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  1. Mit der neuen card_1 Bestandsmodellierung lässt sich aus zugrunde liegenden Topografiedaten (Import oder Aufmaß) ein fachlich attributiertes 3D-Modell der Bestandsinformationen generieren.

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    3D-Projektdaten mit weiteren Informationen verknüpfen. Die neue card_1 Bestandsmodellierung macht’s möglich. Bild card_1

    Für das Erzeugen der Baugruppen und Bauteile sind frei definierbare, über Kodes differenzierbare Kataloge in der Software hinterlegt. Ein schnelles Anpassen an Vorgaben ist möglich. So entsteht mit dem Generieren von Bauwerken ein BIM-konformes Bestandsmodell, das Planer mithilfe verschiedener Schnittstellen, etwa IFC und CPIXML, zur anschließenden Weiterverarbeitung exportieren.

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    Sichtachsen lassen sich besser beurteilen. Bild card_1

    Schritt für Schritt wird card_1 zu einer marktführenden Lösung für BIM in  Vermessung, Straßen-, Bahn- und Kanalplanung ausgebaut. Die neue Bestandsmodellierung unterstützt Anwender im BIM-Planungsprozess. Auf dem 6. Oldenburger BIMTag Ende Februar präsentiert der Hersteller, die IB&T Software GmbH, seine Lösung, referiert über Verkehrswegeplanung und stellt gemeinsam mit anderen Firmen einen Open-BIM-Workflow am Beispiel eines Infrastrukturprojektes vor.

    Weitere Informationen: www.card-1.com/aktuell

     


     

     

  2. System zur Langzeitspeicherung startet Phase 2

    Geodaten wie z.B. 3A-Daten, DOP, 3D-Daten oder Kaufpreisdaten bilden die Grundlagen für viele Entscheidungen, die u. a. in den Bereichen Verkehr, Planung, Katastrophenschutz  und Umwelt getroffen werden. Deshalb werden sie nicht nur stetig gepflegt und aktualisiert, sondern müssen langfristig − auch digital − zur Verfügung stehen. Eine nachhaltige Archivierung ist notwendig − und vom Gesetzgeber für eine bestimmte Gruppe der Geodaten vorgegeben.

    Der Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) lädt am 19.03.2019  in Bonn zum Seminar „Langzeitspeicherung digitaler Geodaten“ ein. Zusammen mit den beiden Implementierungspartnern  AED-SICAD GmbH und der SER eGovernment Deutschland wurde vor circa 1,5 Jahren begonnen, an einer Lösung zu arbeiten. Seit Dezember 2018 ist die erste Stufe des Projekts Langzeitspeicherung (LZS) von Geodaten erfolgreich im Einsatz.  

    Das System verwaltet in der ersten Ausbaustufe neben den Katasterunterlagen sechs weitere Geodatenarchive mit historischen Karten und einem Gesamtvolumen von über einem Terabyte. Die Spezifikation der zweiten Stufe des Projekts  sieht die Übernahme der digitalen georeferenzierten Rasterbilder vor. Eine Realisierung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

    Die Grundlage bildet zum einen das Enterprise Content Management System Doxis4 der SER. Es realisiert wesentliche Eigenschaften eines Langzeitspeichers wie Speichersystem- und Datenformatmigration und verhindert so effektiv das sogenannte digitale Vergessen.

    Darauf aufgesetzt wird das GIS Portal der AED-SICAD, welches über ein responsives, browserbasiertes Nutzer-Interface  verfügt.  Über die LZS-Benutzeroberfläche wird die Archivierung der Daten durchgeführt.

    Das Konzept berücksichtigte von Anfang an nicht nur die Geodaten, die heute beim LGV verwaltet werden, sondern sieht die Erweiterbarkeit für beliebige, neue Geodatenklassen vor. Außerdem verwaltet das System zur LZS für die eigentlichen Geodaten flexibel definierbare Metadaten, sogenannte Dossiers.

    Umfassende Informationen zum aktuellen Stand der Umsetzungen und erste praktische Erfahrungen bietet die Informationsveranstaltung am 19.03.2019 im Universitätsclub in Bonn. Sie gibt tiefergehende Einblicke in die Anwendung. Anmeldungen und weitere Infos sind unter www.hamburg.de/langzeitspeicherung-geodaten möglich.

     


     

     

  3. Die Topcon Positioning Group stellt das aktuelle Upgrade für MAGNET Collage Web vor, den Internetdienst für die Zusammenarbeit und Freigabe von UAV- und Scandaten. Die Version 1.3 von MAGNET Collage Web unterstützt noch mehr Datentypen und ist noch flexibler. So können Anwender nun BIM-Modelle, CAD- und GIS-Daten importieren.

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    MAGNET Collage Web und die Desktoplösung MAGNET enthalten Funktionen, mit denen BIM-, Scan- und UAV-Daten für den Hochbau in einer gemeinsamen Umgebung verarbeitet werden können. Bild Topcon.

    MAGNET Collage Web und die Desktoplösung MAGNET Collage erfüllen die Anforderungen und Wünsche einer großen Anwendergruppe. Die neue Version enthält Funktionen, mit denen BIM-, Scan- und UAV-Daten für den Hochbau in einer gemeinsamen Umgebung verarbeitet werden können.

    „Jetzt können Anwender BIM-Modelle und andere Datentypen gemeinsam betrachten und veröffentlichen. Die Ausgabe kann direkt im Browser erfolgen, sodass die Ergebnisse noch problemloser und vielseitiger geteilt werden können“, so Alok Srivastava, Leiter für das Produktmanagement. „Mit MAGNET Collage Web können Laserscans des Bestands mit Entwurfsdaten zusammengeführt werden, um Änderungen zu visualisieren und mögliche Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen. Die Software unterstützt die Formate OBJ, FXB und 3DS.“

    Das Upgrade für MAGNET Collage Web enthält auch neue Funktionen für die direkte Veröffentlichung von CAD- und GIS-Daten im Browser. „3D-Punktwolken und virtuelle Modelle können nun mit CAD- und GIS-Entwurfsdaten kombiniert werden. Dabei werden Dateien in den Formaten DXF, SHP, KML, GML und GeoJSON unterstützt“, sagt Srivastava.

    Außerdem bietet MAGNET Collage Web nun erweiterte Optionen für Freigaben. Die Sichtbarkeit von Layern, die Darstellung, das Fensterlayout, die Objektauswahl und die Kameraposition können frei angepasst werden. „Die Erweiterungen machen es möglich, dass Projekte punktgenau weitergegeben und präsentiert werden können. Unzählige Ansichtsoptionen können ausgewählt sowie bestimmte Objekte und Merkmale hervorgehoben werden“, sagt Srivastava.

    Neu ist auch der Direktzugriff auf MAGNET Collage Web über die blaue Menüleiste, die auf allen Topcon-Websites zu finden ist. Die Leiste enthält im Menü „Meine Apps“ Funktionen zur universellen Konto- und Anwendungsverwaltung.

    Weitere Informationen unter topconpositioning.com/de.

     


     

     

  4. Disy forscht an Algorithmen für die Präzisionslandwirtschaft

    Im Winter 2018/19 konnte die Disy Informationssysteme GmbH zwei neue Forschungsprojekte starten. Mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) arbeitet Disy in den Projekten FuzzyFarmer und iFAROS unter Führung der Universität Hohenheim mit deutschen und internationalen Partnern an intelligenten Lösungen für die Digitalisierung der Landwirtschaft.

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    Bild Disy

    Forschungsprojekte entwickeln Ansätze zur präziseren Stickstoffdüngung

    Gleich zwei Forschungsprojekte im Bereich Präzisionslandwirtschaft (Precision Farming, Smart Farming) konnte die Disy Informationssysteme GmbH aus Karlsruhe Ende 2018 starten. Beide Projekte werden am Lehrstuhl für „Verfahrenstechnik in der Pflanzenproduktion“ von Prof. Dr. Hans-Werner Griepentrog an der für Agrarwissenschaften renommierten Universität Hohenheim koordiniert. Inhaltlich geht es um die Kombination von leistungsfähiger Sensorik und intelligenter Software zur Entscheidungsunterstützung mit dem Ziel, die teilflächenspezifische Düngung zu verbessern. So sollen in Abhängigkeit von Faktoren, wie dem aktuellen Wachstumszustand der Feldfrüchte, der Bodengüte, der Bodenfeuchte oder auch der aktuellen lokalen Wettervorhersagen, die Stickstoffgaben bei der Düngung genauer auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden als heutzutage möglich. Dieses „Precision Farming“ spart nicht nur teuren Dünger, sondern schont auch das Grundwasser.

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    FuzzyFarmer-Projektueberblick. Bild Disy

    Projekt FuzzyFarmer entwickelt Algorithmus für optimierte Stickstoffdüngung

    Im Projekt „Optimierte Stickstoffdüngung durch mehrparametrische Datenfusion und präzise Applikation in Echtzeit (FuzzyFarmer)“ arbeiten die Karlsruher Geoinformatik-Spezialisten neben den Agrarwissenschaftlern aus Hohenheim mit der Universität Chemnitz zusammen, die intelligente Steueralgorithmen auf Basis der „Fuzzylogik“ implementiert, sowie mit den Agrarberatern von Hanse Agro, dem Landmaschinenhersteller RAUCH und mit YARA, einem internationalen Düngemittelproduzenten, der auch einen der besten Sensoren zur Bewertung des Stickstoffernährungszustands eines Pflanzenbestands anbietet.
     
    Das Projekt zielt darauf ab, das Fachwissen und die Erfahrungen des Landwirts bzw. des Agrarberaters zu nutzen, um einen Algorithmus für die optimierte Stickstoffdüngung je Teilgabe zu konstruieren. Dieser Algorithmus soll während des Düngevorgangs mehrere relevante Parameter für die Entscheidungsfindung über die optimale Düngerdosierung automatisiert verknüpfen. Dabei wird ein Echtzeitsensor für die Biomasseermittlung in Kombination mit anderen georeferenzierten und kartierten Parametern genutzt. Der Algorithmus gibt eine optimierte Lösung für einen bestimmten Schlag, Zeitpunkt sowie bestimmte Standortbedingungen aus. Außerdem wird der Prototyp eines Applikationssystems mit Sensorik und Düngerstreuer gebaut, das in Echtzeit mit Hilfe des generierten Algorithmus Sensor- und Karteninformationen für eine präzise und kleinräumige Düngerverteilung nutzt. Das zugrundeliegende Erfahrungswissen der Fachleute wird in Form von Entscheidungsregeln mit sogenannten „unscharfen Begriffen“ formuliert. Dazu wird die in der Steuer- und Regelungstechnik weitverbreitete „Fuzzylogik“ genutzt.

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    iFAROS-Projektueberblick. Bild Disy

    Projekt iFAROS fokussiert auf moderne cloudbasierte IT-Ansätze

    Die internationale Projektkooperation „Decision Support for Optimized Site-Specific Fertilization based on Multi-source Data and Standardized Tools (iFAROS)“ umfasst neben Disy und der Universität Hohenheim die Firma AgroPlanning, einen spanischen Software-Spezialisten für Präzisionslandwirtschaft, die belgische Firma PERDUM, einen Anbieter für mobile Automatisierungslösungen, wie komplexe softwaregesteuerte Landmaschinen, sowie Agroscope, das Schweizer Kompetenzzentrum zum Thema landwirtschaftliche Forschung.

    Während FuzzyFarmer den Durchstich mit einer sehr praxisnahen, ganzheitlichen Komplettlösung (Hardware, Software und Beratungswissen) anstrebt, fokussiert iFAROS stärker auf moderne IT-Ansätze. Ebenfalls am Beispiel der optimierten Stickstoffdüngung für Winterweizen geht es hier um die Entwicklung einer cloudbasierten, intelligenten Middleware mit Datenanalyse-Fähigkeiten, auf deren Basis eine bessere Entscheidungsunterstützung für die Betriebsführung möglich werden soll. Die Software nutzt die Daten der Landmaschine, interagiert mit dem Farm-Management-Informationssystem und erzeugt schlussendlich optimierte Applikationskarten für die N-Düngung. Idealerweise kann sogar ein „lernendes System“ erzeugt werden, das aus den Aktivitäten und Ergebnissen der Vorjahre Einsichten für aktuelle Entscheidungen gewinnt. Zentrale Voraussetzung für den Datenaustausch ist der ISOBUS – das ist der geläufige Name für landtechnische Datenbus-Anwendungen, die konform zur ISO-Norm 11783 sind. Diese definiert sowohl physikalische Eigenschaften, wie Stecker und Leitungen, als auch die Art der Teilnehmer und die Datenformate und Schnittstellen des Netzwerkes beim landwirtschaftlichen Datenaustausch.

    Disy entwickelt Lösungen für landwirtschaftliches Datenmanagement und Datenanalyse

    In beiden Projekten arbeitet Disy als Spezialist für Management und Analyse von Geodaten an Fragen der effizienten, cloudbasierten Zusammenführung und intelligenten Auswertung von Sensor- und Maschinendaten, Karten und Nutzereingaben, der Multisensorfusion und der benutzerfreundlichen Schnittstellen. Dabei spielen auch Satelliten- und Wetterdaten eine zentrale Rolle. Es kommen sowohl klassische Methoden der Geoinformatik und des Geo-Data-Warehousing zum Einsatz als auch modernste Big-Data-Werkzeuge wie Docker und Rancher für die containerbasierte Virtualisierung.

    Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

    Die Forschungsprojekte FuzzyFarmer und iFAROS laufen jeweils drei Jahre. Sie werden mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger betreut. iFAROS steht im Kontext der europäischen Forschungskooperation ICT-Agri, die das Ziel verfolgt, die Forschung zur Digitalisierung in der europäischen Landwirtschaft voranzubringen.
     
    Weitere Informationen:
    www.uni-hohenheim.de/organisation/projekt/fuzzyfarmer
    www.uni-hohenheim.de/organisation/projekt

     


     

     

  5. Wissenschaftler der TU-Darmstadt entwickeln lasergestütztes Messverfahren

    Tragwerke von Ingenieurbauwerken wie zum Beispiel Brücken müssen regelmäßig überprüft werden. Dies ist oft mit erheblichem technischen und personellen Aufwand verbunden. Ein Forscherteam der TU Darmstadt hat ein Monitoring-Verfahren entwickelt, mit dem ganze Brückenprofile berührungslos mit Profil-Laserscannern erfasst und überwacht werden können.

    Bild: Florian Schill – © Florian Schill
    Profilscanner im Rahmen eines Belastungsversuches an einer historischen Mauerwerksbrücke. Bild: Florian Schill – © Florian Schill

    In Deutschland gibt es weit über 100.000 Brücken – davon allein rund 40.000 Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen und circa 25.000 an Eisenbahnlinien. Um die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit der Bauwerke sicherzustellen, müssen sie in bestimmten Intervallen untersucht werden. Viele der Brücken haben ihre Alters- und, aufgrund des stark angestiegenen Verkehrsaufkommens, auch ihre Belastungsgrenze erreicht. Sie müssen daher besonders überwacht werden – eine Herausforderung für ihre Betreiber.

    Überwachungs-Messungen an Brücken erfolgen bislang taktil, das heißt, am zu prüfenden Bauwerk müssen Sensoren angebracht und nach erfolgter Messung wieder demontiert werden. Oftmals führt das zu Sperrungen von Straßen und Bahnlinien oder Behinderungen des Verkehrs. Die lastbedingten Deformationen werden zudem nur punktuell an den mit Sensoren versehenen Stellen erfasst. „Um die hohe und steigende Zahl an Überwachungsaufgaben effizient bewältigen zu können, ist ein modernes und praktikables System erforderlich“, sagt Professor Andreas Eichhorn vom Fachgebiet Geodätische Messsysteme und Sensorik (GMSS) der TU Darmstadt.

    Brückenprofile messen

    Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Fachgebiet GMSS haben daher Brückenmessungen mit einem Profil-Laserscanner durchgeführt. Damit ist es möglich, statische und dynamische Deformationen (zum Beispiel Durchbiegungen) einer Brücke in Zehntel-Millimeter-Genauigkeit nicht nur für einzelne Punkte, sondern für komplette Profile zu ermitteln. Die Messung erfolgt berührungslos, somit können auch bisher unzugängliche Stellen von Bauwerken erfasst werden. Als Ergebnis liegen für die gesamte Länge eines Brückenprofils Messwerte vor, die zeigen, wie sich das Tragwerk im Ruhezustand verhält, wie stark es sich bei Belastung verformt und ob diese Deformationen noch innerhalb tolerierbarer Grenzen liegen. Messung und Auswertung erfolgen dabei weitgehend automatisiert.

    Bild: Anna Sviridova, Florian Schill – © Anna Sviridova, Florian Schill
    Raumzeitliche Darstellung einer Zugüberfahrt mit zwei Waggons. Die sechs Abbildungen (Zeilen) entsprechen jeweils der räumlichen Darstellung eines definierten Zeitpunktes während der Überfahrt. Bild: Anna Sviridova, Florian Schill – © Anna Sviridova, Florian Schill


    Die so gewonnenen Messwerte besitzen eine leicht höhere Messunsicherheit als jene mit konventionellen Verfahren ermittelten Daten. Trotzdem ist diese Methode ausreichend, um typische Tragwerksdeformationen zuverlässig zu erfassen und den Zustand der Brücken zu bewerten.

    Das notwendige Mess- und Auswertekonzept hat Dr.-Ing. Florian Schill im Rahmen seiner Promotion am GMSS erarbeitet. Das Messsystem basiert auf einem Z+F Profiler Laserscanner. Dabei handelt es sich um einen nach dem Phasenmessprinzip arbeitenden Profilscanner, dessen Haupteinsatzgebiet im Bereich der mobilen Straßenraumerfassung liegt. Die Anwendung zur Überwachung von Tragwerken stellt eine Umkehrung dieses Einsatzzweckes dar, da hier von einer statischen Plattform aus ein sich bewegendes Messobjekt abgetastet wird. Dazu wird der Laserstrahl in einer Richtung über das Messobjekt geführt, und zwar mit einer Wiederholrate von bis zu 200 Hertz. Die maximale Messentfernung beträgt dabei rund 120 Meter, bei einer maximalen Datenaufnahmerate von einer Million Punkte pro Sekunde.

    Dynamische Bauwerksparameter erfassen

    Auch andere Bauwerke, wie zum Beispiel Windenergieanlagen, Lärmschutzwände und Fabrikhallen wurden vom Fachgebiet GMSS bereits mit dem vorgestellten Profil-Laserscanner überwacht. Durch die hohe Abtastrate des Scanners können dynamische Bauwerksparameter, wie zum Beispiel Eigenfrequenzen oder auch Dämpfungsmaße, erfasst werden.

    Wie „artfremde“ Technik zur Brückenüberwachung ebenfalls eingesetzt werden kann, wurde in einem weiteren Projekt an der TU erforscht. Hierzu stellte ein Team um Professor Matthias Becker vom Fachgebiet Physikalische Geodäsie und Satellitengeodäsie fest, dass Lageabweichungen von Bauwerken auch mit Mikrowellen erfasst werden können – mit einer Methode, die sonst für die Überwachung von instabilen Hängen eingesetzt wird.

    „Profil-Laserscanner bieten eine neue und sichere Möglichkeit für die Überwachung von Tragwerken“, fasst Eichhorn die neue Technik zusammen. „Durch den reduzierten Aufwand ist eine deutliche Effizienzsteigerung und die wirtschaftliche Überwachung von Brücken möglich.“

     


     

     

  6. Die Erde wird grüner – und eine wesentliche Rolle für den seit Jahrzehnten beobachteten Zuwachs von Blattwerk und Biomasse spielt die intensive Agrar- und Forstwirtschaft des Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nach der Auswertung hochauflösender Satellitenbilder der Erde. Ihre Studie „China and India lead in greening of the world through land-use management“ stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Sustainability vor. (DOI: 10.1038/s41893-019-0220-7).

    Foto: Markus Breig, KIT
    Zweischneidig: Grund für das zunehmende Grün sind Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft – die Dünger und vermehrte Bewässerung brauchen. (Foto: Markus Breig, KIT)

    China und Indien tragen zu rund einem Drittel zur Begrünung der Erde bei, obwohl sich in den beiden Schwellenländern nur neun Prozent der bewachsenen globalen Landfläche befinden. Dies ergab die Auswertung hochwertiger NASA-Satellitendaten. „Seit 18 Jahren messen wir durch Fernerkundung mithilfe von Satelliten die Entwicklung der Vegetation auf der Erde. Satelliten-Sensoren ermöglichen es, die Erde mit einer räumlichen Auflösung von 500 Metern über diesen Zeitraum zu betrachten“, sagt Dr. Richard Fuchs vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) in Garmisch-Partenkirchen, dem Campus Alpin des KIT. Der Geograf und Co-Autor der Studie befasst sich mit globalen Mustern, Ursachen und Umweltfolgen der Intensivierung der Agrarwirtschaft.

    Dass die Erde grüner wird ist seit Langem bekannt. „Bislang ging man davon aus, dass der erhöhte Gehalt des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre das Pflanzenwachstum anregt, allerdings wäre dann zu erwarten gewesen, dass dies rund um den Globus gleichmäßiger geschieht“, erläutert Fuchs. Aktuelle Satellitendaten aus den Jahren 2000 bis 2017 zeigten jedoch Begrünungsmuster der Erde, bei denen intensive Anbau- und Forstgebiete wie China und Indien, aber auch Europa, auffallend hervorstechen.

    Ergrünen ist zweischneidig

    Die landwirtschaftlichen Anbaugebiete in China und Indien wurden seit den frühen 2000er Jahren nicht wesentlich vergrößert, dennoch ist die Produktion von Nahrungsmitteln wie Getreide, Gemüse und Obst in den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde seit 2000 um etwa 35 bis 40 Prozent gewachsen. „Diese Ertragssteigerung ist auf den verstärkten Einsatz von Dünger und vermehrte Bewässerung zurückzuführen“, sagt Fuchs. Angesichts der Konsequenzen etwa für die Gewässerqualität durch den Düngemitteleintrag spricht der Wissenschaftler von einer Zweischneidigkeit dieses Ergrünens. Die ausgiebige Versorgung der Pflanzen mit Kalium, Stickstoff und Phosphor erhöht das Volumen der Biomasse und ermöglicht mehrmalige Ernten pro Jahr. Die Länder tragen damit wesentlich zur Ernährungssicherung der Weltbevölkerung bei. Allerdings wird auch deutlich: Fast alle Agrarregionen überdüngen immer noch gewaltig und schädigen so ihre Umwelt. China unternehme mit der „Großen Grünen Mauer“ zudem ein ehrgeiziges Aufforstungsprojekt gegen die Ausbreitung der Wüste.

    „Der Faktor Mensch ließ sich lange Jahre nicht erfassen, jetzt haben wir mehr Klarheit darüber, welchen bedeutenden Einfluss der Mensch durch seine starken Eingriffe in den Naturraum auf das Klima hat“, sagt Fuchs. In Modelle einbezogen, können die Erkenntnisse dazu beitragen, Prozesse des Klimasystems künftig besser zu verstehen.

    An der Studie beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA, China, Indien, Frankreich, Dänemark, Norwegen und Deutschland. Einige ihrer Verfasser sind zugleich Autoren von Beiträgen in Berichten des Weltklimarats. „Unsere Grundlagenforschung fließt damit auch in die wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung der Politik ein“, betont Fuchs.

    Originalpublikation:

    Chi Chen, Taejin Park, Xuhui Wang, Shilong Piao, Baodong Xu, Rajiv K. Chaturvedi, Richard Fuchs, Victor Brovkin, Philippe Ciais, Rasmus Fensholt, Hans Tømmervik, Govindasamy Bala, Zaichun Zhu, Ramakrishna R. Nemani, Ranga B. Myneni: China and India lead in greening of the world through land-use management. Nature Sustainability, Januar 2019: http://dx.doi.org/10.1038/s41893-019-0220-7
     
    Details zum KIT-Zentrum Klima und Umwelt: www.klima-umwelt.kit.edu

     


     

     

  7. José David da Torre Suárez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH: „Durch intelligente Mobilität und effizienteren Energieverbrauch Treibhausgase und Stickoxidemissionen in der Innenstadt reduzieren“

    Die Digitalstadt Darmstadt zeichnet sich dadurch aus, dass sie durch die Unterstützung modernster Technik Informationen über das Stadtgeschehen sammelt, diese analysiert und durch die gewonnenen Erkenntnisse in der Lage ist, neue Prozesse für eine noch höhere Lebensqualität umzusetzen. Im Projekt „Smart Lighting“ aus dem Bereich „Energie“ sind Straßenlaternen rund um das Residenzschloss mit speziellen Sensoren ausgestattet, um sie ergänzend zu ihrer Funktion als reine Verkehrs- und Stadtbeleuchtung auch für Messungen über das Verkehrsaufkommen, für Luftqualitätsanalysen oder zur Feststellung des Geräuschpegels nutzen zu können. Wie Smart Lighting Daten erfasst und auswertet, das hat José David da Torre Suárez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH, gemeinsam mit den Projektpartnern von ENTEGA und ICE-Gateway/Vodafone am 1. Februar 2019 an einer intelligenten Straßenlaterne am Residenzschloss gezeigt.

    © Digitalstadt Darmstadt /Anja Mendel
    Im Projekt „Smart Lighting“ der Digitalstadt Darmstadt aus dem Bereich „Energie“ sind Straßenlaternen rund um das Residenzschloss mit speziellen Sensoren ausgestattet, um sie ergänzend zu ihrer Funktion als reine Verkehrs- und Stadtbeleuchtung auch für Messungen über das Verkehrsaufkommen, für Luftqualitätsanalysen oder zur Feststellung des Geräuschpegels nutzen zu können. © Digitalstadt Darmstadt /Anja Mendel

    José David Da Torre Suárez betonte: „Um die lokale Umwelt zu schützen und das globale Klima zu schonen, wollen wir den Ressourcenverbrauch bedarfs- und umweltgerecht gestalten. Dazu benötigen wir Umweltdaten, die wir direkt in unsere Planungs- und Entscheidungsprozesse einbeziehen und mit denen wir die Luftqualität in der ganzen Stadt in Echtzeit überwachen können. CO2-Daten erhalten wir so beispielsweise aus der ICE-Gateway-Sensorik, die an die Straßenlaternen angebracht ist. Aus den Ergebnissen unserer Projekte zur intelligenten Mobilität und zum effizienteren Energieverbrauch lassen sich dann neue Handlungsmaßnahmen ableiten, die zu einer Reduzierung von Treibhausgasen und Stickoxidemissionen in der Innenstadt beitragen können. Smart Lighting ist somit ein wichtiges Projekt in unserem Leuchtturm Mobilität & Umwelt, mit dem wir für Darmstadt einen Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Vorreiter in der Vereinbarkeit von Mobilität und Nachhaltigkeit setzen können.“

    Die Straßenlaterne an der Bushaltestelle gegenüber dem Darmstadtium ist mit einem Lärm- und einem CO2-Sensor ausgestattet. Dieser kann auch ermitteln, wie hoch das Verkehrsaufkommen an der vielbefahrenen B26 (Höhe Schloßgraben / Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz) ist und registriert die Anzahl der Fußgänger, der Radfahrer sowie der vorbeifahrenden Autos – ohne personenbezogene Daten zu erheben. „Die Analyse des aktuellen Verkehrsaufkommens in den Innenstädten wird in der Zukunft immer wichtiger werden. ICE Gateway liefert hierzu eine Vielzahl von Smart City Konzepten, um dies effizient zu gestalten“, sagte Ralf Gerbershagen, Geschäftsführer der ICE-Gateway GmbH. Gleichzeitig geben die Sensoren auch Auskunft darüber, wie lange ein Verkehrsteilnehmer sich beispielsweise im Bereich der Haltestelle aufhält. Wie hoch hingegen der Geräuschpegel ist, wird via Sensormikrofon und Schalldruck ermittelt.

    „Im Internet der Dinge lernt die Straßenlaterne sprechen. Sie meldet per Mobilfunk regelmäßig die erfassten Sensordaten an die Analyseplattform“, so Marie-Louise Bruch, Head of IoT Deutschland bei Vodafone. „Geplant ist zudem, dass die Daten später auf der gerade entstehenden städtischen Datenplattform mit dem Open-Data-Gedanken zur Verfügung gestellt werden“, ergänzt José David Da Torre Suárez.

    In der Abteilung Verkehrssteuerung des Straßenverkehrs- und Tiefbauamts der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollen die via Smart Lighting ermittelten Daten über Verkehrsaufkommen und Luftemissionen mit denen durch das aufgebaute Umweltsensornetz zusammengeführt und ausgewertet werden. Durch die Ergebnisse lassen sich Verkehrsflüsse im Stadtgebiet optimiert steuern und Staus vermeiden. Das Projekt Smart Lighting wird in diesem Jahr noch ausgebaut werden: Die Digitalstadt plant, rund um die Schlossumfahrung noch weitere Straßenlaternen mit der Sensorik auszustatten. Eine Installation von neuen Masten ist dafür nicht notwendig.

    Weitere Informationen: www.digitalstadt-darmstadt.de

     


     

     

  8. Die Topcon Positioning Group gibt Personaländerungen und Beförderungen im Geschäftsbereich Bau für die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) bekannt.

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 übernimmt Ulrich Hermanski die Rolle des Chief Marketing Officers der Topcon Positioning Group. In den letzten fünf Jahren war er Vice President Vertrieb für Bauprodukte in der EMEA-Region. Insgesamt blickt Hermanski auf über 20 Jahre Vertriebs- und Marketingerfahrung bei Topcon in den EMEA-Gebieten zurück. Er ist dem President und CEO der Topcon Positioning Group, Ray O’Connor, unterstellt und ist im kalifornischen Livermore tätig. Neben Hermanski übernehmen auch Carsten Frantzen, John Downey, Karsten Dietrich und Luc Le Maire neue Aufgaben.

    Carsten Frantzen übernimmt die Leitung für den Geschäftsbereich Bau in der EMEA-Region. Als Senior Director kümmert er sich um die Einbindung und Zusammenarbeit aller Topcon-Niederlassungen dieses Gebiets. Er ist seit August 2014 bei Topcon und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Bauindustrie. Frantzen untersteht Murray Lodge, Senior Vice President und General Manager für den Geschäftsbereich Bau in der Topcon Positioning Group. Downey und Dietrich arbeiten unter der Leitung von Frantzen.

    Dabei übernimmt John Downey die Rolle des Vertriebsleiters für EMEA. Zu seinen Aufgaben gehören neben Führungsverantwortung auch der weitere Aufbau der nationalen Vertriebsteams sowie die Unterstützung und Verwaltung der OEM-Vertriebsstrukturen wie etwa wichtige Partnerschaften und Programme. Downey ist seit 1998 in wechselnden Führungspositionen im Vereinigten Königreich und der Republik Irland für Topcon aktiv. Zuletzt war er regionaler Businessmanager Bau in der EMEA-Region.

    Karsten Dietrich ist der neue Leiter für Business Development, EMEA. Er wird nationale Teams mit dem Schwerpunkt Asphaltbau aufbauen. Dietrich ist seit 2016 bei Topcon. Insgesamt hat er über 27 Jahre Erfahrung in der Bauindustrie.

    Luc Le Maire wurde zum neuen Managing Director von Topcon Positioning Belgium ernannt. Er ist für den stetigen Ausbau der OEM-Händler und den Zubehörmarkt verantwortlich. Le Maire ist schon mehr als 20 Jahre bei Topcon beschäftigt. Er untersteht Andreas Strunk, Vice President für die EMEA-Niederlassungen und Managing Director von Topcon Deutschland Positioning.

     


     

     

  9. Ab sofort auch Baustelleninformationen verfügbar

    Ob Straßenverzeichnis, ein Plan zu Parkmöglichkeiten und Parkscheinautomaten, die Kehrbezirke der Schornsteinfeger, die Standorte der E-Ladesäulen oder die jüngsten Wohnungsmarktbeobachtungen: Das GeoPortal der Stadtverwaltung bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern umfangreiche Informationen zu verschiedenen Themen rund um Landau. Seit Kurzem verfügbar: Eine interaktive Baustellenkarte, mit der sich Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer über aktuelle Verkehrsbehinderungen sowie deren geplante Dauer informieren können.

    © Stadt Landau in der Pfalz
    Geoportal Stadt Landau in der Pfalz © Stadt Landau in der Pfalz

    Zuständig für Aufbau und Pflege des geographischen Informationsystems (GIS), das seit den 1990er Jahren von der Stadt betrieben wird und seit 2010 auch online verfügbar ist, ist die Abteilung Vermessung und Geoinformation des Stadtbauamts. „Das Landauer GeoPortal, das unter www.geoportal.landau.de besucht werden kann, ist auf der gleichen Basis wie das Pendant des Landes Rheinland-Pfalz www.geoportal.rlp.de entstanden“, erklärt der hauptverantwortliche Mitarbeiter Franz-Josef Rutz. „Zu finden ist umfangreiches Kartenmaterial der Stadt Landau, das neben Flurstücken, Gebäuden und Hausnummern unter anderem auch Aufschluss über den Verlauf des Festungsrundwegs Route Vauban, die Standorte der Stolpersteine oder die Abfallsammel- und Straßenreinigungsbezirke gibt.“ Auch zahlreiche Statistiken wie etwa zu den Themen „Bevölkerung“, „Bauen und Wohnen“ oder „KfZ-Zulassungen“ seien im GeoPortal online zugänglich.
     
    „Mit der neuen, interaktiven Baustellenkarte, die stets aktuell über die Verkehrsbehinderungen in der Stadt informiert, bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern nun einen weiteren Service“, so Rutz. Mit Hilfe des Informationsbuttons seien für die einzelnen Baustellen Angaben zur Art der Sperrung, der  Verkehrsbedeutung, der Art und Dauer der Maßnahme sowie Informationen zur genauen Lage und zum Bauträger bzw.Auftraggeber abrufbar.
     
    Für 2019 ist geplant, das GeoPortal auch für die Nutzung mit Smartphones zu optimieren. Außer einer Internetverbindung und eines Browsers sind zur Nutzung des GeoPortals keine speziellen Hard- oder Softwarevoraussetzungen notwendig.

     


     

     

  10. Die neue „Karte des Monats“ für Februar 2019 beschreibt die Verbreitung der Böden in Niedersachsen im Maßstab 1:50.000. Die sog. BK50 ist eng mit anderen landesweiten Kartenwerken und Datenbanken abgestimmt und besitzt eine große fachliche und räumliche Aussagetiefe.

    Das Geoportal.de präsentiert regelmäßig eine „Karte des Monats“ mit ausgewählten Geodaten, welche unter die Europäische Richtlinie INSPIRE fallen und ganz nach dem Motto „INSPIRE the users“ über Darstellungsdienste bereitgestellt werden.

    Der Darstellungsdienst wird vom Niedersächsischem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bereitgestellt.