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  1. DLR erhält gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen eine Förderung von 12 Millionen Euro für den Aufbau eines 5G-Reallabors

    Der Mobilfunkstandard 5G gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Durch die Echtzeitfähigkeit, die Sicherstellung der Datenübertragung und die erhöhte Bandbreite nimmt 5G eine wichtige Rolle für das maschinelle Lernen und die künstliche Intelligenz in kabellosen Übertragungsszenarien ein.

    Quelle: BMVI
    Der Bundesminster für Verkehr digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (mittig im Bild), übergab am 5. Dezember 2019 den Förderbescheid für das 5G-Reallabor in der Region Braunschweig-Wolfsburg an das DLR, vertreten durch Prof. Dr. Katharina Seifert und Prof. Dr. Frank Köster (links im Bild). Unterstützt wird das federführende DLR von weiteren Forschungseinrichtungen, dem Amt für regionale Landesentwicklung, vertreten durch Matthias Wunderling-Weilbier (2. v. r.), und der Volkswagen AG, vertreten durch Volker Römmeler (rechts im Bild). Quelle: BMVI

    Gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen erhält das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen Förderbescheid in Höhe von etwa 12 Millionen Euro für den Aufbau eines offenen 5G-Reallabors in der Region Braunschweig-Wolfsburg. Der Bescheid wurde am 5. Dezember 2019 vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, in Berlin übergeben.

    „5G ist weit mehr als nur schnelles Internet - es ist der Schlüssel zur Zukunft. Kapazität, Konnektivität und Echtzeit sind hier die Zauberwörter. Ein Beispiel: Ein autonomes Fahrzeug wird etwa ein Gigabyte Daten benötigen und zwar pro Minute. Zum Vergleich: Für eine Minute Video in Full HD auf dem Smartphone benötigt man etwa 30 Megabyte. Die Fahrzeuge müssen zudem mit intelligenten Verkehrsleitsystemen kommunizieren − 5G erlaubt die Einbindung von bis zu einer Million internetgesteuerter Dinge im Umkreis von einem Kilometer. Und das Ganze nutzt Ihnen als Mitfahrer nichts, wenn das Fahrzeug nicht auch in Echtzeit bremst. Die geförderten Projekte in der Region Braunschweig-Wolfsburg zeigen, wie 5G unser Leben verändern und vielleicht sogar Leben retten wird. Etwa wenn Autos künftig automatisch eine Rettungsgasse bilden und eine Drohne den Einsatzkräften noch vor ihrem Eintreffen Informationen über die Situation am Unfallort liefert", sagt Bundesminister Andreas Scheuer.

    „Die Förderung des 5G-Reallabors ermöglicht uns, in der Gebietskulisse Braunschweig-Wolfsburg das gesamte Spektrum aktueller Kommunikationstechnologien mit hohem Praxisbezug und hoher Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger voranzutreiben“, freut sich Prof. Dr. Katharina Seifert, Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik. Sie nahm den Förderbescheid stellvertretend für das Konsortium entgegen. „Wir streben eine enge Integration der nun neu entstehenden Möglichkeiten mit unseren in Niedersachsen bereits bestehenden Infrastrukturen und Plattformen an. Dadurch werden diese auch über die Mobilwirtschaft hinaus wirksam.“

    Im Schwerpunktbereich Mobilität untersucht das DLR drei Anwendungsfälle: Straße, Schiene und Luft. Das Institut für Verkehrssystemtechnik erforscht dabei für den Schienenverkehr einen ferngesteuerten Bahnbetrieb über 5G. Im Straßenverkehr wird die Rettungsmobilität mit Unterstützung durch eine harmonisierte Ampelschaltung sowie die Bildung einer Rettungsgasse mit vernetzten und automatisierten Fahrzeugen optimiert. Auch unbemannte Luftfahrzeuge spielen in dem neuen 5G-Reallabor eine Rolle. Hier arbeiten die DLR-Institute für Flugführung, für Verkehrssystemtechnik und für Flugsystemtechnik an der Integration von Drohnen in den Luftraum. Die Fernsteuerung von Rettungsdrohnen über 5G unterstützt die Aufklärung und Absicherung von Unfallstellen in Vernetzung mit dem Straßenverkehr.

    Die im Reallabor erarbeiteten Ergebnisse können später in die bestehenden Testfelder Anwendungsplattform intelligente Mobilität (AIM) und das Testfeld Niedersachsen integriert werden. Dafür werden sowohl eine 5G-spezifische Serviceplattform als auch ergänzende Dienste und Services erforscht und entwickelt.

    Die Forschungsvorhaben starten noch 2019 und werden Ende 2022 abgeschlossen sein. Unterstützt wird das 5G-Reallabor vom Land Niedersachsen, dem Amt für regionale Landesentwicklung, den Städten Braunschweig und Wolfsburg sowie der Volkswagen AG.

    Weitere Informationen: www.dlr.de

     

     

     

     

  2. Geoinformation für die Digitale Zukunft

    In seinem 25. Jubiläumsjahr hat der Deutsche Dachverband für Geoinformation e.V. (DDGI) mit dem 7. Deutschen GeoForum die Themenfelder der GeoIT, der Erdbeobachtung und der Navigation mit den aktuellen Entwicklungen der Querschnittstechnologien wie BigData, CloudComputing, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Maschine Learning, aufgegriffen. Unter dem Motto -  Geoinformation für die Digitale Zukunft, standen die beiden Veranstaltungstage am 26. und 27.11.2019 in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin.

    Bild Werner Liebers
    Beim 7. Deutschen GeoForum des Dachverbandes für Geoinformation (DDGI) trafen sich über 100 Fachleute der gesamten Geoinformationsbranche in Berlin. Bild Hans Werner Liebers.
    Bild Hans Werner Liebers
    Herr Staatssekretär Dr. Markus Kerber, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) überbrachte am Vorabend des 7. Deutschen Geoforums auf der Jubiläumsfeier 25 Jahre DDGI Grüße des Innenministeriums. Bild Hans Werner Liebers.
    Bild: Hans Werner Liebers
    Wilfried Grunau - Präsident Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV), Präsident Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI)“. Bild: Hans Werner Liebers

    Am Vorabend des 7. Deutschen Geoforums hatte der DDGI zu seiner Jubiläumsfeier in die Landesvertretung Hamburgs in Berlin eingeladen. Herr Staatssekretär Dr. Markus Kerber, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), überbrachte die Grüße des Innenministeriums und hob die Bedeutung der Geoinformation bei der Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen hervor. Er bedankte sich beim DDGI für seine 25-jährige Arbeit und verwies auf den Bedarf von Institutionen und Dachverbänden, die Branchen- und Technologie übergreifend die Akteure in Deutschland zusammenführt.

    Bild Hans Werner Liebers
    Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer, Vorsitzender GDI-DE - Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung. Bild Hans Werner Liebers.
    Bild: Hans Werner Liebers
    Feierstunde DDGI. Vlnr.: Christoph Harzer - Geschäftsführer Bernhard Harzer Verlag GmbH, Karl-Heinz Spies - Leiter Geoinformation Wupperverband, Georg Wulf - Vorstand Wupperverband, Udo Stichling - Präsident DDGI, Hendrik Osenberg - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Bild: Hans Werner Liebers

    Herr Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer GDI-DE und quasi Gastgeber in der Landesvertretung Hamburg in Berlin, wie auch Herr Wilfried Grunau, der als Präsident des Verbandes Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) die Grußworte für die Geoverbände in Deutschland sprach, machten den Kooperationsbedarf der bunten und vielfältigen Geoinformationsbranche deutlich. Frau Godela Roßner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Raumfahrtmanagement, und Veranstaltungspartner des 7. Deutschen Geoforums, blickte auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem DDGI zurück. Ihr Blick in die Zukunft zeigte auf, dass das DLR auch in Zukunft mit Partnern wie dem DDGI zusammenarbeiten wird, um die wertvollen Erbeobachtungsdaten in die Nutzung der verschiedensten Anwenderbranchen zu bringen.

    Bild: Werner Liebers
    Bei einer offenen Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Feuerwehr, Wasserverband, Landesvermessung, Luft- und Raumfahrt, Fernerkundung und Hochschule konnte Präsident Udo Stichling den Leistungsstand der Beteiligten abfragen. Vlnr.: Udo Stichling - Präsident DDGI, Georg Wulf - Vorstand Wupperverband, Hartmut Ziebs - Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Prof. Paul Becker - Präsident des Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG), Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer, Vorsitzender GDI-DE - Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung, Godela Roßner - DLR, Dr. Andreas Müterthies - Vizepräsident DDGI - EFTAS GmbH, Prof. Dr. rer. nat. Andreas Wytzisk-Ahrens - Europabeauftragter DDGI - Hochschule Bochum - 52°North. Bild Hans Werner Liebers.

    Beim 7. Deutschen GeoForum des Dachverbandes für Geoinformation (DDGI) trafen sich über 100 Fachleute der gesamten Geoinformationsbranche in Berlin. Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und Politik, diskutierten über den Einsatz von Geoinformation für die digitale Zukunft. Über 120 Anmeldungen konnte der DDGI verzeichnen und musste frühzeitig die Anmeldeliste schließen. Das abwechslungsreiche Programm des 7. Deutschen Geoforums bestand aus einem Keynote-Vortrag, Impulsvorträgen, einer Podiumsdiskussion und acht Fachvorträgen in zwei Vortragsböcken. Es bestand ausreichend Raum für Fragen und Diskussionen sowie in den Pausen für ein intensives Netzwerken unter den Teilnehmenden.

    Bild: Hans Werner Liebers
    Gut besucht: Die Ausstellung der Sponsoren beim 7. Deutschen Geoforum 2019 in Berlin. Bild: Hans Werner Liebers

    Mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Kartographie, Professor Becker, trat direkt zu Beginn des Forums ein "Schwergewicht" in der Geobranche auf. In seinem Keynote-Vortrag verwies er auf die zu erwartenden explodierenden Datenmengen und die damit verbundenen Herausforderungen. Diese großen Datenmengen einer digitalen und vernetzten Gesellschaft führt allerdings die Hochleistungsrechner wie auch die Datenübertragung an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Mit Terra- und Petabyte zu hantieren wird eine der Aufgaben der digitalen Gesellschaft werden.
    Aus Sicht eines Nutzers von Geoinformationsdaten beschrieb der Präsident des deutschen Feuerwehrverbandes DFV, Hartmut Ziebs, den großen Bedarf an Geoinformationen für die Feuerwehr auf. Dies reicht von der schnellen Erfassung des aktuellen Lagebildes bis hin zur Indoornavigation der Rettungskräfte in Gebäuden. Die Probleme, vor denen die Feuerwehren häufig stehen, wenn sie Geoinformationen aus den vielfältigen Quellen nutzen wollen, sind immens und reichen von der Verfügbarkeit der Daten aus den unterschiedlichsten Datenquellen bis hin zu Fachkräften, die Geoinformationen im Einsatzfall nutzen.

    In einem weiteren Impulsvortrag mit der Überschrift „Copernicus und Galileo – Europas Team für die digitale Zukunft“ wurden die aktuellen Entwicklungen der beiden europäischen Satellitensysteme vorgestellt. Frau Godela Roßner vom DLR-Raumfahrtmanagement, zeigte die großen Potenziale der Erdbeobachtungsdaten auf wie auch die zukünftige Entwicklung des Copernicus-Systems. Ihr Kollege, Herr Hendrik Osenberg, zeigte die Bedeutung der Satellitennavigation in unserem täglichen Leben auf. Mit dem europäischen Galileo-System hat Europa ein unabhängiges und ziviles Navigationssystem geschaffen, mit einer hohen Zuverlässigkeit, Unabhängigkeit und Genauigkeit, die die anderen wie Satellitensysteme GPS (USA), GLONASS (Rußland) und das chinesische „BeiDou“ nicht bieten.

     Bild Hans Werner Liebers.

    Hartmut Ziebs - Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands. Bild Hans Werner Liebers.

    Bei einer offenen Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Feuerwehr, Wasserverband, Landesvermessung, Luft- und Raumfahrt, Fernerkundung und Hochschule konnte Präsident Udo Stichling den Leistungsstand der Beteiligten abfragen. Dabei ging es auch darum, inwieweit die Beteiligten bereits jetzt miteinander kooperieren, wo neue Tätigkeitsfelder auftreten und wie in der Zukunft besser mit den vielfach bereits vorhandenen Daten gearbeitet werden kann. Die Podiumsdiskussion zeigte auch, dass die Bestrebungen zu mehr OpenData sowie weniger und einfacherer Lizenzen eine wesentliche Forderung der Beteiligten aus allen Bereichen ist.

    Die Fachvorträge spannten einen großen Bogen über die vielfältigen Themen der Geoinformation, die uns in der digitalen Zukunft intensiv beschäftigen werden. Hierzu zählten die IT-Infrastrukturen und Palttformtechnologien, die die moderne Nutzung der in Zukunft exponential zunehmenden Datenmengen möglich machen, dem Anwendungspotenzial von höchstaufgelösten Satellitenbilddaten, den Angeboten für die Mobilitätsfragen der Zukunft bis hin zu rechtlichen Herausforderungen an autonome Systeme. Praxisbeispiele aus den Bereichen der Wasserwirtschaft, der Gewässerkunde und des Landmanagements zeigten den bisherigen Einsatz von Geodaten auf wie auch auf die großen Potenziale der digitalen Zukunft. Gleichermaßen wurden auch Anforderungen genannt, die sich an die Adresse der Politik und an die Verwaltung richteten, so z.B die Opendata Strategie weiter konsequent umzusetzen und die digitale Infrastruktur mit Nachdruck auszubauen.

    In einer begleitenden Fachausstellung konnten sich die Teilnehmenden an den Informationsständen der Unternehmen einen aktuellen Einblick über die Angebote und Leistungen verschaffen.

    In der Abschlusserklärung wurde auf die drängenden Themen unserer Zeit wie Klimaschutz, Umwelt- und Naturschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffbe-schaffung, Erneuerbare Energien, Zugang zu sauberem Wasser, Gesundheit, demografischer Wandel, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, Mobilität mit intelligentem, umweltfreundlichem und integriertem Verkehr, sichere Gesell-schaften und den Zugang zu Informationen hingewiesen und dass sie sich ohne Geoinformation nicht lösen lassen.

    Diese Problemstellungen waren und sind Ressort- und Technologie übergrei-fend. Gerade die Geoinformation befähigt eine Ressort- und Technologie über-greifende Betrachtung dieser Problemstellungen.
    Hierzu bedarf es auch Institutionen, wie die von Dachverbänden, die Branchen- und Technologie übergreifend die Akteure zusammenführt.

    Insgesamt war das 7. Deutsche GeoForum eine informative Veranstaltung, die die aktuellen Technologiethemen der Geobranche aufgegriffen hat und in den Bezug zu den vielfältigen Nutzungen stellte. Das nächste Deutsche GeoForum ist bereits für 2020 terminiert. Sie sollten sich den 25.11.2020 bereits jetzt vormerken.

    Weitere Informationen: www.ddgi.de

     

     

    Abschlusserklärung zum 7. Deutschen GeoForum

     

    Bild Hans Werner Liebers 

    Abschlusserklärung zum 7. Deutschen GeoForum. Vlnr.: Udo Stichling - Präsident DDGI, Dr. Andreas Müterthies - Vizepräsident DDGI, Peter Loef - Vorstand DDGI - designierter Präsident DDGI. Bild Hans Werner Liebers


    Mit dem 7. Deutschen GeoForum wollte der DDGI die Bedeutung der Geo-IT für alle Bereiche der Verwaltung, Wirtschaft und Forschung in den Vordergrund stellen. Am 27.11.2019 trafen sich in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin über 100 Fachleute, die in den vielfältigsten Bereichen der Geoinformation arbeiten.
    Die Vorstellung von aktuellen Entwicklungen in den verschieden Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung, das Kennenlernen von Anforderungen der Nutzer und Anwender und das Aufzeigen von Lösungen durch die Forschung- und Entwicklung, waren Ziele der Veranstaltung. Das GeoForum diente auch der Vernetzung der Teilnehmenden, dem Austausch von Erfahrungen und Ideen für neue Geschäftsfelder. In der begleitenden Fachausstellung wurden Dienstleistungen und Lösungsangebote entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorgestellt.
     
    In einer angeregten Diskussion auf dem Podium ergaben sich Ansatzpunkte für weitere Verknüpfungspunkte zur ministerialen Verwaltung und Politik. Nachdem der Staatssekretär Dr. Kerber bereits am Vorabend den Gästen des DDGI die Bedeutung und Aufgaben eines Dachverbandes und von Geoinformationen insgesamt aufgezeigt hatte, galt es beim GeoForum zu klären, inwieweit die Geoinformationsbranche dazu beitragen kann, die zukünftigen Herausforderungen der digitalen Transformation in der Gesellschaft zu bewältigen.

    Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine Gesellschaft ohne Geoinformation nicht mehr funktionieren kann, erst recht nicht in einer digitalen Welt. Sie fordern die Politik und Regierung auf, neben dem breiten Einsatz von OpenData auch die Vernetzung der verschiedenen Anwender untereinander zu fördern. Dies sind nur beispielhaft genannt die Feuerwehren, Wasserverbände und die Geoinformationsverwaltungen.

    Dabei gilt es auch die Geoinformationen der Wirtschaftsunternehmen sinnvoll in die Datenbestände zu integrieren. Dabei muss das Ziel sein, auch die Lizenzrechtlichen Aspekte zu berücksichtigen.

    Wenn die Bundesregierung einen gemeinsamen Ansprechpartner für alle Bereiche der Geoinformation benennt, wäre für die gesamte Branche viel erreicht.

    Fazit

    Die drängenden Themen unserer Zeit, wie Klimawandel, Starkregen- und Hochwasserereignisse, die der zukünftigen Mobilität, einer nachhaltigen Landwirtschaft und einer CO2-neutralen Energieerzeugung u.v.a., von denen wir heute gehört haben, lassen sich ohne Geoinformation nicht lösen.

    Diese Problemstellungen sind Ressort- und Technologie übergreifend. Gerade die GeoIT ist befähigt, Ressort- und Technologie übergreifende Lösungsangebote für die zukünftigen Problemstellungen bereitzustellen.
    Hierzu sind interdisziplinäre Vorgehensweisen notwendig und es bedarf auch Institutionen, wie die von Dachverbänden, die Branchen- und Technologie übergreifend die Akteure zusammenführt.

    Berlin, 27.11.2019

    Weitere Informationen: geoforum.ddgi.de

     

     

     

     

  3. Mit der SAP Deutschland SE & Co. KG reiht sich neben Esri Inc. und Safe Software Inc. nun ein weiterer namhafter internationaler Softwarekonzern in das Partnernetzwerk der con terra GmbH ein. Als SAP Silver Partner bietet con terra seinen Kunden ein speziell auf räumliche Fragestellungen fokussiertes Leistungsangebot auf Basis der Entwicklungs- und Integrationsplattform SAP HANA.

     

    GeoIT-Lösungen auf Basis von SAP HANA Spatial

    SAP setzt neben Partnerschaften in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Betrieb auch im Bereich Service auf die Expertise kompetenter Partner. Dabei fokussiert das Kooperationsmodell auf Unternehmen, die weitergehende Beratungs- und Implementierungsservices anbieten.

    Als führender Integrator von GeoIT-Lösungen, erschließt con terra seinen Kunden die Vorzüge der Entwicklungs- und Integrationsplattform SAP HANA. Mit der neuen Partnerschaft stärkt con terra die Verbindung zu SAP und setzt auf die weitreichenden Möglichkeiten, räumliche Fragestellungen auf Basis der SAP HANA Plattform zu lösen.
    „SAP HANA versetzt uns in die Lage, lokationsbasierte, unstrukturierte Massendaten in Echtzeit zu verarbeiten. Dies bietet einen echten Mehrwert für unsere Kunden. Die Partnerschaft mit SAP war für uns deshalb ein logischer Schritt, unser Angebot auszubauen und unser Know-how weiter zu schärfen. Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit“, so Karl Wiesmann, Geschäftsführer der con terra  GmbH.

    Leistungen der con terra

    Mit der SAP Partnerschaft erweitert con terra das GeoIT-Leistungsangebot auf Basis von ArcGIS, FME und con terra Technologies nun um die Komponente SAP HANA. Kunden profitieren somit von einem umfassenden Beratungs- und Serviceangebot rund um das Thema Prozessoptimierungen auf Basis von Geodaten und räumlichen Analysen. Mehrwerte im Zusammenspiel mit SAP HANA ergeben sich vor allem aus der Anbindung an die weltweit führende Plattform zur Verarbeitung von Geodaten ArcGIS sowie den Möglichkeiten zur individuellen Lösungsgestaltung auf Basis der con terra Technologies. Zudem bietet die Datenintegrationsplattform FME bei der Einführung von SAP HANA umfassende Unterstützung im Bereich der Datenmigration aus Bestandssystemen.

    Über die Partnerschaft

    Mit dem Status SAP Silver Partner bietet SAP Kunden die Sicherheit, einen qualifizierten Partner aus dem SAP Partnernetzwerk an seiner Seite zu haben. con terra konnte mit Erfolg alle erforderlichen Voraussetzungen, wie beispielsweise die Qualifizierung von Mitarbeitern zu Lösungsberatern für SAP HANA, erfüllen sowie alle notwendigen Qualitätsstandard nachweisen. Durch das alljährlich zu durchlaufenden Verfahren gewinnen Kunden die Sicherheit, langfristig bestmöglich betreut zu werden.

    Weitere Informationen: www.conterra.de



     

     

  4. Der Innovationswettbewerb Galileo Masters zeichnet innovative KI-Anwendungen in der Satellitennavigation aus

    Der Gewinner des "Galileo Masters" – der internationale Ideenwettbewerb rund um Satellitennavigation ist gefunden: Die niederländische Firma IntegriCom und ihr Gründer Bastiaan Ober.

    Quelle: ©DLR
    Der Gewinner der Galileo Masters 2019. Quelle: ©DLR

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) setzt sein langjähriges Engagement fort und hat für 2019 einen "Galileo Masters-Spezialpreis" ausgeschrieben, der ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz (KI) steht: In der "DLR Artificial Intelligence Navigation Challenge" wurden innovative KI-Anwendungen in der Satellitennavigation gesucht. Knapp 30 Eingaben in beachtlicher Qualität sind eingegangen – und gefunden wurde die Idee des Unternehmers Baastian Ober.

    Seine Innovation: Die Vielzahl der heute in Bodennetzwerken und Smartphones vorhandenen modernen Satellitennavigations (GNSS)-Empfänger sammeln große Mengen sehr detaillierter Daten über die von den Navigationssatelliten bereitgestellten GNSS-Signale. Die Frage ist nun, wie diese riesigen Datenmengen in wertvolle Informationen umgewandelt werden können: Um aus diesem Datenschatz eine genauere und zuverlässigere Navigation zu ermöglichen, setzt Bastiaan Ober die Methoden der Künstlichen Intelligenz ein. Durch Auswerten der großen Datenmengen werden selbst kleinste Fehlermuster und Unvollkommenheiten in den Satellitensignalen entdeckt und erlernt. Dieses Wissen ist für Nutzer und Anwender von Satellitennavigation von größtem Interesse, um Fehler zu korrigieren oder die Vertrauenswürdigkeit, bzw. Unsicherheit der ermittelten Positionsinformation zu bewerten. Damit wird zukünftig für Nutzer, die das erlernte Wissen einsetzen, eine noch genauere und zuverlässigere Positionsbestimmung ermöglicht. Das System verfeinert das erlernte Wissen stetig durch Einbeziehung neuer Messdaten.

    Dr. Rolf-Dieter Fischer, Leiter des DLR Technologiemarketings: "Mit 'Künstlicher Intelligenz in der Navigation', unserem 2019 erstmals gesetzten Thema, verbinden wir jetzt einen Megatrend in Wissenschaft und Gesellschaft mit den Multi-Konstellationen im Weltraum! Die Idee unseres Gewinners ist absolut neu, noch niemand hat sie je ausprobiert; mit gebündelten Kräften werden wir diese voranbringen."

    Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
    Künstliche Intelligenz. Quelle: DLR (CC-BY 3.0)



    Interview mit dem Innovator

    Bastiaan Ober, IntegriCom, Niederlande

    Wie kamen Sie dazu, eine Idee für den Galileo-Masters-Wettbewerb einzureichen?

    Ich arbeite jetzt schon seit fast zwei Jahrzehnten im Bereich Performance-Analyse und Performance-Monitoring für globale Navigationssatellitensysteme (GNSS). Der Schwerpunkt lag dabei bisher in erster Linie auf der Erkennung von Fehlern in den GNSS-Satelliten selbst, aber das Augenmerk verlagert sich heute zunehmend auf externe Bedrohungen wie Störungen und Spoofing. Herkömmliche Methoden eignen sich nicht gut dazu, solchen Bedrohungen zu begegnen. Deswegen gibt es einen Bedarf an neuen Entdeckungsmethoden auf der Grundlage von hochdetaillierten Signalanalysen.
    Wie genau funktioniert Ihre Idee?

    Mein Ansatz besteht darin, Benutzer anhand künstlicher Intelligenz (KI) vor heutigen und zukünftigen Bedrohungen zu beschützen, indem ein künstliches Gehirn in den Empfänger eingebaut wird, dem dann beigebracht wird, Signalprobleme zu erkennen. Mit softwaredefinierter Empfängertechnologie ist es möglich, enorme Datenmengen von den empfangenen GNSS-Signalen zu gewinnen. Die Herausforderung besteht darin, diese Daten in Informationen über die Qualität der Signale zu übersetzen. KI ist hervorragend dazu geeignet, eine solche Übersetzung vorzunehmen.
    An wen wendet sich diese Technologie, und welchen Nutzen würde sie Anwendern bringen?

    Alle Benutzer von GNSS-gestützten Ortungs- und Zeitgebungsdiensten werden von zusätzlichen Informationen über die Qualität der von ihnen genutzten Signale profitieren. Empfänger werden allerdings eine höhere Rechnerleistung für ihre KI-Funktionen benötigen und dabei mehr Energie verbrauchen. Zu Beginn werden die Mehrkosten in erster Linie dort gerechtfertigt sein, wo GNSS-Bedrohungen sich auf die Sicherheit, Zuverlässigkeit oder Rentabilität einer Anwendung auswirken. Beispiele wären Anwendungen wie autonome Fahrzeuge, Kommunikationsnetze, Stromversorgungsnetze, finanzielle Transaktionen, Schiff- und Luftfahrt u. v. a. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Kosten der Technologie mit zunehmender Reife verringern und sich dadurch dann sogar noch mehr Anwendungsfelder eröffnen werden.

     Was erhoffen Sie sich von dem Galileo-Masters-Wettbewerb?

    IntegriCom ist ein Einzelunternehmen. Das bedeutet, dass alle Projekte mit Ausnahme der allerkleinsten eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten erfordern, um Ideen an den Markt zu bringen. Im Bereich KI für GNSS habe ich unlängst eine Kooperation mit der niederländischen Firma S[&]T in Delft begonnen. Der Galileo-Masters-Wettbwerb bietet mir die Möglichkeit, diese Kollaboration zu erweitern und das zusätzliche Fachwissen einzubringen, die das DLR zu bieten hat. Außerdem wird die öffentliche Diskussion der Idee hoffentlich dazu beitragen, dass sie in naher Zukunft vollumfänglich realisiert werden kann.
    Gibt es andere, verwandte Ideen, die Sie in Zukunft gerne weiterentwickeln würden?

    Ja, ich habe da noch einige andere Ideen im Hinterkopf. Das Problem ist immer, die notwendige Zeit zu finden, um an diesen Ideen zu arbeiten, und deshalb muss ich ziemlich wählerisch sein. Ich hoffe jedenfalls, dass Sie schon bald wieder von mir hören werden.
    Der DLR Spezial-Preis

    Der DLR-Spezialpreis richtet sich an Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Organisationen ebenso wie an Privatpersonen in Deutschland und international. Der Gewinner erhält einen DLR-Gutschein als Sachpreis zur Weiterentwicklung und zielgerichteten Umsetzung seiner Idee – einschließlich technischer Unterstützung bei Forschungsaktivitäten, Zugang zu Test- und Simulationsanlagen, Fachberatung und Machbarkeits- oder Konzeptionsstudien. Der Arbeitsschwerpunkt wird in einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen Preisträger und DLR festgelegt. Die Beratungs- und Entwicklungsleistungen innerhalb des DLR umfassen fünf Personenmonate, eine Umwandlung in einen Geldpreis ist dabei ausgeschlossen.
    Anforderungen und Bewertungskriterien

    Für Galileo und andere globale Satellitennavigationssystemen (GNSS) werden Technologien und anwendungsorientierte Lösungen gesucht, die störfestes und autonomes PNT (positioning, navigation, timing) ermöglichen und unterstützen. Davon sollen insbesondere der Betrieb und die Entwicklung von automatisierten und autonomen Systemen profitieren. Die Teilnehmer sollen Lösungen ausarbeiten, die bestehende Probleme und Einschränkungen überwinden und für zukünftige Entwicklungen in der Satellitennavigation sowie ihren Applikationen gerüstet sind.

    Die „DLR Artificial Intelligence Navigation Challenge” wurde nach folgenden Kriterien bewertet:

        - Nutzen für den Anwenderkreis
        - Einsatz von Galileo/GNSS PNT-Services
        - Optimierung von bestehenden Ansätzen oder Entwicklung völlig neuer Ideen



     

     

  5. Ein Zoom auf den Rathausturm oder den Springbrunnen vor der Oper, der gleiche Straßenzug heute und vor 30 Jahren: Der Online-Stadtplan Leipzig erlaubt spannende Einblicke ins Stadtgebiet. Jetzt sind aktuelle Luftbilder von Leipzig im Online-Stadtplan einsehbar. Diese Ansicht kann über den Menüpunkt "Grundkarten Galerie" aufgerufen werden. Zum Vergleich sind dort auch Luftbilder aus dem Jahr 1990 hinterlegt, so dass jeder Nutzer die Stadtentwicklung gut nachvollziehen kann. Die Nutzung des Service ist selbstverständlich kostenfrei.

    © Stadt Leipzig/ Amt für Geoinformation und Bodenordnung
    Luftbild vom Markt mit dem Alten Rathaus. © Stadt Leipzig/ Amt für Geoinformation und Bodenordnung

    Die aktuellen Bilder entstanden im April 2019 während einer Befliegung. Diese erfolgt seit 2011 regelmäßig aller zwei Jahre während der laubfreien Jahreszeit im Auftrag des Amtes für Geoinformation und Bodenordnung. "Die daraus gewonnenen Daten dienen den Ämtern der Verwaltung, auch die Stadtgrundkarte sowie das 3D-Stadtmodell werden damit aktualisiert", erläutert die zuständige Abteilungsleiterin Jana Dietrich. So wurden im Jahr 2017 etwa während der Befliegung noch die versiegelten Flächen im Stadtgebiet analysiert, das Verkehrs- und Tiefbauamt kann in den Aufnahmen beispielsweise die Fahrbahnmarkierungen einsehen und das Amt für Stadtgrün und Gewässer den Baumbestand prüfen.

    Die Bilder haben eine Bodenauflösung von bis zu 20 Zentimetern und entsprechen somit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

    Der Online-Stadtplan ist unter www.leipzig.de/stadtplan zu finden.



     

     

  6. 3D-Zeitreihenanalysen sowie zeit- und ereignisgesteuertes Berichtswesen erweitern die Geo-Analytics-Plattform

    Das Karlsruher Softwareunternehmen Disy Informationssysteme GmbH stellt die neue Version der Data-Analytics-, Reporting- und GIS-Plattform Cadenza vor. Mit im Gepäck sind gänzlich neue Funktionalitäten wie die 3D-Analyse von ortsbezogenen Zeitreihendaten und die Einführung eines automatisierten zeit- und ereignisgesteuerten Berichtswesens.
    Mit den neuen Cadenza-Funktionalitäten können Analysten und Fachanwender zum ersten Mal u. a. die Datenpunkte ortsbezogener Zeitreihen zeitpunktgenau in einer 3D-Darstellung analysieren oder auch Reports automatisiert sowohl zeit- als auch ereignisgesteuert weitergeben.

    Bild Disy
    Cadenza Autumn 2019: Cadenza 3D. Bild Disy.

    Zeitliche Zusammenhänge in der dritten Dimension entdecken

    Zeitliche Phänomene, wie beispielsweise Bewegungsmuster von Fahrzeugen und Personen, lassen sich durch 2D-Kartendarstellungen nicht immer zweifelsfrei abbilden. Um Analysen sowohl orts- als auch zeitpunktgenau durchführen zu können, wurde Cadenza um die 3D-Analyse für Zeitreihen und damit um eine zusätzliche geo-temporale Analysemöglichkeit erweitert. Mit dieser neuen Funktion können die Datenpunkte einer Zeitreihe in den dreidimensionalen Raum projiziert werden. Der dabei entstehende 3D-Cube lässt sich in jede Richtung drehen und hineinzoomen. Der Anwender kann die Daten der Zeitreihe weiter filtern und damit die Datenansicht gezielt für seine Fragestellung einschränken. Räumliche und zeitliche Ausreißer und Abweichungen von üblichen Routen lassen sich damit leicht identifizieren.

    Zeit- und ereignisgesteuert informieren

    Damit Informationen schnell und frühzeitig an relevante Stellen und Personen weitergegeben werden können, wurde Cadenza um den Report Scheduler erweitert. Er unterstützt Organisationen hinsichtlich eines vollautomatisierten Berichtswesens: Der definierte Personenkreis wird automatisch per E-Mail informiert, sobald ein neuer Report vorliegt. Die Reports werden dabei nicht nur in einem frei definierbaren Turnus generiert, sondern auch, wenn ein bestimmtes Ereignis innerhalb dieses Zeitraums eingetreten ist. Eine integrierte Abonnementverwaltung bietet einen Überblick über die erstellten Report-Abonnements.

    Erweiterung der OLAP-Funktionalität um Pivotierung

    Im Bereich der mehrdimensionalen Analyse wurde Cadenza um die Pivotierung von Tabellen erweitert. Für eine Pivot-Darstellung stellt der Anwender den Tabellentyp von „einfach“ auf „Pivot“ um – mehr muss er nicht machen. Die Gruppierung der Daten ändert sich automatisch. Spalten und Zeilen einer Pivot-Tabelle können einzeln ein- und ausgeblendet sowie per Drag-and-Drop verschoben und an gewünschter Stelle neu positioniert werden.

    Anspruchsvolle Statistiken mit R erstellen und einbinden

    Um Daten für besondere Anwendungsfälle aufzubereiten, statistisch auszuwerten und grafisch darzustellen, wurde speziell für Analysten eine Schnittstelle für die freie Programmiersprache „R“ geschaffen. Daten lassen sich damit schnell über die Cadenza-Filtermöglichkeiten selektieren und über das individuell anpassbare R-Skript darstellen.
    Exakte Adressen und Kartenpositionen mit Geocoding und Reverse Geocoding finden
    „Wo befindet sich die Ludwig-Erhard-Allee 6 in Karlsruhe?“ oder „Wie lautet die entsprechende Adresse zu einer konkreten Position in der Karte?“ – Fragen dieser Art lassen sich jetzt mit der Ortssuche von Cadenza beantworten. Dafür wurde eine OGC-konforme Anbindung an Geokodierungsdienste mit deren umfassenden Adressdatenbeständen und Ortverzeichnissen geschaffen. Doch nicht nur die Suche per Eingabe im Suchfeld wird unterstützt: Wenn die Position des Mauszeigers in der Kartenansicht an den Geokodierungsdienst übergeben wird, erhält der Anwender ebenfalls eine exakte Adresse bzw. eine Angabe der nächstgelegenen Adresse.

    Cadenza mit neuen Funktionalitäten kennenlernen

    Cadenza bietet noch viele weitere neue Funktionalitäten und Verbesserungen, wie beispielsweise die weiter ausgebaute Unterstützung von PostgreSQL als Datenquelle, ein Filter-Facelift für die Datenselektion, räumliches Filtern in der Karte, Designvorlagen für Diagramme in Druckberichten und noch vieles mehr.
    Wer die Plattform für Data Analytics, Reporting und GIS noch nicht kennt, kann sich Cadenza in einem persönlichen Termin vorstellen lassen. Ein Präsentationstermin kann telefonisch mit Disy unter Tel. +49 (0) 721 16006-000 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vereinbart werden.

    Weitere Informationen: www.disy.net/de/produkte/cadenza



     

     

  7. In einer zweiten Studie belegt PTV Platz fünf unter den digitalen Pionieren

    Die PTV Group gehört zu den 450 weltweit führenden Unternehmen Deutschlands. Der Softwarehersteller für Verkehr und Logistik wurde auf die jetzt veröffentlichte Liste der Weltmarktführer 2020 der Universität St. Gallen und dem Magazin WirtschaftsWoche aufgenommen. Im gestern veröffentlichten Ranking der digitalen Pioniere im Mittelstand wird die PTV zudem auf Platz fünf geführt – von insgesamt 4.000 bewerteten Firmen.

    Bild PTV
    Das Karlsruher Softwarehause PTV gehört zu den von der Wirtschaftswoche ausgezeichneten Weltmarktführern. Bild PTV.

    Der Weltmarktführerindex wird jedes Jahr unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Christoph Müller von der Universität St. Gallen erstellt. Dabei gelten strenge Auswahlkriterien: So müssen die Unternehmen an erster bzw. zweiter Stelle im relevanten Marktsegment stehen und auf mindestens drei Kontinenten aktiv sein. Zudem muss der Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro zur Hälfte im Ausland generiert werden. Basis für die Auswertung sind die aktuellen Jahresabschlüsse (bei börsennotierten Unternehmen) bzw. die Veröffentlichungen im Bundesanzeiger.

    Christian U. Haas, der CEO der PTV Group, freut sich über diese Anerkennung: „Die Bewertung dieser renommierten Hochschule ist ein Beleg für unsere bisherige Arbeit. Gleichzeitig ist es uns ein Ansporn, unsere hohen Ansprüche als Mobilitätsexperten und als weltweite Nummer eins für alle Facetten von Verkehr weiter auszubauen.“

    In einer zweiten Studie bewerteten die Berater von Munich Strategy gemeinsam mit der Amsterdamer Digitalberatung Bloom die Fortschritte bei der Transformation von rund 4.000 deutschen Unternehmen. Die PTV erreichte mit einem Digitalscore von 89,75 Platz fünf und lag damit 19 Prozent über dem Durchschnitt. Dieser Digitalscore berechnet sich zu zwei Drittel aus der Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette und zu einem Drittel aus der Wachstumskraft des Unternehmens.

    Die PTV Group ist mit rund 30 Büros auf allen Kontinenten vertreten. Rund 900 Mitarbeiter*innen arbeiten weltweit an innovativen Lösungen zur Planung und Optimierung von Transport und Verkehr. Seit diesem Jahr leiten Vorstandsvorsitzender Christian U. Haas, Technikvorstand Dr. Peter Overmann und Finanzvorstand Klaus Lechner die Geschäfte des in Karlsruhe ansässigen Unternehmens.

    Weitere Informationen: www.ptvgroup.com



     

     

  8. Ab sofort abrufbar im Geoportal des Landkreises Lörrach

    Inwiefern ist das eigene Grundstück von Starkregen und Erosion betroffen? Ein Blick in das Geoportal des Landratsamts Lörrach klärt auf: Neben Starkregen-Gefahrenkarten mit verschiedenen Szenarien werden nun auch Erosions-Gefahrenkarten für zwölf Gemeinden zwischen Weil am Rhein und Schliengen dargestellt.

    Erosions-Gefahrenkarten bilden die Fließwege von Erde und Geröll ab. Wichtig ist dabei die gleichzeitige Betrachtung von Starkregen, denn nur dann werden besonders betroffene Bereiche sichtbar. Diese sind, aufgrund von Topographie und Landnutzung, oft die Gemeinden der Vorbergzone zwischen Rhein und Schwarzwald. Meist wird feinkörniger Boden aus landwirtschaftlich genutzten Flächen abgeschwemmt und innerhalb der Ortschaften wieder abgelagert. Aufgrund des hohen Anteils an Erde und Geröll verstopfen die Durchlässe und eine Aufnahme der Wassermassen ist nicht mehr möglich.

    Die Karten sind Teil des auf drei Jahre angelegten Leuchtturmprojekts „EroL – Erosion durch Starkregenereignisse im Markgräflerland“. Im Rahmen des Projekts wurde 2019 eine Gefährdungsanalyse durchgeführt. Dabei wurden Bereiche und Objekte identifiziert, die besondere Schutzmaßnahmen benötigen. In künftigen Workshops mit Gemeinden, Landwirten, Ingenieurbüros und dem Landkreis werden die entsprechenden baulichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Bewirtschaftungsempfehlungen für Landwirte erarbeitet. Das fertige Konzept liegt 2021 vor.

    Die Karten stehen unter www.loerrach-landkreis.de/geoportal –Themenbereich „Umwelt“, frei zur Verfügung.

    Weitere Informationen zum EroL-Projekt



     

     

  9. Deutschland beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an ESA-Programmen mit den Schwerpunkten Erdbeobachtung, Telekommunikation, Technologieförderung und Kommerzialisierung/New Space

    An der Spitze der deutschen Delegation der Konferenz Space19+ stand der Koordinator für die Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek (MdB), unterstützt und begleitet von Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Ebenfalls am Verhandlungstisch in Sevilla Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, der auf Arbeitsebene mit seinem Team des DLR Raumfahrtmanagements in Bonn die deutschen Positionen der Konferenz vorbereitet und mit der Bundesregierung abgestimmt hat.

    Quelle: ESA – S. Corvaja
    ESA-Ministerratskonferenz 2019 in Sevilla. Quelle: ESA – S. Corvaja

    „Nach zwei intensiven Verhandlungstagen hat Deutschland insgesamt 3,3 Milliarden Euro in die europäischen Raumfahrtprogramme der nächsten drei bis fünf Jahre investiert“, sagte Thomas Jarzombek nach Abschluss der Konferenz. „Wir haben mit unserer Schwerpunktsetzung gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner der ESA sind. Für unser Ziel, den Mittelstand in der deutschen Raumfahrt zu stärken, haben wir die Mittel in den einschlägigen Programmen verdoppelt. Um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, hat Deutschland seine Investitionen für die Erdbeobachtung auf 720 Millionen erhöht. Außerdem ist es uns gelungen, mit einem hohen Engagement von 55 Millionen die europäische Mondmission auf den Weg zu bringen.“

    Bei Space19+ sind insgesamt Finanzmittel in Höhe von rund 14,4 Milliarden Euro gezeichnet worden. Deutschland ist jetzt mit 22,9 Prozent vor Frankreich der stärkste Beitragszahler der ESA. Im Einzelnen zeichnete Deutschland rund eine Milliarde Euro für die so genannten ESA-Pflichtprogramme: Dazu zählen neben dem allgemeinen Haushalt das Wissenschaftsprogramm und der Europäische Weltraumbahnhof in Kourou. Rund 2,3 Milliarden Euro des deutschen Beitrags entfallen auf die sogenannten optionalen Programme: darunter rund 720 Millionen Euro für Erdbeobachtung, rund 330 Millionen Euro für Telekommunikation, etwa 160 Millionen Euro für Technologieprogramme, 84 Millionen Euro für Weltraumlage und Weltraumsicherheit, circa 490 Millionen Euro für Raumtransport und -betrieb sowie rund 550 Millionen Euro für den Bereich astronautische Raumfahrt, Mikrogravitation und Exploration.


    Erdbeobachtung für Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit

    Deutschland ist international führend in der Erdbeobachtung – sowohl wissenschaftlich, technologisch als auch in der Nutzung und Verarbeitung von Daten zur Analyse des Systems Erde. Mit rund 520 Millionen Euro (30 Prozent) behält die Bundesrepublik ihre Führungsrolle im operationellen europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Hier geht es konkret um Weiterentwicklung und Erweiterung des Systems um neue Satelliten (Sentinel 7-12) und Dienste für Klimaüberwachung und Klimaschutz, Landwirtschaft, Mobilität, Sicherheit und Katastrophenvorsorge. In Deutschland entwickeltes Knowhow könnte ebenso in die geplante Copernicus-Hyperspektralmission einfließen. Zudem beteiligt sich Deutschland mit etwa 170 Millionen Euro (ca. 26 Prozent) am wissenschaftlichen Programm FutureEO. Für das neue Programm „Globale Entwicklungshilfe“ (GDA) zeichnete man 10 Millionen Euro (von 50 Millionen Euro). InCubed+ zielt auf privatwirtschaftlich motivierte, kommerzielle Erdbeobachtungsaktivitäten mit kurzer Laufzeit – die Bundesrepublik steigt hier mit 15 Millionen Euro ein. Darüber hinaus unterstützt Deutschland eine Arktis-Kleinsatellitenmission (Demonstrator, NewSpace-Ansatz) zur Verbesserung der kurz- und mittelfristigen Wettervorhersage in der Arktisregion mit 7,5 Millionen Euro.

    Telekommunikation

    In der Telekommunikation (ARTES-Programme) geht es um die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten für den weltweiten kommerziellen Markt. Schwerpunkte liegen insbesondere im Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit (CC), in der optischen Kommunikation (Scylight), in der Förderung kommerzieller Anwendungen (BASS), bei Weltraumsystemen für Schutz und Sicherheit (4S) und beim Partner-Programm. Deutschland sicherte sich mit den Zeichnungen in Höhe von 80 Millionen Euro für Scylight und 60 Millionen Euro für 4S eine führende Rolle. Im Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit erhöhte die Bundesrepublik ihren Beitrag auf 67 Millionen Euro und verdoppelte bei BASS (Business Applications – Space Solutions) auf 37 Millionen Euro. Für das Partner-Programm inklusive Electra mit In-Orbit-Demonstration zeichnete Deutschland 65 Millionen Euro, am Rahmenprogramm für die Unterstützung von Satelliten für das 5G-Mobilfunknetz beteiligt man sich mit 13 Millionen Euro. „Deutschland ist im Satkomm-Sektor sehr gut aufgestellt. Es geht uns um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei Komponenten und Unterstützung der Systemfähigkeit mit Fokus auf sicherer Kommunikation – Stichwort Quantenverschlüsselung –, die Integration von Satellitentechnik und -anwendungen in den neuen Mobilfunkstandard 5G und vor allem um die Fortsetzung der technologischen und politischen Führung in der optischen Laserkommunikation“, erläutert DLR-Vorstand Walther Pelzer. Ein Beispiel sei hier das geplante optische Kommunikationsnetzwerk Hydron für die schnelle Anbindung von Nutzern mit hohem Datenbedarf, ergänzend und komplementär zum terrestrischen Glasfasernetz.
    Weltraumsicherheit

    Technologie-Entwicklung

    Die deutsche Beteiligung am sogenannten Allgemeinen Technologieförderprogramm GSTP zielt auf den Erhalt, Ausbau und die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), insbesondere von Start-ups. Neue Schwerpunkte sind unter anderem Digitalisierung von Produktionszyklen, Technologien für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums, Industrie-4.0-kompatible Fertigungsmethoden, Robotik und moderne Sensorik, KI-gestützte Anwendungen auf Satelliten, Entwicklung und Nutzung von Quantentechnologien. Deutschland steigerte seinen Beitrag um das 2,5-fache auf 160 Millionen Euro. Das Programm schließt technologische Entwicklungslücken, der Fokus liegt auf der Entwicklung von Kerntechnologien und Komponenten für künftige Missionen.

    Weitere Informationen: www.DLR.de