Mit dem 7. Deutschen GeoForum wollte der DDGI die Bedeutung der Geo-IT für alle Bereiche derVerwaltung, Wirtschaft und Forschung in den Vordergrund stellen. Am 27.11.2019 trafen sich in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin über 100 Fachleute, die in den vielfältigsten Bereichen der Geoinformation arbeiten.

Die Vorstellung von aktuellen Entwicklungen in den verschieden Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung, das Kennenlernen von Anforderungen der Nutzer und Anwender und das Aufzeigen von Lösungen durch die Forschung- und Entwicklung, waren Ziele der Veranstaltung. Das GeoForum diente auch der Vernetzung der Teilnehmenden, dem Austausch von Erfahrungen und Ideen für neue Geschäftsfelder.

In der begleitenden Fachausstellung wurden Dienstleistungen und Lösungsangebote entlang dergesamten Wertschöpfungskette vorgestellt. In einer angeregten Diskussion auf dem Podium ergaben sich Ansatzpunkte für weitere Verknüpfungspunkte zur ministerialen Verwaltung und Politik. Nach dem der Staatssekretär Dr. Kerber bereits am Vorabend den Gästen des DDGI die Bedeutung und Aufgaben eines Dachverbandes und von Geoinformationen insgesamt aufgezeigt hatte, galt es beim GeoForum zu klären, inwieweit die Geoinformationsbranche dazu beitragen kann, die zukünftigen Herausforderungen der digitalen Transformation in der Gesellschaft zu bewältigen.

 Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine Gesellschaft ohne Geoinformation nicht mehr funktionieren kann, erst recht nicht in einer digitalen Welt. Sie fordern die Politik und Regierung auf, neben dem breiten Einsatz von OpenData auch die Vernetzung der verschiedenen Anwender untereinander zufördern. Dies sind nur beispielhaft genannt die Feuerwehren, Wasserverbände und die Geoinformationsverwaltungen.

Dabei gilt es auch die Geoinformationen der Wirtschaftsunternehmen sinnvoll in die Datenbestände zu integrieren. Dabei muss das Ziel sein, auch die lizenzrechtlichen Aspekte zu berücksichtigen.

Wenn die Bundesregierung einengemeinsamen Ansprechpartner für alle Bereiche der Geoinformation benennt, wäre für die gesamte Branche viel erreicht.

Fazit

Die drängenden Themen unserer Zeit, wie Klimawandel, Starkregen- und Hochwasserereignisse, die der zukünftigen Mobilität, einer nachhaltigen Landwirtschaft und einerCO2-neutralen Energieerzeugung u.v.a., von denen wir heute gehört haben, lassen sich ohne Geoinformation nicht lösen. Diese Problemstellungen sind Ressort- und Technologie übergreifend. Gerade die GeoIT ist befähigt, Ressort- und Technologie übergreifende Lösungsangebote für diezukünftigen Problemstellungen bereitzustellen.

Hierzu sind interdisziplinäre Vorgehensweisen notwendig und es bedarf auch Institutionen, wie die von Dachverbänden, die Branchen- und Technologie übergreifend die Akteure zusammenführt.

Berlin, 27.11.2019