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  1. Mit der rohstoffgeologischen Bestandsaufnahme im Großraum zwischen Freiburg und dem Hochrhein wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht

    Kaum ein Raum im Land Baden-Württemberg weist so eine große Vielfalt an mineralischen Rohstoffen auf wie der zwischen dem südlichen Oberrhein und den Höhen des Südschwarzwalds, dem Dreisamtal und dem Hochrhein. Es wundert daher nicht, dass seit mindestens 2 300 Jahren, beginnend mit der keltischen Eisenzeit, in diesem Gebiet systematische Rohstoffgewinnung betrieben wird.

    Neben in Betrieb befindlichen 26 Gewinnungsstellen (mit einer jährlichen Förderleistung von über 4 Mio. t) liegen im bearbeiteten Areal 439 stillgelegte Steinbrüche und Gruben. Folgende wirtschaftlich interessante mineralische Rohstoffe treten dort auf:

    Lockergesteine für den Bau: Kiese, Sande, Gruse aus Graniten und MetamorphitenKeramische Rohstoffe: Löss und Lösslehm, Kaolinerde, Tone, Ton-, Schluff- und Mergelsteine aus den Opalinuston-, Jurensismergel-, Kandern- und Ornatenton-Formationen, aus dem Rotliegenden und der tertiären Elsässer Molasse
    Kalksteine für Bau und Industrie: Kalksteine der Hauptrogenstein- und der Korallenkalk-Formationen (Markgräflerland) sowie des Oberen Muschelkalks (Dinkelberg)
    Hartgesteine für Verkehrswegebau und Betonzuschlag: Granite, Porphyre und Gneisanatexite des Südschwarzwalds
    Naturwerksteine: Quarzsandsteine, Kalksandsteine, Kalksteine, Granite und Porphyre
    Industrieminerale: Gips und Anhydrit, Kalisalz,Steinsalz, Fluss- und Schwerspat
    Eisenerzeim Deckgebirge (Markgräflerland): Dogger-Eisenoolithe, Bohnerze
    Bunt- und Edelmetallerze im Grundgebirge: Zink-, Blei- und Silbererze in Hydrothermalgängen.

    Bild: LGRB
    Abb. 1: Ausschnitte aus der KMR 50 Freiburg-Süd – Schopfheim. Links: Wirtschaftlich interessante Vorkommen von Kalkstein (blau) und Kies (gelb) bei Rheinfelden, rote Schraffuren: Abbauflächen; violettes Raster: tektonische Störungszonen; U-Signatur: Verkarstungsgebiete. Rechts: Wirtschaftlich interessante Hartgesteinsvorkommen im Münstertal; rosa: Granit; hellviolett: Quarzporphyr; rotbraun: metamorphe Gesteine; blaue Linien: Erz- und Mineralgänge. Bild: LGRB

    Die rohstoffgeologischen Aufnahmen zur KMR 50 Freiburg-Süd – Schopfheim, die ein 1 120 qkm großes Gebiet überdeckt, konnten zu Jahresbeginn 2017 abgeschlossen werden. Die Bearbeitung, zu der auch die Aktualisierung von Betriebsdaten sowie drei Bohrprogramme gehörten, begann im Jahr 2012. Die KMR 50 Freiburg-Süd – Schopfheim beinhaltet neben einem Datenträger vier gedruckte Karten und ein 432 Seiten umfassendes Erläuterungsheft. Darin beschrieben sind 151 verschiedene, wirtschaftlich bedeutsame Gesteinsvorkommen; ausführlich wird auf die Geschichte der Rohstoffgewinnung einschließlich des Bergbaus auf o. g. Erze und Industrieminerale eingegangen. Über den WMS-Dienst des LGRB (unter: www.lgrb-bw.de) können alle Sach- und Geometriedaten abgerufen werden.

    Bild:  LGRB
    Abb. 2: Übersicht über die bislang erschienenen Blätter der KMR 50 von Baden-Württemberg (Stand Mai 2017); dargestellt sind auch die in Betrieb befindlichen Rohstoffgewinnungsstellen. Bild: LGRB

    Das LGRB führt bevorzugt dort Bestandsaufnahmen und Bewertungen von Rohstoffvorkommen durch, wo Regionalpläne im Entstehen sind; im vorliegendenGebiet sind dies vor allem die Arbeiten zum neuen Regionalplan Hochrhein-Bodensee. Eingegangen sind in die Karten aber auch die Kartierungs- und Erkundungsarbeiten in der Region Südlicher Oberrhein, wo mit zahlreichen Bohrungen vor allem die Kies- und Kalksteinvorkommen untersucht wurden. Die Ergebnisse wurden im 2016 verabschiedeten Regionalplan berücksichtigt.

    Mit der neuen KMR 50 wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Fachgrundlagen für die Regionalplanung werden seit 1999 (Blatt Balingen) Schritt für Schritt in Form der Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50.000 (KMR 50) Behörden, beratenden Büros und der interessierten Öffentlichkeit in gedruckter und digitaler Form zugänglich gemacht. Mit Erscheinen der KMR 50 Freiburg-Süd – Schopfheim konnte mittlerweile mehr als die Hälfte der Landesfläche im Detaillierungsgrad der KMR 50 überdeckt werden (für die anderen Gebiete liegen Prognostische Rohstoffkarten oder unveröffentlichte Lager stättenpotenzialkarten vor).

    Eine Zwischenbilanz:

    Bislang wurden 27 Rohstoffkarten mit Erläuterungsheften veröffentlicht.
    Sie überdecken zusammen eine Landesfläche von 18 932 qkm.
    Dies entspricht einem Anteil an der Landesfläche von 53 %.
    Der Kartierfortschritt liegt rechnerisch im Durchschnitt bei rd. 1 000 qkm pro Jahr.

    Weil bevorzugt die besonders wichtigen Gebiete zuerst in Angriff genommen wurden, liegen im kartierten Gebiet bereits ca. 70 % der in Betrieb befindlichen Rohstoffgewinnungsstellen.

    Aktuell werden die Rohstoffkarten Schramberg, Villingen-Schwenningen und Spaichingen bearbeitet (siehe Abb. 2). Weil im Gebiet der 1999 veröffentlichten KMR 50 L 7718 Balingen viele neue Informationen hinzugekommen sind, wird dieses „Pilotblatt“ nun als erste KMR 50 überarbeitet und dann in digitaler Fassung in einer 2. Auflage veröffentlicht werden.

    Weitere Informationen: www.lgrb-bw.de



  2. Blick in das neue Geoportal der Stadt Trier

    Interessierte Bürger wollen beispielsweise wissen, ob es an der Arena Trier Behindertenparkplätze gibt? Sie wollen sich über den Bodenrichtwert eines bestimmten Stadtviertels informieren oder nach Trier reisen und sich vorab schon mal in der Stadt umschauen? Oder wird einfach nur die aktuelle Version des Amtlichen Stadtplans von Trier benötigt? Das alles und noch viel mehr bietet das neue Online-Geoportal der Stadt Trier (geoportal.trier.de.)

    © Amt für Presse und Kommunikation
    Blick in das neue Geoportal der Stadt Trier. © Amt für Presse und Kommunikation

    „Wir sind damit in dem Bestreben, unseren Einwohnern und Gästen möglichst viele Informationen bereitzustellen, einen großen Schritt vorangekommen“, sagte Baudezernent Andreas Ludwig bei der Präsentation des Angebots. Unter anderem kann der Trierer Online-Stadtplan jetzt endlich auch mit Mobiltelefonen und Tablets aufgerufen werden.

    „Das Geoportal bietet einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Informationen für Bürger und Touristen, ist aber zugleich auch ein mächtiges Instrument für Fachleute“, so die Beschreibung von Ralf Arthkamp, Leiter des Amts für Bodenmanagement und Geoinformation, in dem der Webservice  konzipiert und gepflegt wird. Die technische Plattform wurde von der Trierer Firma NETGIS entwickelt, die sich in der Ausschreibung auch aufgrund der Verwendung von Open-Source-Software gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte. Dadurch entfallen teure Lizenzgebühren.

    Funktionen des Portals

    Der Nutzer kann zunächst fünf verschiedene Kartendienste ansteuern: „Stadtplan“, „Bauen und Wohnen“, „Umwelt und Verkehr“, „Tourismus“ sowie „Partnerstädte“. Innerhalb der Kartendienste gibt es wiederum viele verschiedene Fachthemen: Wenn man zum Beispiel bei „Verwaltung und Politik“ ein Häkchen setzt, werden auf der Karte alle Standorte der Stadtverwaltung eingeblendet. Beim Klick auf einen der Standorte werden in einem Fenster zusätzliche Informationen bereitgestellt. Auch Sehenswürdigkeiten, Kitas, Wahllokale oder Parkhäuser sind als „Points of Interest“ (POI) hinterlegt. Als Hintergrund stehen verschiedene Karten zur Auswahl: der klassische Stadtplan (bunt oder grau), Luftbilder oder die neu konzipierte Stadtkarte. Links zum Solardachkataster, zum Kitaportal und zum Trierer Sportatlas ergänzen das Geoportal.

    Die Datenfülle mit allen weitergehenden Verlinkungen künftig aktuell zu halten, sei eine große Herausforderung, so Arthkamp. Dennoch steht in den kommenden Jahren auch der Ausbau des vorerst dreisprachigen Angebots auf der Agenda: Zum Beispiel könnten Baustellen, Bebauungsplanverfahren oder die von der mobilen Spielaktion erstellten Kinderstadtpläne integriert werden.

    Weitere Informationen: www.trier.de



  3. Die führende kommerzielle, zivile Drohnenmesse in Europa

    Vom 26. bis 28. September 2017 demonstriert die internationale UAV-Branche ihr Potenzial auf der INTERAERIAL SOLUTIONS in Berlin. Die größte Drohnenshow Europas findet im Rahmen der Weltleitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement INTERGEO statt. Die IASEXPO hat den klaren Anspruch, sich als wichtigster Branchentreff für kommerzielle, zivile Drohnenanwendungen in Europa zu behaupten. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

    Copyright HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH / INTERGEO
    Copyright HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH / INTERGEO

    Flight Zone

    In der IASEXPO Flight Zone inmitten der beeindruckenden Kulisse des Sommergartens der Messe Berlin heben täglich 12 bis 15 Mal Multicopter ebenso wie Fixed Wings und Hybrid-Drohnen zu spektakulären Live-Demonstrationen ab. Neben der beeindruckenden Anwendungsvielfalt von UAV, stehen vor allem die Darstellung und die Auswertungsmöglichkeiten der im Flug gesammelten Daten im Fokus. Alle Drohnenflüge werden in der Luft von einer zusätzlichen Kameradrohne bei ihrem Einsatz begleitet und gefilmt. Diese Nähe des Zuschauers zur Drohne ist nicht nur spektakulär, die Flight Zone ist die größte Outdoor-Flugshow für zivile Droheneinsätze in ganz Europa.
    Das Programm der diesjährigen Flight Zone, sowie die Time Slots der verschiedenen Firmen finden Sie unter: www.interaerial-solutions.com/interaerial-solutions/besucher/foren-praesentationen/flightzone.php.

    Startup Session

    Am Abend des zweiten Messetags, 27.09.2017, findet ab 16:00 Uhr wieder eine Startup Session statt, bei der sechs Startups ihre Businessideen für Drohnenanwendungen direkt auf der Messe präsentieren können. Bewerbungen können bis zum 10. September 2017 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    eingereicht werden. Für den Sieg zählen neben der Präsentation auch die Nachhaltigkeit der Idee, das zu erwartende wirtschaftliche Volumen, der Fortschritt des Projekts und die Vermarktungsansätze. Eine Jury aus Startup- und Drohnen-Profis kürt die ersten drei Gewinner. Als Hauptpreis erhält der 1. Platz unter anderem einen Messestand auf der INTERAERIAL SOLUTIONS 2018 in Frankfurt. Unabhängig davon werden auf einer eigenen Fläche in diesem Jahr zehn nationale und internationale Startups als Aussteller auf der IASEXPO vertreten sein.

    Drone Pioneer Award

    Erstmalig wird auf der INTERAERIAL SOLUTIONS der DRONE PIONEER AWARD verliehen, eine Auszeichnung für Drohnenanwendungen, eingebettet in eine gesamtgesellschaftliche Debatte. Der Luftraum über den Städten wird politisch neu verhandelt und eine internationale Drohnen-Szene macht sich startklar zur Ökonomisierung. Die Drohne berührt demnächst alle Bereiche unserer Gesellschaft und führt dabei weitreichende ökonomische, politische und juristische Fragen mit sich. Daher steht das Ziel des Awards, Wirkung statt Glamour zu erreichen, im Fokus.

    Die Verleihung richtet sich an Unternehmen, Startups, Organisationen und Projektgruppen, die sich mit Anwendungsthemen von Drohnentechnologie im Bereich B-2-C und B-2-B beschäftigen. Prämiert werden Problemlösungen mit Hilfe von Drohnen, die sich den in der UN Agenda 2030 formulierten globalen Zielen annehmen. Die Auszeichnung erfolgt in sieben Kategorien und wird von einer internationalen Jury bewertet - Partner wie Joschka Fischer & Company oder BerlinPartner unterstützen den Award. Initiatoren sind neben Michael Wieland von COPTERView, die Kreativagentur TRIAD Berlin und die INTERAERIAL SOLUTIONS. Führende Industrie-Unternehmen verschiedener Branchen sollen ermutigt werden, über ein Engagement für den DRONE PIONIEER AWARD unentdeckte Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen zu erschließen.

    Die Bewerbung zur Teilnahme ist in englischer Sprache bis zum 10. September 2017 per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einzureichen. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.dronepioneeraward.com.

    Frühbucherrabatt sichern

    Tickets für die IASEXPO sind ab sofort online im Vorverkauf erhältlich. Frühentschlossene profitieren bis zum 18.08.2017 von fast 15 Prozent Frühbucher-Rabatt. Tickets gibt es im INTERGEO-Ticketshop: www.messe-ticket.de/HINTE/INTERGEO2017/Shop



  4. Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge des Ausbildungsberufes Geomatiker/in 2012 - 2016

    Die Karte des Monats August 2017 stellt die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge des Ausbildungsberufes Geomatiker/Geomatikerin im Jahr 2016 dar. Zusätzlich sind diese neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für die Jahre 2012 - 2016 nach Geschlecht aufgeschlüsselt.

    Quellen: Bundesinstitut für Berufsbildung - DAZUBI (Erhebung zum 30.09. des jeweiligen Erhebungsjahres;
    Diagrammwerte aus Geschlechterverhältnissen abgeleitet), © GeoBasis-DE / BKG 2016

    Ziel der „Karten des Monats“ im Geoportal Deutschland ist es, mit interessanten Geodaten regelmäßig über aktuelle Themen in Deutschland zu informieren. Die verwendeten Geodaten werden als anschauliche Karte auf der Startseite www.geoportal.de präsentiert. Die „Karte des Monats“ kann als standardbasierter Webdienst in andere Applikationen eingebunden werden. Darüber hinaus ist ein Download der Druckversion im PDF-Format möglich. Für „Karten des Monats“ gibt es unter Angabe der Quelle keine Nutzungseinschränkungen. Sie können privat und kommerziell frei genutzt werden.

    Das Geoportal Deutschland ist eine von Bund und Ländern finanzierte Anwendung der deutschen Verwaltung. Der technische und redaktionelle Betrieb wird in enger Abstimmung mit dem Lenkungsgremium GDI-DE vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) verantwortet.

    Weitere Informationen: Geoportal Deutschland



  5. Digitale Immobilienakten und Real Estate-Prozesse aus dem Geoinformationssystem (GIS) aufrufen – dies haben Ceyoniq Technology und Asseco einfach und effektiv umgesetzt

    Ausgangspunkt war die zentrale Ablage aller Dokumente zu Immobilien bei einem gemeinsamen Kunden auf der Informationsplattform nscale als Single-Point-of-Truth. Da die Anwender jedoch in der Praxis oft räumlich über Karten und Objektsuchen im geografischen Informationssystem (GIS) LIDS einsteigen, entstand der Wunsch einer nahtlosen Integration beider Systeme. Die Umsetzung erfolgte innerhalb weniger Tage durch die Nutzung von Standardfunktionen von nscale und LIDS. Dabei zeigten sich die Vorteile der offenen Kommunikation bei modernen IT-Systemen.

    Doch wie erfolgte die Integration? LIDS unterstützt standardmäßig den Aufruf externer Links oder Programme mit Parametern, die u.a. aus Objektattributen im GIS LIDS abgeleitet werden können. Das Produkt nscale wiederum erlaubt den Aufruf der Dokumentsuche mittels http/s. Und so wurde im GIS LIDS ein entsprechender http-Aufruf an alle relevanten Immobilien-Objekte hinterlegt, der die nscale-Suchfunktion, z.B. mit der konkreten Gebäudenummer aus dem Attributfeld in LIDS ruft. Im Ergebnis erhält der Anwender eine Liste aller Dokumente, z.B. Etagenpläne, die diese Gebäudenummer enthalten und kann diese direkt aufrufen oder weiter filtern.

    Damit ist der Zugriff auf alle relevanten Daten aus dem räumlichen Kontext gegeben, was die Arbeit im Facility Management deutlich erleichtert.

    Asseco zeigt auf der INTERGEO 2017 in Berlin vom 26.09.2017 – 28.09.2017 in Halle 3.1, Stand C3.003 thematisch passend eine Vielzahl von Lösungen rund um GIS- und Asset Management-Themen.

    Weitere Informationen: www.asseco-berit.de



  6. Lea Sättele vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis ist beste Vermesserin im Land - Erich Barth, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verabschiedet sich in den Ruhestand

    „Sie übernehmen künftig gesellschaftspolitisch wichtige Aufgaben, indem Sie beispielsweise das Eigentum an Grund und Boden sichern und damit Investitionen in Immobilien und den damit einhergehenden Geschäftsideen ermöglichen“, sagte Luz Berendt, Präsident des LGL, bei der Zeugnisübergabe an die frisch gebackenen Vermessungstechnikerinnen und Vermessungstechniker. „Mein Haus, mein Land, mein Garten – dank Ihnen kein Problem. Sie wissen was hinter Google Maps und Google Earth steckt. Sie wissen, dass Navigationssysteme auf genauen Positionsbestimmungen und Kartendaten basieren und Sie diese mit Geobasisdaten, die von Ihnen erfasst werden, aktuell halten und bereitstellen“, sagt Berendt.

    „LGL, J. Meier“
    Die Absolventen mit der Note „sehr gut“ zusammen mit LGL-Präsident Luz Berendt und Erich Barth, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Quelle „LGL, J. Meier“

    Insgesamt 100 Auszubildende beendeten mit der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung ihre Ausbildung. Nach dreijähriger Ausbildungszeit wissen die neuen Vermessungstechnikerinnen und Vermessungstechniker nun auch, wie Flurstücke  katastertechnisch in zwei oder mehrere Flurstücke zerlegt oder verschmolzen werden, Gebäude effizient aufgenommen und Planungsdaten vom Papier in die Örtlichkeit übertragen werden.

    Während ihrer Ausbildungs zeit lernten 60 Auszubildende bei den Vermessungs- und Flurneuordnungsbehörden der Landratsämter, 15 Auszubildende bei Stadtmessungsämtern, 17 bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und 10 bei privaten Vermessungsbüros. Selbst eine Baufirma engagierte sich in der Ausbildung des Berufsnachwuchses.

    Große Bandbreite an zukünftigen Aufgaben „Die Ausbildung lebt durch die gemeinsamen Anstrengungen der Verwaltung, der Schulen und der freien Wirtschaft, die sich in Ausbildungsverbünden zusammentun und die Azubis untereinander austauschen. Damit lernen die Lehrlinge die große Bandbreite ihres späteren Einsatzgebietes kennen“, erklärte Erich Barth. Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

    Nach 20 Abschlussprüfungen und 1067 unterschriebenen und ausgehändigten Zeugnissen verabschiedete sich Erich Barth in den Ruhestand. Nadine Krepstakies vom Landkreistag Baden-Württemberg bedankte sich bei Erich Barth für sein großes Engagement in der Berufsausbildung und der Nachwuchegewinnung.

    Quelle „LGL, J. Meier“
    Die Jahrgangsbeste Frau Lea Sättele mit LGL-Präsident Luz Berendt. Quelle „LGL, J. Meier“

    Die Jahrgangsbeste Lea Sättele, die ihre praktische Ausbildung beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis absolviert hatte, erhielt von Susanne Krüger, Vertreterin der baden-württembergischen Geodäsieverbände, einen Geldpreis. Der Sonderpreis des Landkreistags für die beste Auszubildende bei den Landratsämtern ging ebenfalls an Lea Sättele.
     
    Theresia Grudnio (Vermessungsbüro Markstein), Jana Kleiner (Landratsamt Sigmaringen), Nicole Bierenstiel (Landratsamt Ravensburg), Daniela Graf (Stadt Freiburg), Elena Muhler (Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis) und Julian Rüdinger (Landratsamt Tuttlingen) legten ihre Abschlussprüfungen auch mit der Gesamtnote „sehr gut“ ab.

    LGL-Präsident Berendt belohnte die besten Absolventen mit einer Jahresflatrate für BW Map mobile, der LGL-App mit digitalen Karten für das Smartphone und Tablet.

    Weitere Informationen: www.lgl-bw.de



  7. Die Neue gibt es seit Juni 2017 einfach zum Download. Kein umständliches Versenden mehr per Post. Die Installation der RZI Tiefbau V2017 führen die Anwender der professionellen Tiefbausoftware online aus. Der Download erfolgt über die IB&T Cloud und ist absolut sicher. Mit der Version 2017 hat die RZI Software GmbH ihrem Tiefbau Programm abermals zahlreiche Neuerungen zukommen lassen.

    Bild_RZI
    Neue RZI Tiefbau Version 2017: DGM – Doppelte 3D-Flächen löschen Dieser neue Befehl listet alle doppelten Dreiecksmaschen auf einem Layer auf und löscht diese Duplikate. Der Doppelklick auf einen Listeneintrag löst einen Zoom auf die entsprechende 3D-Fläche in der Zeichnung aus.

    Neue und erweiterte Features sind primär in die Bereiche Punktverwaltung, Digitales Geländemodell, Straßenplanung, Kanalplanung und in die REB Abrechnungstools geflossen. Beispielsweise lassen sich im DGM leicht doppelte Dreiecksmaschen listen und aus der Zeichnung löschen. Der erweiterte Profilfilter ist mit grafischen Funktionen ausgestattet und der Profilmanager ermittelt neuerdings Abzugsflächen.
     
    Vom 26.-28. September 2017 präsentiert die RZI Software GmbH die Neuheiten auf der INTERGEO in Berlin in der Halle 2.1 auf dem Stand C2.020 der IB&T Unternehmensgruppe und auf dem BricsCAD Partnerstand C2.061.
    RZI Tiefbau ist eine Software für die Infrastrukturplanung und nutzbar auf den Plattformen AutoCAD®, Map 3D, Civil 3D und BricsCAD®. Anwender erledigen alle Aufgaben vom Vorentwurf bis zur Bauabrechnung, Bestandserfassung, Straßen- und Kanalplanung und Wasserwirtschaft.
     
    Rund 2.500 Arbeitsplätze sind mit RZI Tiefbau ausgestattet. Die professionelle Tiefbausoftware enthält eine umfassende Online-Dokumentation. Zusätzlich lassen sich Schulungen oder Consultingleistungen buchen. Per Wartungsvertrag sichern sich die Anwender einen leistungsstarken Telefon- und Online-Support. Zu den Kunden der RZI Software GmbH zählen Ingenieur- und Vermessungsbüros jeder Größenordnung, Straßenplaner, Kanalplaner, Kommunen, Landkreise, Bauämter, Entsorgungsbetriebe, Baufirmen und Landschaftsplaner und Architekten.

    Mit easyTrack und der Dynamischen Schleppkurve bietet RZI auch ein erprobtes Profi-Tool für den Schwerlast- und Schleppkurvennachweis an.

    Weitere Informationen: www.rzi.de



  8. 89 junge Menschen beginnen am 1. August ihre Ausbildung beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN). Sie werden verteilt über ganz Niedersachsen für die nächsten drei Jahre in einer der neun Regionaldirektionen oder bei der Landesvermessung ihr berufliches Zuhause finden.

    Bild: LGLN
    Auch das gehört dazu: Auszubildende des LGLN präsentieren sich auf der IdeenExpo (Bild: LGLN)

    Die überwiegende Mehrzahl stellen die 81 angehenden Vermessungstechniker*innen. Dazu kommen sechs zukünftige Geomatiker*innen bei der Landesvermessung und der Regionaldirektion Hameln-Hannover sowie zwei angehende Verwaltungsfachangestellte bei den Regionaldirektionen Osnabrück-Meppen und Sulingen-Verden.

    Bild: LGLN
    Michel Golibrzuch ist seit Juni 2017 Präsident des LGLN (Bild: LGLN)

    Um geeignete Nachwuchskräfte zu gewinnen, setzt das LGLN vor allem auf die Ausbildung junger Leute und hat bereits 2016 die Kontingente kräftig aufgestockt. „Insgesamt beschäftigen wir jetzt 230 Auszubildende, davon 210 in der Vermessungstechnik. Hinzu kommen landesweit 35 ehemalige Auszubildende, die ein von uns finanziertes Bachelorstudium der Angewandten Geodäsie, Geoinformatik oder Geomatik absolvieren", erklärt Präsident Michel Golibrzuch, seit Juni 2017 Präsident des LGLN.

    Erstmals wurden in diesem Jahr acht Ausbildungsplätze für das neu aufgelegte sogenannte abiStudiumGeoIT bereitgestellt. In diesem Programm werden drei junge Frauen und fünf junge Männer mit dem Abitur in der Tasche als Auszubildende und später als Teilzeitbeschäftigte bei den Regionaldirektionen Oldenburg-Cloppenburg, Aurich und Otterndorf beschäftigt. Teilweise parallel absolvieren sie eine Ausbildung in der Vermessungstechnik und ein Bachelorstudium der Angewandten Geodäsie an der Jade Hochschule in Oldenburg.

    Jedes Jahr sucht das LGLN für seine Ausbildungsplätze niedersachsenweit junge Menschen, die sich gerne mit Computern und multimedialen Technologien beschäftigen, gute Kenntnisse in Mathematik, Informatik und Geografie haben, Liebe zum Detail, Sorgfalt und Geduld mitbringen und auch die Arbeit an der frischen Luft nicht scheuen. Wer mag, kann sich nach der Ausbildung um eine Festanstellung oder einen dualen Studienplatz bewerben oder gleich über das abiStudiumGeoIT einsteigen. Die Chancen sind gut.

    Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN)
    Zum LGLN gehören die Landesvermessung und neun Regionaldirektionen mit insgesamt 53 Katasterämtern, den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst.
    Das LGLN sorgt dafür, dass
    • Gebäude und Grenzen im Liegenschaftskataster rechtssicher verzeichnet sind,
    • durch ein amtliches Satellitenpositionierungssystem präzise gemessen werden kann,
    • für jede Fläche und jedes Gebiet Pläne, Karten, Luftbilder, 3D-Laserdaten, Gelände- und Landschaftsmodelle zur Verfügung stehen,
    • mit Bodenrichtwerten und Berichten für Transparenz auf dem Grundstücksmarkt gesorgt wird,
    • Kampfmittel aus den Weltkriegen geborgen, entschärft und abtransportiert werden und
    • über eine einheitliche Dateninfrastruktur landes-, bundes- und europaweit Geodaten zusammengeführt werden.

    Mehr zum Ausbildungsberuf Vermessungstechnik
    Mehr zum Ausbildungsberuf Geomatik
    Mehr zum abiStudiumGeoIT



  9. ...weil Geodaten die Zukunft sind

    Ausbildung oder Studium? Oder doch lieber beides? Die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) bietet sowohl eine Ausbildung als auch ein duales Studium an. Am 1. August 2017 haben 22 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium bei den sieben Ämtern für Bodenmanagement (ÄfB) begonnen.

    Bild: HVBG
    Die Einführung in Rotenburg an der Fulda erfolgt für Geomatiker/innen und Dual-Studierende sowie Vermessungstechniker/innen aus ganz Hessen gemeinsam.In den Reihen der 46 Teilnehmer/innen sitzen Realschüler/ innen neben Archäologen mit Masterabschluss und studierten Vermessungsfachkräften. Die Vielfalt spiegelt sich auch beim Alter wider – zwischen 16 und 35 Jahren ist der Nachwuchs. Bild: HVBG

    Zwei Berufe mit Zukunft

    Ob Geomatiker/in oder Ingenieur/in – es handelt sich um zukunftsorientierte Berufe, denn die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Navigationsgeräte und Apps für das Smartphone - Informationen mit Raumbezug, die so genannten Geodaten, werden auf allen Ebenen unseres Lebens benötigt. Sie sind beim Breitbandausbau essenziell oder im Bereich Energie - zum Beispiel um Solar- und Windpotenzialflächen zu berechnen oder um Sichtbarkeitsanalysen für Windkraftanlagen durchzuführen. Es können demografische Entwicklungen aufgezeigt werden und von Hochwasser gefährdete Gebiete visualisiert werden. Ganz gleich um welchen Bereich des Lebens es sich handelt, die Zukunft heißt Geodaten. 22 junge Menschen haben sich dazu entschlossen, Teil dieser Zukunft zu werden und eine Ausbildung (15 Auszubildende) oder ein duales Studium (sieben Studierende) bei den Ämtern für Bodenmanagement (ÄfB) zu absolvieren.

    Der Nachwuchs der HVBG

    Der eine mag‘ Fußball, eine andere Volleyball und wieder ein anderer lieber Motorsport. Dann gibt es da noch die Leidenschaft für das Tanzen und Zeichnen sowie das Saxophon oder die Posaune. Die Interessen der neuen Auszubildenden und Studierenden sind unterschiedlich und genau so unterschiedlich sind sie auch auf die Ausbildung bzw. das duale Studium in der HVBG aufmerksam geworden: Einige haben ganz bewusst recherchiert, andere haben sich beraten lassen oder sind durch Dritte darauf aufmerksam geworden. Doch etwas haben alle gemeinsam: sie alle interessieren sich für einen technischen Beruf mit Perspektive.

    Die Ausbildung in der HVBG

    Während ihrer Ausbildung zu Geomatikern lernen die jungen Menschen in erster Linie raumbezogene Daten - also Daten, die die Lage, Höhe oder Form eines Objektes beschreiben - zu erfassen, erheben, verarbeiten und veranschaulichen. Sie werden darüber hinaus Methoden der visuellen Kommunikation und grafischen Gestaltung von Karten erlernen und Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimediale Produkte umsetzen.

    Das duale Studium in der HVBG

    Das neue duale Bachelor-Studium „Geoinformation und Kommunaltechnik“ (GeKo dual) in der HVBG vereint Theorie und Praxis. Das Studium findet in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences statt. In der Hochschule lernen die Studierenden raumbezogene Daten zu erfassen und zu analysieren. Des Weiteren werden sie befähigt, organisatorische und technische Aufgaben im kommunalen Umfeld zu lösen.
    Das Besondere an ihrem dualen Studium ist, dass sie während ihres Studiums auch eine Ausbildung zur Geomatikern beim jeweiligen AfB absolvieren. Sie lernen, mit spezieller Software Daten am Computer auszuwerten und in Karten, Pläne und dreidimensionale Darstellungen zu verwandeln. Daraus entstehen aktuelle Liegenschaftskarten und verschiedenste Anwendungen für viele Bereiche des täglichen Lebens, wie auch die Daten in den mittlerweile unverzichtbaren Navigationsgeräten.

    Sowohl der Ausbildungsberuf als auch das duale Studium zielen darauf ab, jungen Menschen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten beim Umgang mit raumbezogenen Daten, den so genannten Geodaten, zu vermitteln.

    Die Perspektiven

    Und was erwartet sie als Geomatiker/innen und Bachelor of Engineering nach der Ausbildung und dem dualen Studium? – Auf jeden Fall gute Perspektiven in allen Bereichen der Ämter für Bodenmanagement (ÄfB), beispielsweise in den Bereichen „Landesvermessung“ und „Liegenschaftskataster“, „städtisches und ländliches Bodenmanagement“, im „Geoinformationsmanagement“ oder der „Immobilienwertermittlung“.

    Weitere Informationen unter: hvbg.hessen.de/über-uns/ausbildung



  10. Forscher präsentieren Erkenntnisse aus FuE-Projekt SmartRegio

    Wie lassen sich orts- und raumbezogene Trends aus Massendaten erkennen, so dass Firmen und Gewerbetreibende ihre strategische Planung lokal und regional optimieren können? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Smart-Data-Forschungsprojekts SmartRegio.

    Bild Disy
    SmartRegio Startgrafik. Bild Disy

    Am 07.09.2017 präsentieren die Forscher ihre Erkenntnisse im Rahmen eines Workshops der interessierten Öffentlichkeit.
    Lassen sich Verhaltensmuster beim Stromanbieterwechsel erkennen, die dabei helfen, die Abwanderung von Kunden zu neuen Anbietern zu verhindern oder rückgängig zu machen? Und treten solche Verhaltensmuster vielleicht gehäuft in bestimmten Stadtvierteln oder Wohnlagen auf, wo man durch gezielte Angebote oder Werbemaßnahmen entgegenwirken könnte? Fragen wie diese können Stromanbieter nur dann zuverlässig beantworten, wenn sie auf geeignete Daten zurückgreifen und diese im richtigen Kontext auswerten können. Auch für kommunale Verwaltungen sind raumbezogene Entwicklungen von großem Interesse für ein nachhaltiges Agieren. Sie interessieren sich beispielsweise für auffällige demographische Unterschiede und Entwicklungen in verschiedenen Stadtteilen, mit entsprechenden Konsequenzen für Infrastruktur und Stadtplanung.

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    SmartRegio Karte Initiatorenanalyse. Bild Disy

    SmartRegio erforscht Big-Data-Technologien für räumliche Datenanalysen

    Mit dem Erkennen und Verstehen solcher Auffälligkeiten und Veränderungen beschäftigte sich das Forschungsprojekt SmartRegio. Es wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Technologieprogramms „Smart Data“ gefördert, in dem Big-Data-Technologien für ausgewählte Anwendungsbereiche aus der Wirtschaft entwickelt und erprobt werden. Exemplarisch wurde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Kaiserslautern sowie der Stadtverwaltung Kaiserslautern die Frage untersucht, wie sich Methoden der räumlichen Datenanalyse einfach und kostengünstig für den Mittelstand und kommunale Verwaltungen nutzen lassen. Solche Methoden werden unter dem Schlagwort „Location Intelligence“ heute schon von großen Firmen für Fragen wie die Standortplanung, das zielgerichtete Marketing oder das zielgruppenspezifische Zuschneiden neuer Produkte verwendet. Für den Mittelstand und kommunale Verwaltungen sind sie aber häufig noch zu aufwändig oder zu teuer.

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    SmartRegio Projektpartner. Bild Disy


    SmartRegio-Projektkonsortium mit fünf starken Forschungspartnern

    SmartRegio wurde von der Disy Informationssysteme GmbH, der YellowMap AG, der USU Software AG, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Forschungsstelle Datenschutz der Goethe-Universität Frankfurt gemeinsam bearbeitet, so dass Praxiserfahrungen innovativer Software-Firmen mit der wissenschaftlichen Expertise renommierter Forschungsinstitutionen kombiniert werden konnten. Die Forscher entwickelten eine modulare Software-Plattform, mit der sich Geo- und Massendaten wie Suchanfragen, Transaktionen, Beiträge in sozialen Medien oder Statistikdaten gemeinsam mit den Geschäftsdaten der Anwender zeitbezogen, raumbezogen und inhaltlich flexibel auswerten lassen. Die Zusammenführung und gemeinsame Analyse der Daten soll helfen, interessante und potenziell nützliche Zusammenhänge, Veränderungen und Auffälligkeiten aufzudecken. Flankierend zu den technologischen Fragen der räumlichen Datenanalyse („Spatial Data Analytics“) wurden Fragen aus Datensicherheit und Datenschutz, zu rechtlichen Aspekten und zu Geschäftsmodellen der Geodatenverarbeitung bearbeitet.

    Lösungsbausteine für orts- und raumbezogene Trends aus Massendaten

    Die resultierenden Lösungsbausteine beantworten Fragen wie: Wie haben sich meine Geschäftszahlen regional entwickelt? Wo und wann war meine Kampagne erfolgreich? Warum bin ich dort erfolgreich? Dazu integriert SmartRegio räumliche und zeitliche Daten aus verschiedenen Quellen und unterstützt deren Auswertung und Darstellung auf Karten. Auf diese Weise werden regionale Besonderheiten und Entwicklungen sichtbar gemacht. Bei der Umsetzung des Projekts kamen neueste Methoden und Werkzeuge der Big-Data- und der Geodatenverarbeitung zum Einsatz, wie z. B. für die Datenintegration Talend Open Studio in Verbindung mit dem von Disy entwickelten Plug-in Geospatial Integration, für die Datensuche Elasticsearch, für die koordinierte und verteilte Datenverarbeitung Camunda und Spark, für Datensicherheit Keycloak, zum Metadatenmanagement CKAN sowie Kibana und verschiedene Eigenentwicklungen für Social-Media-Analyse und Visualisierungen.

    Präsentation der Forschungsergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit

    Um auch dem Mittelstand Zugang zum Wissen über die raumbezogene strategische Datenanalyse zu geben, präsentiert das SmartRegio-Konsortium die Forschungsergebnisse im Rahmen eines öffentlichen Workshops. Auch wenn die Projektarbeiten anhand der Beispiele der Stadtwerke Kaiserslautern und der Stadtverwaltung Kaiserslautern durchgeführt wurden, sollten sie auf beliebige Branchen übertragbar sein, die sich aus der Analyse raumbezogener Kundencharakteristika Mehrwerte versprechen. Kommunen und öffentliche Verwaltungen sind ebenfalls angesprochen. Diese können zum einen intern ihre Verwaltungsgebiete analysieren und treten zum anderen in der Rolle des Datenanbieters für die Öffentlichkeit auf.

    Anmeldung zum Workshop Smart GeoData am 07.09.2017

    Im Rahmen des Workshops „Smart GeoData – von raumbezogenen Daten zu regionalem Wissen“ sollen anschaulich und praxisorientiert Lösungsansätze und Ergebnisse des Projekts präsentiert und mit Anwendern diskutiert werden. Die Vortragsthemen umfassen die Anwendungsfälle von SmartRegio, Geodatenintegration, den Big-Data-Technologie-Stack, Social-Media-Analyse, Visualisierung und rechtliche Fragen von Smart Data. Diese Veranstaltung richtet sich an Entscheider, Geschäftsentwickler und Lösungsverantwortliche für Datenanalyse aus Unternehmen und öffentlicher Verwaltung, an Mitarbeiter von Kommunen, die mit räumlicher Datenanalyse und Open-Data-Bereitstellung befasst sind, ebenso natürlich auch an Forschende, Studierende oder Lösungsanbieter aus dem Bereich Geodatenverarbeitung und Big Data/Smart Data.
    Der Workshop findet am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) statt (Trippstadter Str. 122, 67663 Kaiserslautern). Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird um Anmeldung bis zum 04.09.2017 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.
     
    Weitere Informationen

    •    Webseite des Forschungsprojekts SmartRegio: www.smartregio.org
    •    Blog des Technologieprogramms Smart Data: www.smartdata-blog.de
    •    Anmeldung zum Workshop Smart GeoData: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    •    Webseite DFKI: www.dfki.de