trend zur Internationalisierung ist damit ungebrochen. Unter den bislang angemeldeten Ausstellern aus derzeit 25 Ländern zeigen Nord- und Südamerika starke Präsenz und liegen erstmals gleichauf mit Asien. Ein deutliches Plus gibt es bei den Anmeldungen aus Großbritannien: Rund 30 Aussteller sind vertreten, teilweise im gemeinsamen „UK-Pavillon“. Auf der diesjährigen INTERGEO haben neue Themenplattformen Premiere, auf denen nicht nur Technologie- und Softwarelösungen gezeigt werden, sondern deren spezielle Anwendungsmöglichkeiten. Insgesamt werden neue Zielgruppen so erfolgreich angesprochen, dass trotz der Erweiterung nur noch wenige Restflächen zur Verfügung stehen.

    Themenplattformen zu 3D-Druck

    Eine dieser Themenplattformen ist der „Printing Solution Park“, der das Know-how im Bereich 3D-Druck bündelt: von Best-Practice-Beispielen auf der Vortragsbühne bis zur Anwendung von morgen im Ausstellerbereich werden bestehende, branchenübergreifende marktreife Lösungen gezeigt und neue entwickelt. Im Fokus stehen die generativen Fertigungstechnologien, die der GIS-, Architektur- und Baubranche zukunftsweisende Horizonte öffnen. „3D-Modelle lassen sich schnell und mit geringen Produktionskosten herstellen. Durch diese Visualisierung werden Planungen transparenter und erleichtern somit Entscheidungsprozesse“, so Katzer.

    Weitere Informationen: www.intergeo.de/

    Bild:Copyright liegt bei der HINTE GmbH / INTERGEO

  2. RESEAU wieder mit zeitgemässer Software

    Um die Netze der Wasserversorgungen eines ganzen Kantons in der Schweiz in einem GIS zu verwalten, braucht es eine zuverlässige und effiziente GIS-Software. Dies war im Kanton Bern, mit einer fast 15-jährigen Lösung aus der Pionierzeit, nur noch bedingt möglich



    Alle Wasserversorgungen in einem GIS

    Die Fachstelle RESEAU verwaltet im AWA die Gis-Daten der Wasserversorgungen flächendeckend über das Kantonsgebiet. Der Kanton Bern wird von rund 400 verschiedenen Versorgern mit Trink-, Brauch- und Löschwasser versorgt. Die Dokumentation der Netze liegt in deren Verantwortung und sie liefern jeweils nur eine Kopie ihrer Daten an das AWA. Die Datensätze werden importiert, geprüft und dann übernommen. Das RESEAU bildet zum einen das Inventar der Wasserversorgungsanlagen und für die Trinkwasserversorgungen in Notlagen (gemäss GSchG und VTN), zum anderen dient es als Grundlage und Übersicht für Planungen und die Beurteilung von Projekten im Bereich Trinkwasser und Löschschutz.

    Um die Jahrtausendwende eingeführt, entsprach die Software nicht mehr dem Stand der Technik. Der Import der Daten war sehr zeitraubend und mit vielen manuellen Schritten auch fehleranfällig. Gerade bei grossen Datensätzen nahmen Import und Kontrolle viele Stunden in Anspruch. Die Projekte wurden über ein browserbasiertes Tool verwaltet, welches umständlich in der Bedienung war. Neue Datenbank- und Softwareversionen zwangen das AWA zudem zum Handeln, da die Funktionalität nur noch auf den alten Versionen gewährleistet war. Ende 2012 wurde dann konkret eine Ablösung der Software angestrebt und dieses Projekt gestartet.

    Vorbereitungen/Konzept
    Zu Beginn des Projektes wurde der ganze Workflow überarbeitet und vereinfacht. Bedingt durch Änderungen in der finanziellen Unterstützung der RESEAU-Projekte, personelle Wechsel und geänderte Anforderungen, konnten diverse Schritte weggelassen oder angepasst werden. Die Anforderungen an die neue Lösung (Import, Datenprüfung, Darstellungsmodell, Projektverwaltung, etc.) wurden detailliert festgelegt. Die wichtigsten Punkte:
    Einfacher und schneller Import der Daten mit weitgehender Automatisierung
    Qualitätskontrolle bei Import, einfache Möglichkeit für die inhaltliche Kontrolle
    Einfache Projektverwaltung
    Daten- und Darstellungsmodell werden übernommen
    Kartenprodukte Wassernetzplan 1:5000 und Wasserversorgungskarte
    Reports und grafische Darstellung des Erfassungstandes Schulung

    Massgeschneidert aus Standardkomponenten
    Die Umsetzung wurde in enger Zusammenarbeit mit Geocom Informatik AG und dem AWA erarbeitet. Das RESEAU-Datenmodell basiert auf dem SIA405-Modell und dem des SVGW und enthält einige AWA-spezifische Anpassungen und Ergänzungen. Es wurde in der GEONIS-Umgebung aufgebaut. Für die Import-Schnittstelle kamen FME und einige Python-Scripts zum Zug. Der Rest bestand aus Konfiguration und Erstellung von Legenden. In einem ersten Schritt werden die Daten aus dem Interlis-File in eine File Geodatabase importiert, wo sie geprüft werden. Wenn nötig, z.B. für kleinere Korrekturen, können sie hier auch bearbeitet werden. Als Erleichterung für die Datenlieferanten, werden die fehlerhaften Objekte aus den Prüf-Scripts neu in eine DXF-Datei ausgegeben und der Sichtungsbericht konnte vereinfacht und in seinem Umfang reduziert werden. Bei Bedarf können weitere Prüfungen konfiguriert werden. Die manuelle Datenprüfung reduziert sich so auf inhaltliche Tests und die Kontrolle von Topologie und Logik.
    Sind die Daten in Ordnung, werden sie mit weiteren Python-Scripts in die Masterdatenbank (SDE) übertragen. Die Projektverwaltung wurde direkt in GEONIS integriert und kann bequem über das Menu aufgerufen werden. Sie stellte sich bei der Umsetzung als Knacknuss dar, da sie zwischen der Projekt- und der Masterdatenbank synchronisiert sein muss.
    Der Erfassungsstand der Daten kann nun, mit einem neuen Tool, auf einfache Weise grafisch dargestellt werden bzw. als Liste exportiert werden. Dies hilft den Überblick zu behalten und die Nachführung zu planen. Hier gilt das Motto: So selten wie möglich, so häufig wie nötig.

    Vom Prototyp zur definitiven Version
    Eine ausgiebige Testphase auf einer Testinstallation brachte kleinere Mängel zum Vorschein und es konnten noch Verbesserungen vorgenommen werden, bevor die Daten definitiv migriert wurden. Der Produktionsunterbruch war somit minimal.

    Beschleunigung und Qualitätsverbesserung
    Mit der neu erarbeiteten Lösung wird ein hoher Automatisierungsgrad bei Import und teilweise auch bei der Kontrolle der Daten erreicht. Der Workflow konnte erheblich vereinfacht werden. Die Projektverwaltung ist nun einfach bedienbar und es konnten einige Fehlerquellen eliminiert werden. Die Vorgaben und Ziele des Projekts sind somit erfüllt. Seit Juni 2014 wird operativ mit der neuen Lösung gearbeitet und die erhoffte Zeitersparnis ist eingetreten. Dies sollte zu einer merklich schnelleren Abwicklung der Datenübernahme der einzelnen Wasserversorgungen führen. Eine erste grobe Datenanalyse ist nun innert weniger Minuten - eine detaillierte Prüfung je nach Grösse und Komplexität der Versorgung - innert ein paar Stunden möglich.

    Weitere Informationen: geocom.ch/de/

  3. IB&T Ingenieurbüro Basedow & Tornow GmbH feiert mit Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Freunden den dreißigsten Geburtstag ihrer Software CARD/1

    Der Hersteller IB&T veranstaltete ein Jubiläumsprogramm mit Vorträgen und Vorführungen, Einblicken in die CARD/1 Entwicklungen, Unterhaltung, Gastmahl und Livemusik.


    Erstmals stellte IB&T Geschäftsführer Dipl.-Ing. Harry Basedow die CAD-Software CARD/1 auf dem Geodätentag 1985, der heutigen Fachmesse INTERGEO, vor. In seiner Begrüßungsrede erinnerte er an die Anfänge und bedankte sich bei allen Kunden und Geschäftspartnern für ihre Treue und die gute Zusammenarbeit.

    CARD/1 Supporter und Trainer Thomas Brockmann moderierte durch den Tag. Viele Interessierte hörten die Produktvorträge zu den Themen Dynamische Schleppkurve und 3D-Projektansicht. Das Partnerunternehmen aRES Datensysteme stellte die neuen Wasserwirtschaftsmodule pro vor: Kanalplanung, Kanalkataster, Sanierungs- und Leitungsplanung. Die Gäste erhielten einen Einblick in die kommende CARD/1 Version 9.0., die künftig in 64 Bit Technologie die Möglichkeiten aktueller Hardware und moderner Betriebssysteme voll ausnutzen wird. Und auch Bahnplaner kamen mit der Vorstellung der aktuellen Entwicklungen im Bahnbereich auf ihre Kosten. Anklang fand der Vortrag „CARD/1 und BIM“. IB&T setzt sich aktiv mit BIM auseinander und stellte vor Ort die aktuelle Nutzung von BIM-Methoden in ihren Softwarelösungen vor.

    Die Software für Verkehrswegeplanung kommt in zahlreichen Projekten zum Einsatz, beispielsweise nutzten Ingenieure CARD/1 im Rahmen der Planungen des sogenannten Hamburger Deckels, und sie ist bei der Deutschen Bahn etabliert. Um die praktische Seite auf der Jubiläumsveranstaltung nicht zu kurz kommen zu lassen, gaben Referenten aus Ingenieurbüros Projekteinblicke. Andreas Schmidt-Böllert, Hanack und Partner, stellte den Bau der neuen U-Bahn-Linie U4 in Hamburg vor. Marcus Orlicek, Ingenieurbüro Dr. Sauermann-Orlicek-Rohen GmbH berichtete über die Vermessung von Fußballstadien und die dabei gewonnenen Erkenntnisse. Außerdem stellte Mario Schönherr, DEGES GmbH, ausgewählte Projekte der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH in Schleswig-Holstein und Hamburg vor, z.B. den Ausbau der A7 und die Rendsburger Hochbrücke.

    Für Vermesser bietet CARD/1 u.a. die Möglichkeit, per UAVs aufgenommene Laserscannerdaten auszuwerten. IB&T kooperiert mit verschiedenen Dienstleistungsunternehmen. Torsten Kanand, AirRotorMedia GmbH und Prof. Albrecht Grimm, IGI Ingenieur-Gesellschaft für Interfaces mbH, führten Vermessungsfahrzeuge und Schwebeplattformen in der Photogrammetrie zur Erstellung von Punktwolken vor. Bestens geeignet dafür zeigte sich der Garten der IB&T Zentrale, der kurzerhand zur Kommunikationsplattform umfunktioniert wurde.

    Zusätzlich standen über die bekannten Ansprechpartner hinaus nahezu alle IB&T-Mitarbeiter und Kollegen aus den Tochter- und Partnerunternehmen beratend zur Verfügung. An vier Servicestationen beantworteten Vertriebs- und Supportmitarbeiter Fragen zum Produkt live am System.

    2015 bleibt das Jubiläumsjahr für die IB&T GmbH - es wird weitere Aktionen geben und auch die Messeteilnahme an der INTERGEO in Stuttgart im September wird im Zeichen des 30-jährigen CARD/1 Jubiläums stehen.

    Weitere Informationen: www.card-1.com/startseite/

    Bild:IB&T Geschäftsführer Dipl.-Ing. Harry Basedow heißt am 8. Mai 2015 alle Gäste in der Unternehmenszentrale in Norderstedt willkommen.

  4. Intergraph®-Anwenderkonferenz 2015 feierte 30. Jubiläum in Hamburg
    Intergraph SG&I als erfolgreicher Lösungsanbieter im weltweiten Hexagon-Konzern

    Das Intergraph®-Forum feierte 2015 ein Jubiläum. Im 30. Jahr des Bestehens dieser Anwenderkonferenz fanden 380 Teilnehmer den Weg nach Hamburg ins traditionsreiche Curio-Haus.


    Rückblick auf das Konferenzgeschehen im Kurz-Video
    www.intergraph.com/global/de/news/videos/forum2015-video.aspx

     

    Vom 22.-23. April nutzen die Besucher die vielfältigen Möglichkeiten zur Fortbildung. Während in Einführungsvorträgen die Themen der Zukunft skizziert wurden, folgten in branchenbezogenen Präsentationen anschauliche Beispiele aus der Praxis der Software-Kunden. Eine Fachausstellung mit 15 Ausstellern ergänzte das Informationsangebot. Die Abendveranstaltung mit großer Rundfahrt durch den Hamburger Hafen bot Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen.

    Die Trends, die Intergraph als erfolgreicher Lösungsanbieter mit eigenen Entwicklungen vorantreibt, beschrieb Maximilian Weber, Intergraph Senior Vice President EMEA: „Die zunehmende Vernetzung der digitalen Infrastrukturen, IT-Security, Schutz kritischer Infrastrukturen und Cloud Computing – diesen Herausforderungen der IT-Welt widmen wir uns mit unserem breiten Branchen-Know-how. Und zwar hier vor Ort in der deutschsprachigen Region als auch im Verbund unserer weltweiten Muttergesellschaft Hexagon.“

    Dietmar Fillinger, Präsident des Beirates von Intergraph SG&I in der D-A-CH-Region, fügte hinzu: „Die Entwicklungen im IT-Markt gehen sehr dynamisch voran. Auch und besonders Intergraph-Lösungen bewegen sich in einer integrierten und vernetzten Welt.“ So nehmen zum einen Echtzeitinformationen immer mehr Bedeutung in unserer Gesellschaft ein. Zum anderen werden sicherlich Cloud-Lösungen an Bedeutung gewinnen und immer mehr akzeptiert. Da IT-Sicherheitsfragen angesichts steigender Bedrohungen überall in den Fokus treten, lautet Fillingers Forderung an alle Konferenzbesucher: „In ein Risikomanagement eines Unternehmens müssen die IT-gestützten Systeme mit einbezogen werden.“
    Weitere Informationen unter:www.intergraph.com/global/de/

  5. Direktaufnahme für Geodäten mit Staatsexamen erstmals möglich
    Kooperationsvertrag im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterzeichnet

    Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) und das Oberprüfungsamt für das technische Referendariat haben letzte Woche in einem feierlichen Rahmen im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der am 1. Juni in Kraft trifft. Damit ist eine Direktaufnahme in die RICS für alle Geodäten mit II. Staatsexamen, die seit dem 3. Oktober 1990 ihr technisches Referendariat beim Oberprüfungsamt begonnen haben, erstmals möglich.


    "Damit erkennt die RICS die hohe Qualität des Staatsexamens des Oberprüfungsamtes für die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation als so geeignet an, dass diese Technischen Assessoren ohne die ansonsten weltweit zusätzlich geforderte anspruchsvolle RICS-Prüfung direkt RICS-Mitglied werden können und die Berufsbezeichnung MRICS führen dürfen." Judith Gabler, Director of Operations Europe und Regional Manager DACH der RICS.

    "Die RICS ist mit 118.000 Mitgliedern in 146 Ländern der weltweit größte und bedeutendste Berufsverband für Immobilienfachleute. Mit diesem Vertrag erkennt das Oberprüfungsamt die hohen Standards der RICS an. Zur Förderung des Berufsstandes in der Geodäsie ist es besonders wichtig, die Ausbildung für Führungskräfte attraktiv zu gestalten und gezielt auf die potenziellen Möglichkeiten der späteren Berufsausübung zu beziehen. Diese Kooperationsvereinbarung ist damit ein bedeutender Meilenstein im Sinne der Nachwuchsinitiative der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (DVW) im Rahmen der Verbändekampagne ´Arbeitsplatz Erde´ unter der Dachmarke ´Die Geodäten´," ergänzt Prof. Dr. Klaus Kummer, Ministerialdirigent im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt und als Kuratoriumsvorsitzender federführend auf Seite des Oberprüfungsamts.

    Das Oberprüfungsamt ist eine Sonderstelle im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Es qualifiziert die Master-Absolventen der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation mit dem Staatsexamen als Führungskräfte für Verwaltung und Wirtschaft – so auch für den Bereich der Immobilienwertermittlung. Seit Bestehen des Oberprüfungsamtes haben mehr als 5.000 Geodäten das Staatsexamen dort abgelegt. Mit der Reform des technischen Referendariates ist das Geodäsie-Studium zusammen mit dem technischen Referendariat in der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformation (vormals: Vermessungs- und Liegenschaftswesen) als modulares, aufeinander abgestimmtes Gesamtausbildungssystem konzipiert worden.

    "Für dieses Gesamtausbildungssystem ist jetzt der Übergang zur Berufsausübung, zusätzlich zur Beamtenlaufbahn und zur Zulassung als Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur, durch den Kooperationsvertrag auch bezüglich der Immobilienwirtschaft fest verankert worden. Dies betrifft maßgeblich Bereiche wie z.B. Immobilienwertermittlung, Asset Management, Immobilienmarkt-Research und Projektentwicklung." Carla Seidel FRICS, Vorsitzende der RICS Professional Group (PG) Geomatics

    Für die RICS waren bei der Unterzeichnung Maarten Vermeulen FRICS, Regional Managing Director, Europe, Russia & CIS, Judith Gabler, Regional Director, Germany, Austria & Switzerland, Martin Eberhardt FRICS, Vorsitzender RICS Deutschland, Carla Seidel FRICS, Vorsitzende PG Geomatics, Mathias Kaden MRICS, stellvertretender Vorsitzender PG Geomatics sowie Ingo Schierhorn FRICS, Vorstandsmitglied RICS Deutschland und zuständig für das Prüfungswesen anwesend.
    Das Oberprüfungsamt wurde vertreten durch Ministerialdirigent Prof. Dr. Klaus Kummer, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Ministerialrat Peter Neu, Direktor des Oberprüfungsamtes für das technische Referendariat sowie Robert Tropartz, Ministerialrat im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt und Prüfer im Oberprüfungsamt.

    Weitere Informationen: http://www.rics.org/de/



    Bild: v.l.n.r.: Maarten Vermeulen FRICS, Judith Gabler, Ministerialdirigent Prof. Dr. Klaus Kummer, Ministerialrat Peter Neu
    Bild: v.l.n.r.: Maarten Vermeulen FRICS, Judith Gabler, Ministerialdirigent Prof. Dr. Klaus Kummer, Ministerialrat Peter Neu

  6. Sieben Stunden Ruhe am Flughafen Frankfurt
    Geodatenmanagement liefert Entscheidungsgrundlage für Einführung der Lärmpause

    Mehr Ruhe für die Anwohner des Frankfurter Flughafens – das ist erklärtes politisches Ziel der Landesregierung in Hessen. Im Auftrag des Umwelt- und Nachbarschaftshaus in Kelsterbach hat Disy fünf Modelle für eine längere Lärmpause analysiert und dabei ermittelt, bei welchem Modell die meisten Betroffenen mehr Ruhe bekommen.


    Die hessische Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Lärmbelastung rund um den Frankfurter Flughafen zu reduzieren und möchte das geltende sechsstündige Nachtflugverbot durch die Einführung einer zusätzlichen Lärmpause ergänzen. Damit möchte man den betroffenen Anwohnern morgens und abends im Wechsel eine Stunde mehr Ruhe geben und die nächtliche Lärmpause auf sieben Stunden verlängern. Damit die Anwohner eine Chance auf einen ausreichenden und erholsamen Nachtschlaf haben, sollen im Wechsel von 22 bis 5 Uhr oder von 23 Uhr bis 6 Uhr in der Umgebung des Frankfurter Flughafens in keinem Schlafzimmer bei gekipptem Fenster mehr als sechs Schallereignisse von mehr als 58 Dezibel (dB(A)) außen auftreten. Dies entspricht innen etwa 43 dB(A) und erlaubt einem durchschnittlich empfindlichen Menschen ungestörtes Weiterschlafen.

    Fünf Modelle für Probebetrieb

    Von dieser zusätzlichen Lärmpause sollen einerseits möglichst viele Betroffene profitieren, andererseits darf dadurch nicht die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens gefährdet werden. Deshalb hat das hessische Verkehrsministerium zusammen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), dem Flughafenbetreiber Fraport und der Deutschen Lufthansa insgesamt 256 theoretisch denkbare Varianten für die unterschiedliche Nutzung der Start- und Landebahnen entwickelt und zunächst unter sicherheitstechnischen, wirtschaftlichen sowie betrieblichen Aspekten geprüft und bewertet. Fünf Modelle haben sich dabei für einen Probebetrieb als möglich erwiesen.

    „Uns wurden diese fünf Modelle zur Prüfung vorgelegt, die wechselnde Nutzungen der Start- und Landebahnen in den Randstunden vorsahen und alle zunächst aus reinen Kapazitätsgründen realisierbar gewesen wären“, erklärt Günter Lanz, Geschäftsführer des Umwelt- und Nachbarschaftshauses in Kelsterbach (UNH). Diese vom Land Hessen geschaffene unabhängige Informationsstelle sammelt Fakten zum Flugverkehr, wertet sie aus und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. „Unsere Aufgabe bestand darin, bei allen fünf Modellen gemeinsam mit weiteren Experten zu analysieren, wie viele Menschen bei den jeweils vorgeschlagenen Bahnnutzungen eine geringere Lärmbelastung und wie viele eine höhere erfahren und bei wie vielen sich keine Änderung ergibt. Der Weg dahin war nicht ganz einfach, aber wir haben ihn erfolgreich beschritten – auch dank der Unterstützung von Disy“, sagt Günter Lanz.

    Datenbankbasierter Lösungsansatz von Disy

    Dazu hat Disy – unter Einbeziehung der GIS- und Reportingsoftware Cadenza sowie der Datenbanktechnologie von Oracle Spatial – Gemeindegrenzen, soziodemographische Daten mit Ergebnissen der Fluglärmberechnungen auf Datenbankebene verschnitten und diese mit der Bevölkerungsdichte unterlegt. Diesen datenbankbasierten Lösungsansatz hat Disy schon in vielen Projekten erfolgreich angewendet. Und auch im Lärmpausenprojekt hat er sich bewährt, weil damit große Datenmengen in Verbindung mit komplexen Verschneidungsalgorithmen in kurzer Zeit effektiv verarbeitet werden konnten. „Dieser Ansatz in Verbindung mit der integrierten Auswertung von Sach- und Geodaten in Cadenza, war ein entscheidender Vorteil bei der Bewertung der fünf Varianten“, resümiert Günter Lanz. „Denn dadurch konnten die Daten nicht nur kartographisch aufbereitet und analysiert, sondern es konnte am Ende des Analyseprozesses auch mit einer Tabelle kommunenscharf bilanziert werden, wie viele Menschen je Modellvariante entlastet, belastet oder nicht betroffenen sind. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil war die grafische Ergebnisdarstellung mittels in Cadenza erzeugten Verschneidungskarten. Erst sie machen es vielfach möglich, tabellarische Ergebnisse optisch nachvollziehen und verstehen zu können.

    Diese vom UNH und Disy durchgeführte Prüfung ergab, das Modell 4 die meisten Betroffenen entlastet. Deshalb wurde es zu Beginn des Sommerflugplanes Ende April für den einjährigen Probebetrieb eingeführt. Dieses Modell sieht vor, dass bei Westwind, der an drei von vier Tagen weht, während der Lärmpause einzelne Bahnen vermehrt, andere dafür gar nicht genutzt werden. Dadurch werden im Rhein-Main-Gebiet 105.000 Menschen entlastet und 65.000 Menschen belastet. „Das ist ein Nettogewinn von 40.000 Menschen, die nun nach den genannten Definitionen eine Lärmpause erhalten“, sagt Günter Lanz. „Mit Cadenza konnten wir das sehr genau analysieren und die Ergebnisse den Entscheidern anschaulich präsentieren. Das Ergebnis hat eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die verantwortlichen Stellen geliefert, die akzeptiert und zur Entscheidungsfindung genutzt wurde.“

    Weitere Informationen: www.disy.net/

    Bild: Disy_Lärmpause_1

  7. Integrierte Geowissenschaftliche Landesaufnahme Baden-Württemberg (GeoLa)
    Geowissenschaftliche Daten über den Untergrund

    Seit Anfang 2015 steht für die gesamte Landesfläche von Baden-Württemberg ein homogener, fachübergreifender und blattschnittfreier digitaler geowissenschaftlicher Datensatz zur Verfügung. Die darin enthaltenen Geofachdaten der Themenbereiche Geologie, Bodenkunde, Hydro-, Ingenieur- und Rohstoffgeologie sind inhaltlich aufeinander abgestimmt. Damit wurde vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg (LGRB) durch GeoLa eine völlig neue digitale Produktpalette geschaffen


    Artikel LGRB-Nachrichten 04/2015 als PDF:
    www.lgrb-bw.de/download_pool/lgrbn_2015-04.pdf/


    Bei einer Informationsveranstaltung am 23. April 2015 in Freiburg wurden Methoden, Daten, Produkte und Vertriebswege den etablierten und künftigen Nutzern sowie allen weiteren Interessierten vorgestellt. In ihrer Begrüßungsrede betonte Frau Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts und Grundlage der Informations-, Wissens- und Bürgergesellschaft.“

    In diesem Kontext stellen qualitätsgesicherte geowissenschaftliche Fachdaten des LGRB eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Nutzung von Flächen und natürlichen Ressourcen des Untergrunds sowie für die Abwehr von Geogefahren dar. In weiten Teilen Baden-Württembergs, insbesondere in den Entwicklungs- und Verdichtungsräumen, ist seit Jahrzehnten eine zunehmende Flächennutzungskonkurrenz zu verzeichnen. Dies führt dazu, dass – neben anderen Anforderungen – Planungsgrundlagen räumlich immer feiner aufzulösen sind. Daneben ist die Zusammenschau aller geowissenschaftlichen Informationen mit Raumbezug entscheidend. Bei Planungen stehen unverändert die oberflächennahen geologischen Gegebenheiten im Vordergrund. Für den Fall, dass auch Belange im tieferen Untergrund relevant werden, stehen auch hierfür qualitätsgesicherte Grundlageninformationen zur Verfügung, die durch Methoden der 3D-Modellierung generiert wurden.

    Die Konzeption der Integrierten Geowissenschaftlichen Landesaufnahme Baden-Württemberg (GeoLa) geht auf das Jahr 2003 zurück. Bereits lange vor der EU-INSPIRE-Richtlinie und dem Landesgeodatenzugangsgesetz wurden entscheidende Weichenstellungen für eine moderne, effektive, effiziente und zukunftweisende Geodatenhaltung und Produkterstellung vorgenommen. Der nun vorliegende Datensatz ist ein maßgeblicher Beitrag der Landesgeologie zu einer modernen Verwaltung. Damit ist die Grundlage geschaffen, aktuelle Geofachdaten sachgerecht und zukunftsfähig bereit zustellen, zu pflegen und fortschreiben zu können.

    Die GeoLa-Fachdaten sind für den mittleren Maßstabsbereich konzipiert. Dies bedeutet, dass die Informationen der Geofachdaten innerhalb eines Maßstabsbereichs von ca. 1 : 25 000 bis 1 : 50 000 sachgerecht interpretiert werden können. Die GeoLa-Fachdaten sind seit 1.April 2015 der neue amtliche Referenzdatensatz des LGRB und lösen die bisherigen Kartenwerke der Geologischen Karte von Baden-Württemberg 1 : 25 000 und der Bodenkarte von Baden-Württemberg 1 : 25 000 ab.

    Durch die Fortschreibungsfähigkeit der Daten wird ihre Aktualität und Qualität langfristig gewährleistet. Die noch zu erstellenden digitalen Erläuterungen werden das gesamte Datenangebot inhaltlich ergänzen. Die Daten werden auf dem LGRB-Kartenviewer und als WMS-Dienst angeboten. Sie können auch als Vektordaten und in naher Zukunft als gedruckte Karten (geplanter Plot-On-Demand-Service) für beliebige Raumausschnitte bezogen werden. Eine Aufstellung der GeoLa-Fachdaten und -Dienste sowie vorhandener GeoLa-Kartensichten finden sich auf der Homepage des LGRB unter http:// www.lgrb-bw.de/aufgaben_lgrb/geola/produkte_geola. Die GeoLa-Fachthemen der ober flächennahen Geologie fließen in ein momentan noch im Aufbau befindliches geologisches 3D-Modell Baden-Württemberg ein, das die Raumlage der Gesteinspakete bis in mehrere 1000 m Tiefe abschätzt. Beide Datensätze sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich. Die 3D-Informationen dienen u. a. im Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (ISONG) zur Abschätzung des geothermischen Potenzials und geben Hinweise auf Risiken beim Abteufen von Bohrungen. Zukünftig werden aus den 3D-Modellen abgeleitete Kartenthemen auch direkt im GeoLa-Objektartenkatalog bereitgestellt. Weitere Informationen siehe unter:

    www.lgrb-bw.de/aktuell/

    sowie LGRB-Informationen 21 und 25. LGRB-Informationen, Heft 21: Das geologische Landesmodell von Baden-Württemberg: Datengrundlagen, technische Umsetzung und erste geologische Ergebnisse.LGRB-Informationen, Heft 25: Beiträge zur Geologie und Bodenkunde in Baden-Württemberg.

     

  8. Das Schiefergas in Schwedens Kruste ist jung
    Tektonik und tiefe Biosphäre

    Das in Schwedens Erdkruste vorhandene Schiefergas (shale gas) ist vergleichsweise jung. Ein internationales Team von Geoforschern stellte fest, dass sich die Methanvorkommen im schwedischen Alaunschiefer wohl erst mit dem Abschmelzen des Eispanzers vor rund 12.000 Jahren bildeten. Zudem ist das Erdgas durch einen komplizierten Wechselmechanismus von Tektonik und tiefer Biosphäre entstanden. Unter Leitung von Hans -Martin Schulz vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ konnten diese Methanbildungsprozesse mit einem neuen hydrogeochemischen Modellierungsansatz erstmals für Europa aufgelöst und quantifiziert werden.


    Vor 300 Millionen Jahren bildete sich im heutigen Europa das Variszische Gebirge. Dieses Gebirge ist längst verschwunden, aber seine Entstehung führte zur Dehnung der Erdkruste im jetztigen Nordeuropa. Dadurch konnte Magma aufsteigen und in die oberen Schichten des Erdkörpers eindringen. Die Hitze des Magmas kochte die organischen Bestandteile der darüberliegenden dunklen Tonsteine zu Öl, das den Gesteinskörper durchtränkte.



    Mit dem Abschmelzen der bis zu drei Kilometer dicken Gletscher am Ende der letzten Eiszeit erfuhr Nordeuropas Erdkruste eine Druckentlastung, noch heute hebt sich der Ostseeraum mit bis zu 10 mm/Jahr. Eine Folge dieser Hebungen ist die Entwicklung von Bruchflächen, durch die Schmelzwasser in den Gesteinskörper eindringen konnte und das in den Poren befindliche hochsalinare Porenfluid aussüßte. Dieses Porenwasser im tiefen Gestein wiederum bietet dort lebenden Mikroben die Möglichkeit, sich vom gespeicherten Erdöl zu ernähren, es dabei abzubauen und es in Methan zu verwandeln. Dieses Methan findet sich jetzt in den dunklen Tonschiefern in etwa 100 Metern Tiefe.

    Weitere Informationen:
    www.gfz-potsdam.de/pressemitteilungen/article/das-schiefergas-in-schwedens-kruste-ist-jung/

  9. Der Landesplanung in die Karten schauen
    Internetportal in neuem Design

    Bürgerinnen und Bürger können sich jetzt noch besser per Internet über Landesentwicklungs- und Regionalpläne informieren. Das Landesplanungsportal ist in neuem Design freigeschaltet worden, wie Wirtschaftsstaatsekretär Mathias Samson am Freitag mitteilte: „Wir begreifen Planung als offenen, kommunikativen Prozess und lassen uns gerne in die Karten schauen.“


    Die Seite www.landesplanung.hessen.de bietet Einblick in alle Aspekte der Raumplanung. Wo liegen Schutzgebiete und Grünzüge? Welche Flächen sind für Siedlungsentwicklung, Infrastruktur oder Erneuerbare Energien reserviert? Wo sind Straßen und Schienenwege geplant? Diese und andere Informationen sind mit verbesserter Navigation und schnelleren Ladezeiten abrufbar. Dabei ist eine Suche über die Postleitzahl, den Gemeindenamen bis hin zu Straße und Hausnummer möglich. Selbstverständlich können alle Themen beliebig miteinander kombiniert und anschließend maßstabsgetreu ausgedruckt werden. Ein ausführliches Hilfemenü erleichtert Einsteigern das Zurechtfinden mit den Funktionen des Kartenviewers. „Wir begreifen Planung als offenen Prozess und lassen uns gerne in die Karten schauen.“ Das Landesplanungsportal nutzt den Kartenviewer aus dem Geoportal Hessen mit wichtigen Funktionen. Damit ist es beispielsweise möglich, Flächen und Strecken zu vermessen. Hinzu kommen viele weitere Informationen wie etwa gesetzliche Grundlagen. „Das Landesplanungsportal ist ein wichtiges Hilfsmittel für Planungsbüros, Behörden und Wissenschaft“, erläuterte Samson. „Aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier informieren, wie unser Lebensraum in den nächsten Jahren genutzt werden soll.“
    Weitere Informationen: www.landesplanung.hessen.de/

  10. INTERGEO positioniert UAS-Aussteller neu

    Die INTERGEO, weltweit führende Fachmesse und Kongress für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, positioniert sich noch fokussierter im innovativen Marktsegment der Hersteller und Dienstleister rund um unbemannte Flugsysteme. Mit rund 70 Herstellern von Unmanned Aerial Systems (UAS) sowie Dienstleistern, die Anwendungen auf Basis von UAS anbieten, war die INTERGEO bereits 2014 die größte UAS-Messe im deutschsprachigen Raum.

    Die INTERGEO, weltweit führende Fachmesse und Kongress für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, positioniert sich noch fokussierter im innovativen Marktsegment der Hersteller und Dienstleister rund um unbemannte Flugsysteme. Mit rund 70 Herstellern von Unmanned Aerial Systems (UAS) sowie Dienstleistern, die Anwendungen auf Basis von UAS anbieten, war die INTERGEO bereits 2014 die größte UAS-Messe im deutschsprachigen Raum.

    „Interaerial SOLUTIONS“ schafft klare Positionierung
    Darauf baut die INTERGEO nun mit einem neuen, stark anwendungsorientierten Konzept auf: Die Themenplattform „interaerial SOLUTIONS“ in Halle 8 der Stuttgarter Messe trägt der rasanten Entwicklung in dem noch jungen Marktsegment Rechnung. „Allein gegenüber den Präsentationen auf der INTERGEO 2010 hat sich der Anteil an Herstellern von UAS und Dienstleistern aus diesem Segment kontinuierlich auf über zehn Prozent der Aussteller im Jahr 2014 erhöht. Mit der ,interaerial SOLUTIONS‘ positionieren wir das Thema klar strukturiert für die Fachbesucher und Anwender“, so Olaf Freier, Geschäftsführer des INTERGEO-Organisators HINTE GmbH.
    Mit dem neuen Standkonzept, einem begleitendem Forum sowie der „Flightzone“ als ausgewiesenem Außenfluggelände zeigt die INTERGEO, was die Branche an Neuheiten und innovativen Anwendungsfeldern rund um Inspektion und Monitoring sowie Vermessung, Kartographie und GIS-Datenerfassung zu bieten hat. Mit Best-Practice-Anwendungen, Produktneuheiten und Live-Demos wird die „interaerial SOLUTIONS“ zum Landeplatz für Hersteller und Anwender dieses jungen, innovativen Marktsegments.

    Aussteller begrüßen Weiterentwicklung
    Matthew Wade, Marketing- und Communications Manager des Schweizer Drohnenherstellers senseFly SA, unterstützt die Weiterentwicklung: „Was für eine großartige Idee – wir sind dabei! Die ,interaerial SOLUTIONS‘ ist definitiv ein Plus für die Besucher, die zur INTERGEO kommen, um UAV-Lösungen zu vergleichen.“
    Auch Sebastian Siebert, Produktmanager der Aibotix GmbH aus Kassel, begrüßt die Unterstützung der UAS-Aussteller: „Wir betrachten die aktuelle Entwicklung der INTERGEO aufmerksam und mit Freude, da die Messe auf diese Weise immer interessanter für die mittlerweile vielfältigen Anwendungen im Bereich der unbemannten Luftfahrzeuge wird.“

    UAV DACH als Kompetenzpartner
    Die schnelle Erfassung von georeferenzierten Daten durch unbemannte Luftfahrzeuge sowie deren rasche Analyse und Präsentation führt zu immer neuen Anwendungsfeldern und Märkten. In der Vermessung, bei topographischen Aufnahmen, der Baufortschrittsdokumentation und vielen Beispielen mehr, haben unbemannte Flugsysteme ihren festen Platz bereits gefunden. Bei Inspektionen von Hochspannungsleitungen, Staudämmen oder Tagebauen gehören sie unstrittig ins Portfolio der Prozesse. In Marktsegmenten wie dem Precision Farming, der nachhaltigen Forstwirtschaft und gesellschaftlich relevanten Feldern wie dem Katastrophenmanagement oder in Gefahrensituationen gewinnen sie immer mehr an Bedeutung.
    Um das Thema auch zukünftig professionell und zielgenau aufzusetzen, wurde eine Zusammenarbeit mit dem Deutschsprachigen Dachverband für Unbemannte Luftfahrzeuge UAV DACH angestoßen. Der Verband hat zum Ziel, unbemannte Flugsysteme sicher in den zivilen Luftraum zu integrieren. „Der UAV DACH bringt als Konzeptpartner der INTERGEO das Know-how ein, um die Messe stufenweise strategisch weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, weiter der wichtigste Treffpunkt rund um UAS und deren Anwendungen zu bleiben und international zu werden“, so Freier. Bernhard von Bothmer, Vorsitzender des UAV DACH: „In dieser Partnerschaft werden wir uns gegenseitig befruchten. Wir liefern unseren Sachverstand rund um Flugsicherheit und Anwendungen von UAS. Und die INTERGEO bietet unseren Mitgliedern die Plattform, sich optimal in den Geo-Anwendungsfeldern zu positionieren“.

    Weitere Informationen: www.intergeo.de/