• Das 7. Deutsche Geoforum des DDGI e.V.:

    Wann: 27. November 2019

    Wo: Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin

    Titel: "Geoinformation für die digitale Zukunft - GeoIT, Erdbeobachtung, Navigation - die Geoinformationswirtschaft als Motor der digitalen Zukunft"

    Weitere Informationen folgen in Kürze.

     

     

  • Am 08. und 09. Mai 2019  findet die Konferenz "Copernicus meets Galileo - Earth Observation - Navigation – GeoIT" in Bochum statt.

    Die ZENIT GmbH, das Enterprise Europe Network, die Technische Hochschule Georg Agricola und das CopServ-Netzwerk sind die Organisatoren des internationalen Events, das an die im April 2018 stattgefundene Konferenz "Earth Observation & Copernicus Technologies and Solutions for User Applications" anknüpft. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der DDGI sind Partner/Mitglieder des Netzwerk CopServ und Unterstützer der Veranstaltung. pdf Bis zum 15. Januar 2019 können Beiträge zu folgenden Themenbereichen eingereicht werden (678 KB) :

  • Mit Aufnahme des operationellen Betriebs von Copernicus auf europäischer Ebene und zahlreicher begleitender nationaler Maßnahmen, sind auch im Deutschen Dachverband für Geoinformation e.V. (DDGI) die Copernicus-relevanten Aktivitäten intensiviert worden.

    Hierzu zählen u.a. die Vorbereitung eines Netzwerkes zur Verbreiterung der regionalen Nutzergemeinschaft von Copernicus und die Aktualisierung des bereits 2011 erschienenen DDGI-Positionspapiers zu Copernicus. Diese und weitere Copernicus-relevante Aktivitäten des DDGI werden nun in einer neu gegründeten Kommission Copernicus zusammengeführt.

    „Die vielfältigen Möglichkeiten von Copernicus gehen weit über ein europäisches Umwelt- und Sicherheitsmonitoring hinaus. Die Copernicus-Kommission des DDGI hat das Ziel diese Möglichkeiten gemeinsam mit den nationalen und europäischen Akteuren u.a. des BMVI und der Europäischen Kommission zu erschließen.“ sagt Vizepräsident Müterthies, der als verantwortliches Vorstandsmitglied Ansprechpartner der Kommission ist.

    In der Kommission vertreten sind zur Gründung folgende DDGI-Mitglieder:

  • Arbeitsschritte und Ergebnisse der Kommission Copernicus:

    • 31.05.-01.06.2017 Landmanagementforum – Kundentag der AED-SICAD AG mit einem Schwerpunkt auf den Themenkomplex „Fernerkundung / Copernicus“. Die Keynote von Prof. Rast von der ESA gab einen umfassenden Überblick über die europäischen Aktivitäten. Anwendungsszenarien und Einsatzmöglichkeiten wurden dann im Rahmen verschiedener Sessions und Workshops vertieft. Weitere Informationen finden Sie hier.
    • 28.10.2016 - Aufnahme des DDGI in das Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission "Network of Copernicus Relays"
    • 12.10.2016 - Ausrichtung und Organisation der DDGI-Vortrags-Session im Rahmen der „COPERNICUS training and information sessions“ der europäischen Kommission (INTERGEO 2016 in Hamburg). Hier finden Sie die folder Beiträge der Referenten als PDF-Download

      web Copernicus Session Hamburg 2016


       
    • 01.07.2016 - Neugründung der Kommission Copernicus gem. Vorstandsbeschluss vom 01.07.2016
  • Arbeitsschritte und Ergebnisse der Taskforce Ausbildung:

    • 24.04.2018 - Erste Arbeitssitzung
    • 22.01.2018 - Konstituierende Sitzung der Taskforce Ausbildung
    • 06.11.2017 - Neugründung der Taskforce Ausbildung gem. Vorstandsbeschluss
  • NUTZUNG VON GEOINFORMATIONSTECHNOLOGIEN IM RAHMEN DES FLÜCHTLINGSMANAGEMENTS IN DEUTSCHLAND UND ZUR BEKÄMPFUNG VON FLUCHTURSACHEN IN DEN HERKUNFTSLÄNDERN


    Inhalt:

    I. Status Quo
    II. Bedarf
    III. Empfehlungen
    IV. Ansprechpartner für weitere Informationen
    Anhang A: Beispiele
    Beispiel 1: Ortspläne speziell für Flüchtlinge (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)
    Beispiel 2: Baulücken- und Leerstandskataster(Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)
    Beispiel 3: Karten- und Routingdienste (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, BKG)
    Beispiel 4: Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund (KoSt FV Bund)
    Beispiel 5: Geo-IT-Infrastruktur für das Flüchtlingsmanagement in Rheinland-Pfalz und im Kreis Bernkastel-Wittlich
    Beispiel 6: Monitoring von Fluchtrouten und Flüchtlingslagern mit Satellitenbildern
    Anhang B: Mitglieder der Taskforce

    pdf Positionspapier - Geoinformation und Flüchtlingsmanagement (1.52 MB) (DE) als PDF-Download

    pdf Position Paper Geoinformation and Refugee Management (1.63 MB) (EN) als PDF-Download


    I. Status quo

    Wie die im Anhang aufgeführten Praxisbeispiele belegen, werden Geoinformations-technologien (GeoIT) bereits heute an vielen Stellen im Rahmen der Flüchtlingshilfe eingesetzt. Dabei ist zwischen der Nutzung der Technologie für das Flüchtlingsmanagement in Deutschland und GeoIT-Anwendungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen u.a. im Rahmen der Entwicklungshilfe in den Herkunftsländern zu unterscheiden. Eine flächendeckende koordinierte Nutzung von GeoIT, die auch dem aktuellen Stand der Technik und somit dem Potential der GeoIT gerecht werden, ist derzeit jedoch nicht festzustellen. Verfügbare Geodaten, insbesondere öffentliche Geoinformationen von Kommunen, Bund und Ländern werden derzeit noch nicht in vollem Umfang genutzt, da der Zugriff auf diese Informationen oftmals datenschutz- bzw. lizenzrechtlich und/oder technisch eingeschränkt ist. Erste Initiativen u.a. des LGLN (vgl. Bsp. 1und 2) und des BKG (vgl. Bsp. 3) aber auch des BBK (vgl. Bsp. 4) aus Rheinland-Pfalz (vgl. Bsp. 5) zeigen jedoch, dass diese Hürden auch kurzfristig überwunden werden können und die räumliche Verortung von Informationen auf digitalen, interaktiven Karten rasch Transparenz und Überblick verschafft.

    Ursache für die Flüchtlingssituation sind zumeist humanitäre Krisen aufgrund von ethnischen, religiösen und ökonomischen Konflikten oder auch aufgrund von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überflutungen und Dürren. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sind bereits GeoIT-Verfahren wie z.B. die Fernerkundung zur Bekämpfung von Fluchtursachen und zum Monitoring der Fluchtrouten und Flüchtlingslager (vgl. Bsp. 6) im Einsatz, bedürfen jedoch der Verbesserung (vgl. hierzu auch die Studie „Fernerkundung: Anwendungspotenziale in Afrika“ des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag unter www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab154.pdf).

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    II. Bedarf

    Die Verwendung von Geoinformationstechnologien kann die Flüchtlingshilfe in Deutschland und auch die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern in vielfältiger Weise unterstützen. Hierzu zählen u.a.:

    • Bereitstellung von Ortsplänen mit der Darstellung von Orten von Interesse (OVI) für die Flüchtlinge und Helfer (vgl. Anhang Bsp. 1)

    • Ermittlung von leer stehenden Gebäuden als mögliche Flüchtlingsunterkünfte (vgl. Anhang Bsp. 2)

    • Karten- und Routingdienste für Flüchtlinge und Helfer (vgl. Anhang Bsp. 3)

    • Webdienste zur gezielten Suche nach OVI für die Flüchtlinge und Helfer

    • Nutzung von Geoinformationen bei Naturkatastrophen zur Unterstützung der Hilfe vor Ort in den Herkunftsländern wie z.B. der Copernicus Emergency Management Service (vgl. http://emergency.copernicus.eu/mapping/)

    • Nutzung von GeoIT zur Analyse hinsichtlich ethnischer, religiöser, und auch ressourcennutzungsbezogener /ökonomischer Konfliktpotentiale und Nutzung der Informationen u.a. in der Entwicklungszusammenarbeit (vgl. hierzu auch www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab154.pdf)

    • Schnelle Aktualisierung relevanter Geoinformationen für die Flüchtlingshilfe im In- und Ausland u.a. über Social-Media Dienste (Apps) und Fernerkundung

    • Fernerkundliches Monitoring von Grenzübergängen zwischen Herkunftsländern oder zu Europa, von Küsten usw., um an Hand von Menschenansammlungen, Camps etc. aktuelle Hinweise über Flüchtlingszahlen, Fluchtrouten, Schleuseraktivitäten zu erhalten und politische und Hilfsmaßnahmen frühzeitiger planen zu können (vgl. Anhang Bsp. 6)

    • Nutzung von GeoIT bei Planung und Betrieb von Erstaufnahmeeinrichtungen (Belegungen, Kapazitäten, Identifikation von Landesliegenschaften, Editierung zur Aktualisierung etc.)

    • Raumanalytische Begleitung der Flüchtlingsintegration, dadurch frühzeitige Erkennung sozialer Konflikte, Enklavenbildung etc.

    Insgesamt kann durch einen integrierten Informationsansatz mit GeoIT in Lagezentren und Krisenstäben mehr Transparenz, ein schneller Überblick und somit eine Optimierung von Entscheidungen realisiert werden.

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    III. Empfehlungen

    Aus Sicht des DDGI kann durch die Nutzung von GeoIT das Flüchtlingsmanagement erheblich verbessert werden. Die Anwendung von GeoIT in den Herkunftsländern soll zudem intensiviert werden, um mittel- bis langfristig eine Reduktion der Migrationsbewegungen zu erreichen. Dazu können u.a. folgende Maßnahmen beitragen:

    • Stärkung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit und der Kooperation über alle Verwaltungsebenen hinweg durch Austausch von Best-practice Erfahrungen und durch Einrichtung bundesweit verfügbarer GeoIT-Dienste für das Flüchtlingsmanagement

    • Integration von GeoIT-Experten in die Krisenstäbe und Lagezentren u.a. von Bund und Ländern

    • Anbindung aller für das Flüchtlingsmanagement relevanten kommunalen Einrichtungen an die GeoIT-Dienste

    • Einrichtung eines Runden Tisches GeoIT für das Flüchtlingsmanagement und Benennung einer koordinierenden Stelle „GeoIT für das Flüchtlingsmanagement“

    • Nutzung von GeoIT-Diensten mit dem aktuellen Stand der Internettechnologie bei Bund, Ländern und Kommunen

    • Nutzung von Satellitenbildern für kontinuierliche Situationsanalysen

    • Weiterentwicklung der Nutzung von GeoIT in der Entwicklungszusammenarbeit

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    IV. Ansprechpartner für weitere Informationen:

    Deutscher Dachverband für Geoinformation e.V. (DDGI)
    Dr. Andreas Müterthies (Koordinator der Taskforce Flüchtlingsmanagement)
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Adresse der Geschäftsstelle:

    Hügelstraße 15
    42277 Wuppertal
    Tel.: 0202-4788724
    Fax: 0202-4788725
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Web: www.ddgi.de

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    Anhang

     

    Beispiel 1: Ortspläne speziell für Flüchtlinge (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)

    Wo finde ich einen Arzt? Wo sind Bushaltestellen, Bereiche mit freiem WLAN, Apotheken, Schulen, Kindergärten und Supermärkte? Wie komme ich zum Rathaus oder zu Adressen, an denen Sprachunterricht stattfindet? Ortspläne mit Antworten auf diese und andere Orientierungsfragen von Flüchtlingen erstellen auf Wunsch und in Zusammenarbeit mit Kommunen oder Hilfsorganisationen die Dezernate für Geodatenmanagement in den Regionaldirektionen des LGLN (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen).

    Die Idee zu dem speziellen Kartenwerk kam aus dem Netzwerk „Obernkirchen hilft". Entwickelt wurde daraufhin das erste Exemplar von Thomas Stübke, Dezernent in der Regionaldirektion Hameln-Hannover des LGLN, und seinem Team. „Wir arbeiten vorwiegend mit Symbolen, denn diese kann man auch ohne Kenntnisse der deutschen Sprache verstehen", erläutert Stübke und ergänzt: "Um den Flüchtlingen die Benutzung der Karte zu erleichtern, haben wir eine Erklärung der Symbole beispielsweise in Englisch, Französisch oder Arabisch mit aufgeführt." Jetzt stellt er die Planvorlage den Kollegen anderer Regionaldirektionen zur Verfügung.

    Abbildung 1 Kartenbeispiel Ortsplan fuer Fluechtlinge des LGLN
    Abbildung 1: Kartenbeispiel des LGLN: Ortsplan für Flüchtlinge
     

    Das Land Niedersachen hat per Erlass geregelt, dass alle niedersächsischen Standorte des LGLN solche Karten im Auftrag und mit Hilfe von Kommunen oder Hilfsorganisationen erstellen und abgeben können. Kosten entstehen dafür nicht, aber die flüchtlingsrelevanten Informationen sind nicht im Datenbestand des LGLN enthalten und müssen von Dritten beigebracht werden. Die Mitarbeiter des LGLN kombinieren die Informationen mit den Geobasisdaten und liefern anschließend einen digitalen Ortsplan. Dieser kann dann nach Belieben auf Papier vervielfältigt oder digital verschickt werden.

    „Wir freuen uns, dass wir Kommunen und Hilfsorganisationen mit unserem Knowhow unterstützen und damit auch den Flüchtlingen helfen dürfen. Etwas Bearbeitungszeit muss eingeplant werden, aber wenn wir die Zusatzinformationen vernünftig geliefert bekommen, können wir in der Regel zügig einen Ortsplan fertig stellen," teilt Doris Kleinwächter, Leiterin der Unternehmenskommunikation des LGLN, mit.

    Ansprechpartner sind in den Dezernaten Geodatenmanagement der Regionaldirektionen des LGLN zu finden.

    Ansprechpartnerin beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN):

    Doris Kleinwächter
    Leiterin der Unternehmenskommunikation
    Podbielskistraße 331, 30659 Hannover
    Tel.: +49 511 64609-384
    Mobil: +49 176 62238204
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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    Beispiel 2: Baulücken- und Leerstandskataster (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)

    Erfassung und Anzeige von Leerständen und Baulücken. Erhobene Daten geben zum Beispiel Auskunft über räumliche Häufungen von bestehenden Wohn- und Gewerbeleerständen, über Innenentwicklungspotenziale oder drohende Leerstände.

    Derzeitige Nutzung für Flüchtlingshilfe: Kommunen können kostenpflichtig für 450 € (Jährlich?) auf Anfrage das Baulücken- und Leerstandskataster für ihr Gemeindegebiet erstellen lassen und somit wahrscheinlich leerstehende Wohngebäude ermitteln, die für die Flüchtlingsunterbringung ggf. genutzt werden können. Der Service des LGLN ist möglich, da die Verknüpfung der Einwohnermeldedaten mit dem Gebäudekataster durch den Datenschutzbeauftragten des Landes Niedersachsen für interne Zwecke genehmigt wurde.

    Weitergehender Bedarf in der Flüchtlingshilfe: Der Dienst ist in dieser Form in anderen Ländern nicht verfügbar und sollte dort wenn möglich auch angeboten werden.
    Link zur Dienstbeschreibung: http://www.gll.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=10605&article_id=111411&_psmand=34

    Abbildung 2 Diensteangebot Bauluecken und Leerstandskataster des LGLN
    Abbildung 2: Diensteangebot Baulücken- und Leerstandskataster des LGLN

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    Beispiel 3: Karten- und Routingdienste (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie,BKG)

    Sie wollen bei der Bewältigung der bestehenden gesellschaftlichen Herausforderungen aufgrund der Flüchtlingslage tatkräftig mitwirken? Sie benötigen eine Kartengrundlage zur europaweiten räumlichen Orientierung, möchten eine Einsatzplanung vornehmen oder einen Internetkartendienst entwickeln? Dann können Sie auf ein kostenfreies Angebot des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) zugreifen.

    Das BKG unterstützt alle nichtkommerziellen Vorhaben von Verwaltungsstellen des Bundes, der Länder, der Kommunen sowie von Nicht-Regierungsorganisationen und Unternehmen bei der Bewältigung der Flüchtlingslage mit der sofortigen gebührenfreien Bereitstellung des europaweiten Darstellungsdienstes TopPlus-Web-Refugees, des deutschlandweiten Geokodierungsdienstes der Vermessungsverwaltungen der Länder sowie eines Routingdienstes bis zum 31.12.2017.

    Link zur Dienstbeschreibung: http://www.geodatenzentrum.de/geodaten/gdz_rahmen.gdz_div?gdz_spr=deu&gdz_akt_zeile=4&gdz_anz_zeile=5&gdz_unt_zeile=0&gdz_user_id=0

    Abbildung 3 Geodatendienste des BKG zur Bewaeltigung der Fluechtlingslage
    Abbildung 3: Geodatendienste des BKG zur Bewältigung der Flüchtlingslage

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    Beispiel 4: Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund (KoSt FV Bund)

    Bei der Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund (KoSt FV Bund) wird die Steuerung der Verteilung der Flüchtlinge durch raumbezogene Lagedarstellungen unterstützt. Die Aufgabe, die Flüchtlingsverteilung zu koordinieren und den Verteilungsprozess abzuwickeln wurde vom 21.09. bis zum 31.10.2015 vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern (BMI) durchgeführt. Seit 01.11.2015 erfolgt die Koordinierung durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

    Abbildung 4 Fluechtlingsverteilung in Deutschland
    Abbildung 4: Flüchtlingsverteilung in Deutschland (keine aktuellen Daten)
     

    Der Stab der KoST FV Bund wird durch das Geo-Team des BBKunterstützt, das mithilfe des eigenen FME-Servers (Feature Manipulation Engine) die dort bearbeiteten Excel-Daten automatisiert grafisch aufbereitet und in Lagebildansichten darstellt. Zusätzlich werden Satellitenbildaufnahmen der Grenzübergänge des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) als Dienst eingebunden. Basisdaten des Bundesamtes für Kartographie (BKG) sind als Kartengrundlage verfügbar.

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    Beispiel 5: Geo-IT-Infrastruktur für das Flüchtlingsmanagement in Rheinland-Pfalz und im Kreis Bernkastel-Wittlich

    Das Land Rheinland-Pfalz nimmt am Disaster Response Programm der Firma Esri teil. Damit wurde eine Geo-IT-Infrastruktur für das Flüchtlingsmanagement im Rechenzentrum des Landes Rheinland-Pfalz innerhalb kürzester Zeit mit kostenfrei zur Verfügung gestellter ArcGIS-Software aufgebaut.
    Die Anforderungen der Flüchtlingskoordination an die Planung und den Betrieb von Erstaufnahmeeinrichtungen (Belegungen, Kapazitäten, Identifikation von Landesliegenschaften, Editierung zur Aktualisierung etc.) konnten die Mitarbeiter der Landesvermessung (Team von bis zu fünf Personen) nach nur zwei Tagen Schulung selbstständig umsetzen.
    Gegenwärtig befindet sich die Lösung im operativen Betrieb, genutzt vom Innenministerium und nachgeordneten Behörden.
    Je nach Aufgabenstellung werden fokussierte Anwendungen konfiguriert und für die jeweilige Nutzergruppe zur Verfügung gestellt. Alle Anwendungen setzen auf Standardtechnologie und sind geräteunabhängig einsetzbar.
    Die erstellten Applikationen lassen sich flexibel von weiteren Nutzern verwenden. Hierbei ist der hybride Betrieb – personalisierter Zugriff über das Cloud-Angebot von Esri (ArcGIS Online) auf Dienste des Landes aus dem Rechenzentrum (Portal for ArcGIS) – angedacht.

    Abbildung 5 Webseite des Trainer Portals
    Abbildung 5: Webseite des Portals mit Übersicht zur direkten Auswahl und Aufrufen der Anwendungen (Darstellung entspricht Trainingsansicht; Original Portalseite aus Rheinland-Pfalz darf aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden)

     

    Abbildung 6 Anwendung zur Erfassung neuer Aufnahmeeinrichtungen
    Abbildung 6: Anwendung zur Erfassung neuer Aufnahmeeinrichtungen mit vordefinierte Auswahl für Einrichtungen in Betrieb und in Planung; Nutzergruppe: Mitarbeiter der Flüchtlingskoordinierungsstelle des Landes

     

    Abbildung 7 Anwendung zur Suche nach geeigneten Flaechen
    Abbildung 7: Anwendung zur Suche nach geeigneten Flächen für Aufnahmeeinrichtungen; Darstellung aller Liegenschaften (Daten-Basis ALKIS) des Landes ohne Waldflächen; Vereinfachte Visualisierung durch nach Größe klassifizierte Punktsymbole; Markerfunktion mit Bewertung und zur weiteren Prüfung von Flächen; Nutzergruppe: Mitarbeiter des Innenministeriums

     

    Neben der Landesvermessung Rheinland Pfalz hat sich auch die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich entschieden im eigenen Verantwortungsbereich ein Managementsystem für Zuwanderer mit Geo-IT umzusetzen.

    Hier entstanden weitere Lösungen mit ArcGIS-Technologie aus dem Hause Esri, die über das Disaster Response Program bezogen wurde. Anwendungsfälle waren neben der Verteilung der Zuwanderer in die Ortsgemeinden des Kreises auch die Einwerbung von freistehendem Wohnraum und dessen Verwaltung über WebGIS-Anwendung sowie verschiedene informative Darstellungen der Zuwanderungssituation im Landkreis.

    Das Disaster Response Program richtet sich in der Flüchtlingssituation aber auch allgemein in allen Gefahren- und Krisensituationen an jede öffentliche bzw. gemeinnützige Körperschaft, die mit Hilfe von Geotechnologie eigene Arbeitsabläufe effizienter gestalten wollen.

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    Beispiel 6: Monitoring von Fluchtrouten und Flüchtlingslagern mit Satellitenbildern

    Satellitenbilder wie die in Abb. 8 (Siehe nächste Seite) dargestellten Aufnahmen des Flüchtlingslagers Idomeni können weltweit zum Monitoring der Entwicklung von Flüchtlingslagern genutzt werden.

     

    Abbildung 8 1 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.1 Abbildung 8 2 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.2
     Abbildung 8 3 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.3  Abbildung 8 4 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.4
     Abbildung 8 5 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.5  

    Abbildung 8: Zeitreihe von Worldview2-Satellitenbildern zur Entwicklung des Flüchtlingslagers Idomeni. Von Bild 8.1 bis 8.5: 04.11.2015, 21.01.2016, 02.03.2016, 19.03.2016, 03.06.2016. Copyright: European Space Imaging.
     

    Auch das Monitoring von Fluchtrouten z.B. an Grenzübergängen außerhalb der EU (wie in Abb. 9 für einen Grenzübergang in Nordafrika gezeigt) kann frühzeitig wichtige Informationen über die zu erwartende Anzahl von Flüchtlingen je Route bereitstellen.

    Abbildung 9 Grenzuebergang zwischen Tunesien und Libyen

     Abbildung 9: Grenzübergang zwischen Tunesien und Libyen bei Ras Ajdir aufgenommen von WorldView-2. Personen und Infrastrukturen sind erkennbar. Copyright: European Space Imaging.

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    Anhang B:

    Mitglieder der Taskforce

    Die aktuellen Mitglieder der Taskforce "Flüchtlingsmanagement" (in alphabetischer Reihenfolge) finden Sie auf der Taskforceseite der DDGI-Website.


    pdf Positionspapier - Geoinformation und Flüchtlingsmanagement (1.52 MB) (DE) als PDF-Download

    pdf Position Paper Geoinformation and Refugee Management (1.63 MB) (EN) als PDF-Download

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  • Europas Blick auf die Welt
    DIALOG SCHAFFT ZUKUNFT – FORTSCHRITT DURCH INNOVATION

    Das ZIM-Kooperationsnetzwerk CopServ, in dem der DDGI Mitglied ist, lädt Vertreter/innen der Anwenderbranchen für Fernerkundungs- und Copernicus-Technologien zum Innovationsdialog
    nach Bonn ein. Ziel ist es, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus dem Netzwerk heraus zu identifizieren. Es sollen dabei Lösungen für Bedürfnisse aus der Wirtschaft im Forschungs- und Entwicklungsumfeld für marktfähige Produkte ermittelt werden.

    Der Innovationsdialog richtet sich an Fach- und Führungskräfte sowie an Entwicklungsingenieure
    aus den folgenden Branchen und Technologiebereichen:
    - Energiewirtschaft
    - Bergbau und Nachbergbau
    - Landwirtschaft
    - Wasserwirtschaft
    - Forstwirtschaft
    - Big Data
    - Cloud Computing
    - Digitalisierung
    - Sensoren und Sensordatennetze
    - Internet der Dinge
    - Crowdsourcing

    Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier (PDF).

    Kontakt:
    ZENIT GmbH
    Bismarckstraße 28
    45470 Mülheim an der Ruhr
    Tel. 0208 / 3000475
    www.copserv.net

  • Die Bundesregierung lädt zum Nationalen Forum für Fernerkundung und Copernicus 2018.

    Das Forum findet vom 27.- 29. November 2018 im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin statt. Die Teilnahme am Forum ist kostenlos.

    Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie auf der Veranstaltungsseite.

  • Das europäische Satellitenprogramm „Copernicus“ bietet neue Chancen für innovative Ideen und Produkte. Es stellt Informationen auf Basis einer neuen Kombination aus Satellitendaten, terrestrischen Beobachtungssystemen sowie Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verfügung. Das ermöglicht, auf aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel effizienter zu reagieren, Prozesse in den Anwendungsbranchen von GeoIT zu optimieren und neue Wachstumsmärkte zu erschließen. Die Copernicus-Daten werden nach dem Open-Data Konzept der EU kostenfrei bereitgestellt und trotzdem wird das Potenzial von Copernicus bisher nur wenig ausgeschöpft.Das Kooperationsnetzwerk „CopServ“ will dies ändern und technologische Entwicklungen initiieren und Marketingmaßnamen umsetzen sowie im Netzwerk Synergieeffekte für zukunftsweisende Lösungen und Produkte nutzen.

    Auf der Informationsveranstaltung zeigen Experten aus dem Netzwerk CopServ sowie Fachleute aus den verschiedenen Anwenderbranchen, welche Lösungsideen bisher erarbeitet wurden, welche Anforderungen aus den branchenspezifischen Prozessen entstehen und welche Trends und Entwicklungen sich rund um Thema „Copernicus“ ergeben.

    Folgende Themen stehen auf der Agenda:

    Copernicus – Accespoints: Zugangsplattformen und Technologien für die kostenfreie Nutzung
    IuK Technologien: CloudComputing, Big Data, Datamiming, Sensornetze und Sensordatenfusion, Fachdatenanalyse
    Branchenanwendungen: Praxisbeispiele aus der Wasserwirtschaft, Energiewirtschaft, Bergbau/Nachbergbau, Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz und der öffentlichen Verwaltung

    Weitere Informationen zum CopServ-Netzwerk finden Sie unter http://www.copserv.net/.

  • Das DLR Raumfahrtmanagement lädt Sie herzlich zum Symposium „Neue Perspektiven der Erdbeobachtung“ ein. Die Veranstaltung findet vom 25. bis 27. Juni 2018 in Köln im KOMEDstatt. Das Symposium soll Entwicklern und Anbietern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Anwendern der Satellitenerdbeobachtung als Dialogplattform dienen, Vernetzungen ermöglichen und den Wissenstransfer intensivieren. Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind eingeladen, neueste Ergebnisse ihrer Arbeiten zu präsentieren und zu diskutieren. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten.

    Geplante Themenschwerpunkte des Symposiums sind:

    • Neue Anwendungen nationaler Missionen sowie der Sentinel-Satelliten;
    • Satellitenfernerkundung von Landoberfläche und Gewässern sowie Atmosphäre und Klima;
    • Sustainable Development Goals (SDGs) und internationale Initiativen;
    • Downstream-Business-Entwicklungen;
    • Big-Data-Methoden und Plattformentwicklungen;
    • Methodenentwicklung zur Datenauswertung (sensorspezifisch oder missionsübergreifend).

    Die Teilnahme am Symposium ist kostenfrei.
    Abstracts können bis zum 22. April 2018 eingereicht werden.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier.