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  1. Am 14. und 15. März kommenden Jahres tagt wieder die Münchner GI-Runde. Zu den aktuell geplanten Themen der Konferenz gehört diesmal unter anderem das Monitoring und die Modellierung von Straßenräumen. Breiten Raum werden – nicht nur bei diesem Fachthema – die Aspekte Visualisierung und Simulation von Daten einnehmen.

    Das reicht von den Möglichkeiten der automatisierten Objekterkennung in Punktwolken bis hin zum Einsatz georeferenzierter, sensorgesteuerter Augmented Reality in Echtzeit. Die Wissenschaftsforen beleuchten dabei den Stand der Forschung, während die Praxisforen beispielhafte Projekte von Anwendern vorstellen. Innovative Projekte und kreative, neuartige Anwendungen und Lösungen rund um die Verwendung von Geoinformationen sind dann den Innovationsforen vorbehalten.

    Gerade hier können und sollen sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen präsentieren. Noch gibt es Platz für Bewerber mit interessanten Themen, die kompakt in Zehn-Minuten Vorträgen präsentiert werden können. Die Firmen treffen auf der GI-Runde auf ein zumeist gut informiertes Fachpublikum, dessen primäres Interesse der inhaltliche Austausch ist. Für Unternehmen bedeutet ein Auftritt in München daher vor allem die Chance, vielfältige Kontakte zu anderen Firmen, wissenschaftlichen Institutionen und Behörden zu knüpfen und nicht zuletzt von der Öffentlichkeitsarbeit des Runden Tisches GIS rund um die Veranstaltung zu profitieren. Noch bis 15. Januar gibt es die Chance, sich mit einem neuen Produkt oder innovativen Projekten  für die Innovationsforen zu bewerben.

    Abrunden lässt sich ein solcher Auftritt auf der Konferenz noch mit zusätzlicher Präsenz in der Firmenausstellung. Auch dafür stehen noch Plätze in der Immatrikulationshalle der TU München zur Verfügung. Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung.

  2. Erläuterung der Grundlagen des Precision Farmings und deren praktische Anwendung

    In diesem Buch werden die Grundlagen des Precision Farmings erklärt und im Zusammenhang der praktischen Anwendung beleuchtet.

    Erläuterung der Grundlagen des Precision Farmings und deren praktische Anwendung
    Mit Einführung in die Satellitenortung und Geoinformationssysteme
    Vorstellung der wichtigsten Sensoren und Datenübertragungsmethoden in der Landwirtschaft
    Erklärung und Bewertung verschiedenster Anwendungen, wie z. B. teilflächenspezifische Düngung und automatische Lenksysteme

    Dieses Werk bietet einen Einstieg in die Methoden und Anwendungen des Precision Farming und der Digitalen Landwirtschaft. Es werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen dokumentiert und so dargestellt, dass die Bewertung unterschiedlichster Ansätze der Landwirtschaft 4.0 erleichtert wird.

    Behandelt werden die Themen Satellitenortung und Geoinformationssysteme sowie die in der Landwirtschaft wichtigsten Sensoren und Datenübertragungsmethoden. Neben dem Aufbau und der Funktion von Sensoren und Datenverarbeitungssystemen werden verschiedenste Anwendungen, wie teilflächenspezifische Düngung und automatische Lenksysteme, erklärt und bewertet.

    Das Buch wendet sich an Studierende der Landwirtschaft, der Agrartechnik und anderen den Agrarwissenschaften verwandten Fächern. Darüber hinaus ist es als Überblickswerk für interessierte Praktiker sowie für Mitarbeiter von Behörden und Unternehmen geeignet.

    Prof. Dr. agr. Patrick Ole Noack ist Professor für Agrarsystemtechnik an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

    Zielgruppe: Wissenschaftler und Studierende aus den Bereichen Geodäsie, Geoinformatik, Fernerkundung, Landwirtschaft, Umwelt- und Geowissenschaften, Landwirte, Angestellte vom Fachhändlern und agrartechnischen Unternehmen, Mitarbeiter von der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche, Mitarbeiter von Behörden und Organisationen im Landwirtschaftsbereich.

    Noack, Patrick Ole
    Precision Farming – Smart Farming – Digital Farming
    Grundlagen und Anwendungsfelder

    2018
    184 Seiten, Broschur
    42,- €
    ISBN 978-3-87907-645-1

    Inhaltsverzeichnis
    Vorwort
    Leseprobe

  3. Im Rahmen der Veranstaltung Waldbau und Waldbewirtschaftung im Klimawandel – neue Instrumente für den Waldbesitz in Nordrhein-Westfalen wurde am Freitag, dem 7. Dezember das neue Internetportal Waldinfo.NRW freigeschaltet.

    Bild con terra
    Abb.: Ausschnitt Waldinfo.NRW Internetportal. Bild con terra.

    Das auf map.apps-Technologie der con terra basierende Internetportal Waldinfo.NRW bietet umfassende Informationen zu den Wäldern in Nordrhein-Westfalen und ihren vielfältigen Funktionen. Es wurde in enger Kooperation zwischen Wald und Holz NRW, IT.NRW und der con terra entwickelt.
     
    Inhaltlich bietet das Portal einen nutzerfreundlichen Zugang zu verschiedenen Fachinformationen rund um das Thema Wald und dessen Nutzung. Das Spektrum reicht von der Waldbewirtschaftung über ökologische Themen bis zu Freizeitnutzung und Gefahrenabwehr. Die Ergänzung um weitere Themenkarten ist vorgesehen.
     
    Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen erläutert hierzu: „Das neue Waldbaukonzept erlaubt – in Kombination mit der Standortkarte und den Klimainformationen – einen zukunftsorientierten Waldbau. Auf dem Internetportal Waldinfo.NRW findet man vielfältige öffentliche Daten zum Wald. All dies ordnet sich in die Klimaanpassungsstrategie Wald NRW ein.“ Das digitale Angebot der öffentlichen Waldinformationen entspricht dem Open Data-Prozess in Nordrhein-Westfalen (Open.NRW).

    Die Startseite des Portals Waldinfo.NRW befindet sich unter: www.waldinfo.nrw.de

  4. Beitrag der GDI-NW - André Caffier und Reimar Hänel (Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen)

    Der 4. Dezember etabliert sich zum GDI-Tag in Nordrhein-Westfalen. Wie schon im Vorjahr fand das GDI-Forum NRW am 4. Dezember in den Räumlichkeiten des Ministeriums des Innern statt. Auch der Termin für das 10. GDI-Forum NRW 2019 wurde bereits veröffentlicht. Die Jubiläumsveranstaltung findet statt am …na klar … 4. Dezember 2019.  
    In diesem Jahr kamen rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Geoinformationsbereichen von Land und Kommunen zusammen, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der GDI-NW zu informieren und auszutauschen.

    Von Jahr zu Jahr wird immer deutlicher, dass das Thema GDI den Fach-Expertenkreis verlässt und sich auch aufgrund der hiesigen E-Government Bemühungen als eine feste Größe in den Digitalstrategien entwickelt.
    So begrüßte die Leiterin der Abteilung „Gefahrenabwehr, Vermessung“  des Ministeriums des Innern, Frau Cornelia de la Chevallerie die Gäste. In Ihrer Begrüßung betonte sie, wie wichtig eine funktionierende und für fachfremde verständliche Geodateninfrastruktur ist: etwa für Feuerwehren im Einsatz. Hier verwies sie unter Anderem auf den Krisenstab der Landesregierung, der in ihrem Verantwortungsbereich liegt. Von großem Interesse dafür war die Präsentation des Projektes „KriSiGeo“ (Thomas Haas, Geobasis NRW), einer krisensicheren offline-Bereitstellung von Geobasisdaten im Falle eines Netzausfalls.
     
    Im Anschluss stellte der CIO des Landes, Hartmut Beuß, in seinem Vortrag die aktuelle Erarbeitung der Digitalstrategie NRW vor. Dabei bezog er auch die Rolle der GDI-NW mit ein und lobte deren Entwicklung.

    Danach wurde es dann wieder fachlicher mit einem Beitrag zur Web-basierten Erkennung von Ereignissen für die Wasserwirtschaft (Matthes Rieke / 52°North GmbH) oder der Daten-Dienste Kopplung in der GDI-DE (Peter Kochmann, Koordinierungsstelle GDI-DE). Guido Michels, aktueller Sprecher des Lenkungskreises Geonetzwerk Metropole Ruhr, stellte die Erfahrungen nach 5 Jahren Netzwerkarbeit im Ruhrgebiet vor. Im Anschluss nahm er von Ulrich Krause (Geobasis NRW) eine Kooperationserklärung zur gemeinsamen Luftbildbefliegung entgegen.
     
    Fester Bestandteil des GDI-Forums ist der Bericht der Geschäftsstelle GDI-NW durch Herrn Burkhard Schlegel (Geobasis NRW), in dem neben dem Umsetzungsstand der INSPIRE-Richtlinie über weitere Aktivitäten und Projekte der GDI berichtet wurde.
     
    Eines dieser Projekte ist die durch Frau Anika Nockert (IT.NRW) vorgestellte neue Download-Komponente, die beispielhaft bereits ins Geoportal.NRW integriert wurde. Mit dem „Download-Client“ wurde eine neue Komponente vorgestellt, über die auf einfache Weise offene und kostenfreie Geodaten heruntergeladen werden können. Diese Komponente ist ein wichtiger Baustein gerade für fachfremde Nutzer und komplettiert das technische Bereitstellungsangebot der Geodaten und Geodienste in NRW.
     
    André Caffier (Ministerium des Innern) resümierte als Moderator einen spannenden Tag mit vielen neuen Informationen und dankte den Kolleginnen und Kollegen von Land und Kommunen für ihr Engagement in der GDI-NW.
    Sämtliche Präsentationen dieser und der vergangenen Veranstaltungen sind unter www.geoportal.nrw/inspire/veranstaltungen zu finden.

    Ansprechpartner:

    André Caffier und Reimar Hänel, Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Burkhard Schlegel, Geschäftsstelle des IMA GDI.NRW, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  5. Am 15. Mai 2007 trat die Richtlinie 2007/2/EG zur Schaffung einer europäischen Geodateninfrastruktur in Kraft. In Erfüllung der Vorgaben dieser Richtlinie sind alle Mitgliedsländer verpflichtet, für eine Reihe von Geodatensätzen Darstellungs- und Downloaddienste sowie Metadaten bereitzustellen. Im Bundesland Oberösterreich erfolgt die Umsetzung durch das OÖ. Geodateninfrastrukturgesetz (Oö. GeoDIG) bzw. in Österreich durch das Geodateninfrastrukturgesetz (GeoDIG).

    In einem einjährigen Benchmark wurden die INSPIRE-Dienste und die Qualität der Metadaten der öffentlichen Geodatenstellen EU-weit verglichen. Dabei erzielte das Land Oberösterreich unter 198 anderen öffentlichen Geodatenstellen der gesamten Europäischen Union den besten Wert in Bezug auf Verfügbarkeit dieser Internet- Dienste und Qualität der Metadaten. Dafür wurde DORIS, das „Digitale Oberösterreichische Raum-Informations-System“ (www.doris.at) mit dem „Spatineo Quality Award Certificate“ ausgezeichnet. Ein schöner Erfolg, der die hohe Datenqualität in Kombination mit einer hervorragenden IT-Infrastruktur bestätigt.

    In  Verwaltung  setzt  das  Land  Oberösterreich  seit  über  25  Jahren  auf  das  geografische  Informationssystem  "DORIS“. Über www.doris.at stehen u.a. für Planungen im Straßenbau, in  der Wasserwirtschaft, im Umwelt- und Naturschutz, in der Raumordnung, in der Vermessung  und  in  der  Land-  und  Forstwirtschaft  sehr  rasch,  aktuelle  und  objektive Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung. Mehr  als   1.000   Datenebenen   aus   unterschiedlichsten   Fachbereichen   sind   mittlerweile  im  „digitalen  Planschrank  des  Landes“  gespeichert  und  stehen  zum  Großteil  zur  öffentlichen  Online-Einsicht  bzw.  zum  kostenlosen  Download  über das Open-Government-Portal des Landes zur Verfügung. Auch bei der Erstellung der  gemeinsamen österreichweiten Verwaltungsgrundkarte – www.basemap.at – arbeitet DORIS mit.

  6. In Baden-Württemberg soll der Außendienst der Umweltverwaltung mit Cadenza mobilen Zugang zu Umweltfachdaten des UIS-Berichtssystems (UIS-BRS) erhalten

    In Baden-Württemberg soll die Umweltverwaltung durch die Einführung mobiler Technologien gestärkt werden. Deshalb hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM BW) im Rahmen des Leuchtturmprojekts „WIBAS wird mobil“ das Pilotprojekt „BRSMobil“ durchgeführt. In dem Pilotprojekt wurde die Komponente BRSMobil entwickelt und anschließend getestet, ob sie das UIS-Berichtssystem (UIS-BRS) wirkungsvoll erweitert. Die Komponente basiert auf der Software Cadenza Mobile, die vom Karlsruher Unternehmen Disy Informationssysteme GmbH entwickelt wird.

    Bild Disy
    BRSMobil Startgrafik. Bild Disy

    In Baden-Württemberg wird – wie überall in Deutschland – Digitalisierung großgeschrieben: Im Juli 2017 wurde die Digitalisierungsstrategie digital@bw beschlossen. Sie zeigt auf, in welche Zukunft uns die Digitalisierung führen soll und wie die richtigen Weichen gestellt werden können. Das UM BW verfolgt dabei das Ziel, den Gedanken der Nachhaltigkeit im Digitalisierungsprozess zu verankern. Hier ist aktuell im Rahmen des Leuchtturmprojekts „WIBAS wird mobil“ das Pilotprojekt „BRSMobil“ erfolgreich abgeschlossen worden, das den Außendienst der Umweltverwaltung durch die Einführung mobiler Technologien unterstützen soll und bei dem Cadenza Mobile, eine Software der Disy Informationssysteme GmbH, zum Einsatz kommt.

    Bild Disy
    Architektur BRSMobil. Bild Disy

    Mobiler Zugang zum Berichtssystem des Umweltinformationssystems (UIS-BRS)

    Das Ziel ist es, relevante Daten, die im übergreifenden Berichtssystem des Umweltinformationssystems – kurz UIS-BRS – in Form einer Desktop-Applikation abrufbar sind, für die Mitarbeiter auf mobilen Endgeräten verfügbar zu machen und damit die Geschäftsprozesse für Mitarbeiter und Bürger zu vereinfachen. Das UIS-BRS bietet als zentrales Auswertewerkzeug für über 4.000 Beschäftigte der Landesverwaltung, insbesondere der Umweltverwaltung, Daten und Karten zu nahezu allen Umweltthemen an. Allerdings haben die Mitarbeiter im Außendienst bisher keinen mobilen Zugang zu diesen Daten, was ein umständliches Mitführen von Akten, Karten und Papieren bei Außenterminen wie Ortsbesichtigungen, Begehungen und Prüfterminen zur Folge hat. Mit der Einführung der mobilen Komponenten, die im Pilotprojekt „BRSMobil“ entwickelt wurden, soll das geändert werden.

    Damit die Daten aus dem UIS-BRS optimiert auf dem Smartphone oder Tablet im Außendienst offline, also ohne Mobilverbindung, genutzt werden können, waren im Pilotprojekt drei Aspekte zu berücksichtigen: zum einen die Aufbereitung und der Datenexport aus dem UIS-Berichtssystem, zum anderen die Vor-Ort-Nutzung der Daten auf den Mobilgeräten im Offline-Modus und schließlich der Reimport der Daten. Durch die folgenden Bausteine wird das nun realisiert: das UIS-Berichtssystem, den BRSMobil-Server und die GIS-2go-App „Cadenza Mobile“. Letztere vereint dabei drei Funktionen, die das effiziente Arbeiten draußen im Gelände ermöglichen: Das sind die mobile Fachkarte, das grafische Notizbuch und das mobile Fachkataster. In die Fachkarte sind nützliche GIS-Funktionen wie Zoomen und Verschieben, Standortbestimmung per GPS, Abfragen von Sachdaten zu Kartenobjekten oder das Anzeigen von Dokumenten und Mediendateien integriert. Mithilfe des grafischen Notizbuchs können unterwegs Textnotizen erfasst, Punkt-, Linien- und Flächenobjekte gezeichnet sowie Fotos oder Audioaufnahmen zu einem Geoobjekt aufgenommen werden. Das mobile Fachkataster erleichtert dem Außendienst die Datenerfassung, indem Objektgeometrien und Sachdaten mit Eingabehilfen wie Pflichtfelder, Auswahllisten und spezielle Editierkomponenten (wie Kalender) erfasst und geändert werden können.

    Bild Disy
    Cadenza Mobile Fachkarte. Bild Disy

    Praxistest und Abschlussworkshop

    Bis Ende 2017 hatte Disy gemeinsam mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg die Prototypen der Komponenten für BRSMobil entwickelt. Anschließend testeten über 20 innovative Dienststellen aus der Umweltverwaltung in Baden-Württemberg über mehrere Monate das mobile Arbeiten in der Praxis. Bei einem Abschlussworkshop im April 2018 verkündeten sie ihr Urteil: BRSMobil sei eine sinnvolle Erweiterung der Technologiepalette des Umweltinformationssystems. Gleichzeitig gaben sie viele wertvolle Hinweise für technische Verbesserungen und die Weiterentwicklung von Cadenza Mobile. Darüber hinaus haben die Dienststellen im Testbetrieb Beobachtungen und Erfahrungen mit organisatorischen Aspekten im Arbeitsalltag gemacht, die in Konzepte für den Regelbetrieb einfließen sollen.

    Mit dem Abschlussworkshop wurde das Pilotprojekt „BRSMobil“ erfolgreich abgeschlossen. Daraus ergeben sich eine Reihe von Maßnahmen, wie zum Beispiel die Erstellung und Einführung eines Betriebskonzeptes und eines IT-Sicherheitskonzeptes, Weiterentwicklung der geeigneten Fachanwendungen, eine Erweiterung der Cadenza-Benutzerverwaltung und eine automatische Synchronisation mit der Benutzerverwaltung des Mobil-Servers sowie die Optimierung des Reimports von mobil erfassten Daten, Fotos und Notizen. Bis November 2019 soll dann BRSMobil in den Regelbetrieb gehen – und das Land Baden-Württemberg ist dann wieder einen großen Schritt weiter in der Umsetzung seiner Digitalisierungsstrategie und in der Stärkung seiner Umweltverwaltung.

    Weitere Informationen:

    Informationen zu Cadenza Mobile
    Beitrag über das Leuchtturmprojekt “WIBAS wird mobil”

  7. Knapp 80 TeilnehmerInnen in 19 Teams aus drei Ländern hatten sich zum ersten Hackathon des Runden Tisches GIS beim Kooperationspartner Stadtwerke Augsburg (swa) eingefunden. Das Ziel: Neue Wege für die Mobilität in Augsburg entwickeln. Dafür stand eine umfangreiche Datenplattform aus freien, amtlichen und kommerziellen Daten zum Thema Mobilität bereit.

    Bild Runder Tisch GIS
    Knapp 80 TeilnehmerInnen in 19 Teams aus drei Ländern hatten sich zum ersten Hackathon des Runden Tisches GIS beim Kooperationspartner Stadtwerke Augsburg (swa) eingefunden .Bild Runder Tisch GIS.

    Ein „Hackathon“, eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ ist ein intensives, 24-stündiges Treffen kreativer Köpfe, die neue Ideen zu einem vorgegeben Thema entwickeln. In Augsburg ging es darum, Ideen und konkrete Lösungsansätze zu finden, wie die Digitalisierung und Vernetzung von Daten die Mobilität von morgen gestalten kann. „Die swa waren dafür der ideale Partner“, sagt Dr. Klaus Brand, vom Vorstand des Runden Tisch GIS. Denn neben Bus und Straßenbahnen gehören auch Carsharing und ein Fahrradverleih zum Angebot der Stadtwerke. Und auch E-Mobilität wird in Augsburg mithilfe der swa vorangetrieben. Es gibt also bereits zahlreiche Komponenten für eine vernetzte Mobilität.

    Dazu kam die Bereitschaft der swa, die Teilnehmer des Hackathon mit ihren Daten zu versorgen. „In erster Linie finden wir die Idee toll, junge Menschen und ihre Ideen an einem Ort zu vereinen“, sagt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der swa. „Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn wir die ein oder andere Idee auch in die Umsetzung bringen können – wir sind immer auf der Suche nach neuen Lösungen, um unser Mobilitätsangebot weiter zu optimieren.“

    Rund 24 Stunden lang haben die Kreativen dann vom 23. auf den 24. November die Köpfe zusammengesteckt und präsentierten danach in kurzen vierminütigen Pitches ihre Ergebnisse. Von fertigen Apps zum Thema vernetzte umweltfreundliche Fortbewegung mit Belohnungssystemen, bis 3D-Visualisierungen von Routen, bessere Vernetzung des Angebots, Möglichkeiten zur Erhöhung des Anteils von Fahrradfahrern bis zu neuen Infrastrukturplanungen für das Verkehrsnetz war alles dabei. Vier Preisträger in verschiedenen Kategorien konnten am Ende die gesponserten Siegerschecks über  jeweils 2.500 Euro entgegennehmen:

    Die beste Idee: „GIS-Joe“ von der Hochschule für Technik Stuttgart mit einer Anwendung für sicheres Routing für Fahrradfahrer, aufbereitet in ansprechender 3D-Visualisierung.

    Die beste Präsentation: „AEco“ von der TU München befassten sich mit nachhaltiger Mobilitätsplanung, durch kombinierte Nutzung von z.B. Fahrrad, ÖPNV und Carsharing. Die Ergebnisse und das Bonussystem wurden in einer fertigen App anschaulich präsentiert.

    Die beste Realisierung: „The A-Team“ ebenfalls von der TU München, belohnt umweltfreundliches Mobilitätsverhalten durch Bonuspunkte, welche bei regionalen Partnern eingelöst werden können, z. B. Gutscheine für Freibier einer regionalen Brauerei.

    Der Publikumspreis wurde von allen Anwesenden gewählt: das Team „ImbaHacks“ von der Hochschule Augsburg, zeigte wie man das bestehende sternförmige ÖPNV-Netz mit dem Gleissystem der Augsburger Lokalbahn zu einem Ring schließen könnte. Auf diesem sollen elektrogetriebene Schienenfahrzeuge zum Einsatz kommen und Umstiegspunkte zum bestehenden Netz eingerichtet werden.

    Auch die übrigen Teams, die zum Teil nur knapp hinter den Gewinnern lagen, zeigten Ideen, die hochinnovativ waren und das Mobilitätsangebot in Augsburg noch flexibler, umweltfreundlicher und zukunftssicherer machen können. Teilweise konnten diese Ideen und komplexen Lösungen in der kurzen Zeit von vier Minuten nicht in vollem Umfang vorgestellt werden. Der Runde Tisch GIS gibt allen Teams die Möglichkeit, die Präsentationen auf der Veranstaltungswebseite www.neue-wege-augsburg.de zu veröffentlichen. „Ich bin wirklich begeistert von unseren Teilnehmern und wie sie alle die 24 Stunden genutzt haben“, zog Jürgen Biedermann, Geschäftsbereichsleiter Multimobilität bei den swa und Mitorganisator des Hackathon, am Ende seine Bilanz.

    Veranstalter des Hackathon waren der Runde Tisch GIS e.V. und die Stadtwerke Augsburg. Der Lehrstuhl für Geoinformatik der TU München war für die Datenplattform verantwortlich.

    Weitere Informationen: rundertischgis.de

  8. Automatische Lenksysteme werden in der Landwirtschaft zukünftig an Bedeutung gewinnen. Dies treffe insbesondere für neue Traktoren zu. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (19/6080) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/5788) hervor.

    Dazu heißt es weiter, dass automatische Lenksysteme Ressourcen einsparen helfen und die Arbeit exakter durchgeführt sowie erleichtert werden könne. Deshalb schätze die Regierung den Stellenwert automatischer Systeme als hoch ein. Der Anfrage der Liberalen die Korrektursignale des Satellitenpositionierungsdienstes der deutschen Landesvermessung (SAPOS) für die Präzisionslandwirtschaft gebührenfrei zur Verfügung zu stellen, stehe die Regierung zudem offen gegenüber. Zwingende rechtliche oder technische Hindernisse gebe es in dieser Hinsicht nicht, heißt es. Die Zuständigkeit für die SAPOS-Korrektursignale liege aber in der Zuständigkeit der Bundesländer, die dazu belastbare Aussagen erteilen können.

  9. Die DataCAD GmbH stellt XVL von Lattice Technology als zentrales Datenformat zum Erstellen von technischen Dokumentationen und 3D-Datenaustausch mit weiterführenden Anwendungen in der Fertigungsindustrie vor.

    Bild DataCAD
    Interessenten können die XVL-Produkte zum Testen herunterladen. Bild DataCAD.

    Das XVL Format ist Grundlage erfolgreicher Teamarbeit innerhalb und außerhalb der Unternehmensstruktur. Es handelt sich dabei um ein im Vergleich zum Ursprungsformat bis zu 95% komprimiertes 3D-Datenformat, das sich auf Grund kleiner Dateigrößen ideal für den sicheren Austausch von 3D-Daten eignet. XVL-Dateien können mit dem kostenlosen XVL-Player betrachtet, in Microsoft Office Dokumente eingebettet oder mit externen PLM- und ERP-Systemen verbunden werden.

    Die XVL-Suites von Lattice Technology nutzen diese stark komprimierten Daten für die Erstellung von qualitativ hochwertigen Marketing- und Vertriebsmaterialien, Bedienungsanleitungen, Ersatzteilkatalogen, Produkt- und Service-Handbüchern und allgemeinen technischen Dokumentationen, auf einfache und effiziente Art und Weise.

    Die XVL Suites enthalten die Technical Illustration Suite und die Work Instruction Suite.
    Mit der Technical Illustration Suite werden technische Illustrationen direkt aus CAD-Modellen erstellt, während mit der Work Instruction Suite Arbeitsanweisungen, interaktive 3D-Dokumente und Animationen erstellt werden können.

    Interaktive 3D-Illustrationen: Neben statischen technischen Illustrationen bietet Lattice Technology auch zusätzliche Möglichkeiten zur Anfertigung interaktiver 3D-Illustrationen, die kostenlos mit Tools wie Microsoft Excel, 3D-PDF und interaktiven Webseiten geöffnet werden können.

    Weitere Informationen: www.datacad.de

  10. Innovationspreis für DLR-Entwicklung

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde am 30. November 2018 für das Integrated Positioning System (IPS) mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg 2018 ausgezeichnet. Das am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme entwickelte IPS ist ein optisches Navigations- und Inspektionssystem für den Einsatz in Umgebungen, die keine Positionsbestimmung über ein Global Positioning System (GPS) ermöglichen - beispielsweise in Tunneln, Bergwerken, Wäldern oder Industrieanlagen. Das optische Navigations- und Messsystem ist in der Lage, die eigene Position ohne zusätzliches "Vorwissen" über die Umgebung und ohne äußere Bezugspunkte akkurat zu bestimmen.

    Quelle: © DLR
    Das Team des Instituts für Optische Sensorsysteme am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde am 30. November 2018 mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg ausgezeichnet. Quelle: © DLR.

    Genau und zuverlässig

    Die innovative IPS-Technologie des DLR basiert auf einem Multi-Sensor-Ansatz: Unterschiedliche Messtechniken werden so miteinander verknüpft, dass es gelingt, die Fehler des jeweils anderen Systems zu minimieren und Messfehler deutlich zu reduzieren. Dies ermöglicht eine hohe Genauigkeit bei der GPS-freien Navigation. Zudem arbeitet das Integrated Positioning System IPS zuverlässig ohne eine externe Verortungsinfrastruktur wie WIFI.

    Sensoren für Erdbeobachtung, Navigation und Industrie

    "Mit dem System können beispielsweise Industrieanlagen oder Bergwerke inspiziert, aber auch das autonome Fahren unterstützt werden", erläutert Projektmanager Dr. Anko Börner vom DLR-Institut für optische Sensorsysteme. In Zukunft werden solche Sensorsysteme bei Forschungsmissionen auf fremden Planeten oder bei sicherheitsrelevanten Anwendungen auf der Erde eine entscheidende Rolle spielen. "Sie sind gewissermaßen das technische Auge und liefern umfassende und wertvolle Daten", sagt Börner. "Ähnlich wie das Auge das wichtigste Sinnesorgan für die Menschen ist, so sind optische Systeme der primäre Sensor zur Umgebungserfassung für technische Geräte."

    Quelle: linkes Bild: DLR; rechtes Bild: DMT
    Aus dem am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelten Funktionsdemonstrator des Integrated Positioning Systems (IPS) ist mittlerweile der industrielle Prototyp PILOT 3D entstanden. Quelle: linkes Bild: DLR; rechtes Bild: DMT.


    Es wurden bereits Funktionsmodelle des Integrated Positioning Systems entwickelt, die derzeit in verschiedenen Anwendungsbereichen im Rahmen von Industrie 4.0 und Navigation zum Einsatz kommen. Der in Zusammenarbeit mit dem DLR entwickelte DMT PILOT 3D zum Beispiel ist ein System zur präzisen Positions- und Lagebestimmung, Navigation und 3D-Dokumentation. Diese innovative Technologie - ursprünglich für die Marsmissionen entwickelt - findet nun Anwendung im Bergbau, bei der Schiffsinspektion, in Bau- und Infrastrukturprojekten, aber auch in der Forstwirtschaft und der Vermessung in der Seismik. Das mobile Handgerät ist klein und leicht und somit ideal für schwer zugängliche Bereiche.

    Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
    Das am DLR entwickelte Integrated Positioning System IPS kann an einem Helm installiert und eingesetzt werden. Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

    Das Institut für Optische Sensorsysteme des DLR erforscht und entwickelt aktive und passive optische Sensorsysteme für die Raumfahrt, für fliegende Plattformen und für robotische Systeme. Es beteiligt sich an der wissenschaftlichen Nutzung der mit diesen Systemen gemessenen Daten und ist mit seinen Kernkompetenzen in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Kooperationen eingebunden. Die Vision des Instituts besteht in der Entwicklung autonomer optischer Sensorsysteme in Analogie und Erweiterung der visuellen menschlichen Wahrnehmung.

    Der Innovationspreis Berlin Brandenburg wird seit 1992 gemeinsam von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und dem Brandenburger Ministerium für Wirtschaft und Energie verliehen. In diesem Jahr wurden 174 Bewerbungen eingereicht. Das DLR gehört zu den fünf ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträgern.